Start Staffel 33: „Großstadtrevier" mit Abschied von Jan Fedder

Neue Folgen „Großstadtrevier" im ZDF.

33. Staffel mit 16 neuen Folgen seit 27. Januar 2020  montags im ARD – Serien-Abschied von Jan Fedder am 4. Mai 2020.

Nach Jan Fedders überraschendem Tod am 30. Dezember 2019 haben sich Redaktion und Produktion der Serie „Großstadtrevier“ intensiv damit auseinandergesetzt, wie und wann sein Charakter Dirk Matthies aus der Hamburger Kult-Serie verabschiedet werden soll. Die Entscheidung ist gefallen: Das Ausscheiden von Polizeioberkommissar Dirk Matthies alias Jan Fedder erfolgt noch in der laufenden 33. Staffel. Aus diesem Grund wurde gestern, am 18. Februar, in der neuen Wache auf dem Gelände von Studio Hamburg ein nachträglicher Drehtag anberaumt.

„Jan Fedder hat das ‚Großstadtrevier‘ über Jahrzehnte mit seinem unverwechselbaren Charakter geprägt. Wir wären den vielen Menschen und ihrer großen Anteilnahme nach seinem Tod nicht gerecht geworden, hätten wir mit seinem Abschied bis zum nächsten Jahr gewartet“, erklärt hierzu Diana Schulte-Kellinghaus (NDR), Executive Producer der Serie. Die neuen Szenen werden in die Folge 452 mit dem Titel „Absolute Anfänger“ integriert. Wie der Abschied von Dirk Matthies inhaltlich erzählt wird, erfahren die Fernsehzuschauer voraussichtlich am 4. Mai 2020 im Ersten. Nur so viel: Im Polizeikommissariat 14 taucht ein mysteriöser Brief auf, mit dem die Dinge ihren unerwarteten Lauf nehmen.

Großstadtrevier - Eine Serie zieht um

27 Jahre lang hat die Crew in dem alten Rotklinkerbau die Vorabendserie "Großstadtrevier" für Das Erste gedreht und produziert. Nun soll alles anders werden, denn die Produktion zieht um auf das Gelände von Studio Hamburg am anderen Ende der Stadt.

"Ich hatte ja damals vehement dafür plädiert, dass die Wache in die Luft fliegt", erzählt Produzentin Claudia Thieme. Jan Fedder hadert noch mit dem Abschied von der alten Wache des "Großstadtreviers": "Wenn wir hier den Laden zumachen, dann macht auch in meinem Herz bestimmt irgendwas zu", sagt der Schauspieler während der letzten Drehtage in der alten Wache in Hamburg-Bahrenfeld.

Die Dokumentation begleitet über ein Jahr lang das "Großstadtrevier"-Team um Jan Fedder und Maria Ketikidou von den letzten Drehtagen an der alten Wache bis hin zur ersten Klappe im neuen Studio. Dazwischen liegen viele Monate harte Arbeit von Architekt Thomas Stromberger und Requisiteur Jan Meybek, von Umzugspackern und Handwerkern. "Im Grunde wollte jeder original seinen Schreibtisch mitnehmen. Niemand wollte irgendwas hierlassen", erzählt Requisiteur Jan Meybek. Doch wie soll das gehen? Die alte Wache fliegt bei einer Explosion in die Luft und mit ihr die über die Jahrzehnte lieb gewonnene Einrichtung. Wird es den Schauspielerinnen und Schauspielern gelingen, ein paar Requisiten mit in die neue Wache hinüberzuretten?

Die Produktion muss auch ein neues Außenmotiv finden. Und am Ende wird die Zeit doch etwas knapp bis zum Start der Dreharbeiten für die 33. Staffel "Großstadtrevier".

Mit der ersten Klappe in der neuen Wache steht auch der renommierte Kameramann Hagen Bogdanski vor der Herausforderung, Kamera und Regie beim "Großstadtrevier" zu übernehmen, während die Schauspielerinnen und Schauspieler noch mit den neuen Räumlichkeiten warm werden müssen.

"Großstadtrevier - Eine Serie zieht um" zeigt in ruhigen Bildern und lebendigen Reportageszenen, was es heißt, wenn ein Urgestein des deutschen Fernsehens noch einmal neu aufbricht. Ein emotionaler Umzug für die Produktion und die Darstellerinnen und Darsteller.

Start der 33. Staffel „Großstadtrevier" in neuer Polizeiwache am 27. Januar 2020 im Ersten

33. Staffel mit 16 neuen Folgen startet am 27. Januar – Gedenkfolge an Jan Fedder mit höchster Reichweite seit neun Jahren!

In 16 neuen Episoden hat die Crew vom „Großstadtrevier“ ab kommenden Montag, 27. Januar 2020, wieder äußerst knifflige und manchmal auch mysteriöse Fälle zu lösen. Zunächst beziehen die Polizisten vom PK 14 aber die neue Wache. In der Episode „Das neue Revier“ (Fo. 439, Buch: Sören Hüper und Beatrice Blank, Regie: Hagen Bogdanski) offenbart ein Umzugskarton ein überraschendes Geheimnis: die Schnullerkette der kleinen Maja. Vor 14 Jