Neuer Fall am 26. 6.: Tatort Mainz mit Heike Makatsch

TV-Premiere für den dritten gemeinsamen Fall von Heike Makatsch und Sebastian Blomberg. Tatort: In seinen Augen am 26. Juni 2022

Heike Makatsch und Sebastian Blomberg als hartnäckige Mainzer Kommissare in einem Fall um zwei Freundinnen und einen jungen Liebhaber.

Bibiana Dubinski, Best Ager, wohlhabend und entschlossen, das Leben so lange wie möglich zu genießen, stirbt an einem Insulinschock. Ihre enge Freundin Charlotte Mühlen, weniger wohlhabend, dafür neuerdings glücklich verliebt in den jungen Hannes Petzold, erbt Villa und Vermögen. Zwei Freundinnen im sogenannten besten Alter, eine reich, die andere Erbin, dazu ein 30 Jahre jüngerer Ex-Knasti, der die Erbin umgarnt - ist es Erfahrung, Instinkt oder Fehlschluss, dass bei Ellen Berlinger alle Alarmglocken läuten? Sie ist überzeugt, dass ein Verbrechen geschehen ist, und verdächtigt Hannes Petzold. Aber die Indizien sind wenig belastbar und Staatsanwältin Winterstein stellt den Fall ein. Hartnäckig erkämpft Martin Rascher ein knappes Zeitfenster für weitere Ermittlungen. Die Kommissare kämmen den gesamten Fall nochmal durch und setzten dabei Charlotte Mühlen mit dem Verdacht gegen ihren Liebhaber unter Druck.

Tim Trageser führte Regie beim dritten gemeinsamen Einsatz der Mainzer Kommissar:innen Ellen Berlinger und Martin Rascher. Das raffiniert mit den Zeitebenen spielende Drehbuch um einen Todesfall, den Ellen Berlinger nicht als Unfall akzeptieren will, schrieb Thomas Kirchner. Gemeinsam mit Heike Makatsch und Sebastian Blomberg standen Michaela May, Ulrike Krumbiegel und Klaus Steinbacher in den Episodenhauptrollen vor der Kamera.

 

 

Tatort Mainz:  Martin Rascher (Sebastian Blomberg) und Ellen Berlinger (Heike Makatsch) im Einsatz in Mainz. Bild: Sender / SWR / Bettina Müller
Tatort Mainz: Martin Rascher (Sebastian Blomberg) und Ellen Berlinger (Heike Makatsch) im Einsatz in Mainz. Bild: Sender / SWR / Bettina Müller

Dritter Tatort mit Heike Makatsch: Blind Date (2021)

In einer Mainzer Tankstelle wird der Tankwart erschossen - der zweite und dieses Mal tödliche Überfall innerhalb von zwei Wochen. Einzige Zeugin der Tat ist die blinde Jura-Studentin Rosa Münch (Henriette Nagel), die noch bei ihren Eltern wohnt und sich nach einem Leben jenseits der überfürsorglichen Kontrolle ihres Vaters sehnt. Ellen Berlinger (Heike Makatsch) und Martin Rascher (Sebastian Blomberg) ermitteln auf den Spuren der beiden Täter und folgen den Hinweisen der Blinden: dem Geruch eines teuren Parfüms, den Stimmen von Tatverdächtigen, den von Rosa am Tatort gehörten und gefühlten Details. Die Kommissare wollen die angreifbare Rosa unter Polizeischutz stellen, doch das lehnt die junge Frau ab. Im Gegenteil, als eine junge Frau den Kontakt zu ihr sucht, deren Stimme ihr bekannt vorkommt, behält sie das für sich. Ellen Berlinger und Martin Rascher ahnen, dass Rosa mehr weiß, als sie sagt - die Täter vielleicht sogar kennt, mag, anziehend findet ... sich auf etwas einlässt, das sie ihnen gegenüber verschweigt. Die Ermittler müssen ohne ihre Unterstützung weiterermitteln und zu ungewöhnlichen Methoden greifen, um weitere Tote zu verhindern.

Der "Tatort: Blind Date" ist der zweite gemeinsame Einsatz von Heike Makatsch und Sebastian Blomberg als Kommissare Berlinger und Rascher in Mainz. Autor Wolfgang Stauch und Regisseurin Ute Wieland verwickeln sie dabei in einen Fall, in dem es um Selbstbestimmung und Sehnsucht nach Risiko geht, um Spielarten von Gefühlen und die Frage, wann es ernst wird.

Zweiter Tatort mit Heike Makatsch: Zeit der Frösche (2018)

Zweiter Einsatz für Heike Makatsch als Tatort-Kommissarin Ellen Berlinger: „Tatort: Zeit der Frösche“. In Mainz, wo Ellen inzwischen lebt, arbeitet sie mit ihrem Kollegen Martin Rascher (Sebastian Blomberg) zusammen. Ein gutes Team, auch wenn Martin sich manchmal über Ellens Forschheit wundert und er ihr manchmal zu sensibel, zu besessen von alten Fällen vorkommt. In „Zeit der Frösche“ beschäftigen sie ein verschwundener Teenager, eine Lösegeldforderung, eine unaufgeklärte Mordserie – und die Frage, ob dies alles zusammenhängt. Die Frage spitzt sich zu, als Ellen fürchtet, dass der Sohn ihrer Cousine verschwunden ist. Das Drehbuch zu dem "Tatort"-Special für den Ostermontag schrieb Marco Wiersch nach einer Vorlage von Florian Oeller, inszeniert wurde es von Markus Imboden.

Als ein blutdurchtränkter Kapuzenpulli in Teenagergröße in einer Altkleidersammlung gefunden wird, werden Ellen Berlinger und ihr Kollege Martin Rascher alarmiert. Für Martin ist der Fund ein böses Signal. Ihm liegt seit Jahren eine unaufgeklärte Mordserie an Jugendlichen schwer auf der Seele. Jetzt ist er überzeugt, dass wieder ein Teenager getötet wurde. In Ellens Augen ist das nur eine der möglichen Erklärungen. Aber auch sie ist beunruhigt. Denn der Pullover könnte Jonas (Luis August Kurecki) gehören, dem Sohn ihrer Cousine Maja (Jule Böwe). Ellen hat sich nach Mainz versetzen lassen, weil Maja ihr bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter Greta (Suzan Majewska) hilft. Gerade zu dem verschlossenen Jonas hat die Kommissarin eine spezielle Verbundenheit entwickelt. Der 13-jährige sollte nach dem Schulfest vom Vorabend bei einem Ausflug mit Freunden sein, aber Ellen kann ihn dort nicht erreichen. Jonas' Eltern machen sich noch keine Sorgen – anders als die der 16-jährigen Marie Blixen (Aniya Wendel). Auch Marie war bei dem Schulfest, ist aber von dort nicht mehr zurückgekehrt. Die wohlhabenden Eltern fürchten eine Entführung, um von ihnen Lösegeld zu erpressen. Der Kapuzenpulli dagegen, geben sie an, stammt nicht von Marie. Aber wer kann das bei den weitverbreiteten grauen Pullovern schon mit Sicherheit sagen? Die Verhöre von Maries Mitschülern über den Abend des Schulfests erbringen nicht viel, noch nicht mal Max (Paul Michael Stiehler), mit dem Marie geflirtet hatte, hat etwas zu sagen. Dann geht tatsächlich eine Lösegeldforderung ein. Eine Geldübergabe wird versucht – doch Marie ist bereits tot, erschlagen und auf einem verlassenen Gelände zurückgelassen. An der Leiche finden sich Spuren des Kapuzenpullis. Ellen beginnt zu fürchten, dass Jonas in den Fall verwickelt ist …

Erstes Tatort-Special mit Heike Makatsch: Fünf Minuten Himmel (2016)

Im "Tatort"-Special "Fünf Minuten Himmel" zeigt Heike Makatsch, dass sie auch als "Tatort"-Kommissarin zu überzeugen weiß. Entschlossen, eher unnahbar und vielschichtig ist ihre Ellen Berlinger, und man ahnt, dass es einige ungelöste Rätsel in ihrem Leben gibt. Das Drehbuch von Thomas Wendrich führt sie in ein akutes städtisches Konfliktfeld, zu dem Problem der Gentrifizierung von Innenstadtvierteln, deren Opfer nicht zuletzt die Empfänger von Sozialleistungen sind. Regisseurin Katrin Gebbe, für die "Fünf Minuten Himmel" die Fernsehfilm-Premiere darstellt, inszenierte einen atmosphärischen "Tatort" mit stimmigen Milieus, in dem vor allem die Bilder sprechen.

An der Rechtssteuerung des Auto ist es noch zu erkennen: Ellen Berlinger, neuerdings Hauptkommissarin in Freiburg, hat die letzten Jahre in England verbracht. Jetzt ist sie in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – hat es aber noch nicht über sich gebracht, den abgebrochenen Kontakt zu ihrer Mutter wieder aufzunehmen. Weil Ellen Berlinger schon an ihrem ersten Arbeitstag zu einem Einsatz eilen muss, bleibt keine Zeit für Einarbeitung oder ausführliches Kennenlernen der Kollegen. Ihr scheint das gerade recht zu sein. Es genügt ihr, wenn sie ihren neuen Chef Volker Gaus, den Kollegen Henrik Koch oder Kriminaltechniker Frank Hensel bei der konkreten Arbeit kennenlernt. Smalltalk ist Ellens Sache nicht. Wobei das Team ohnehin erst mal das Erstaunen über die Schwangerschaft der neuen Kollegin verarbeiten muss.

Der Fall führt Ellen Berlinger in die Leistungsabteilung des Jobcenters. Dort wurde am frühen Morgen Mitarbeiter Holger Kunath an seinem Schreibtisch gefunden, stranguliert mit einem Kabelbinder. Der Monitor seines Computers zeigt einen Abschiedsbrief, aber ist der glaubhaft? Ellen Berlinger zweifelt.

Die Arbeit im Jobcenter ist nichts für sensible Gemüter, nicht selten sind die Mitarbeiter Aggressionen oder Drohungen ihrer Kunden ausgesetzt. Bei Holger Kunath bezogen die sich vor allem auf Wohnungsfragen. Aufwendige Sanierungen von Innenstadtquartieren und die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum verdrängen auch in Freiburg die bisherigen Mieter, und dazu gehören viele Jobcenter-Kunden. Das Schicksal droht auch Cornelia Mai, die mit ihrer 16-jährigen Tochter Melinda im Jobcenter auftaucht. Frau Mai könnte wütend auf Holger Kunath sein, denn die Zahlung ihrer Miete lief über das Jobcenter. Ellen Berlinger fragt sich, warum Kunath das Geld nicht überwies, denn nun wird die Kündigung wirksam. Doch Frau Mai ist eher traurig als wütend, resigniert bunkert sie sich in ihrer Wohnung ein, daran kann auch Melinda nichts ändern.

Tatort  Freiburg/Mainz mit Heike Makatsch

  1. In seinen Augen 2022
  2. Blind Date 2021
  3. Zeit der Frösche 2018
  4. Fünf Minuten Himmel 2016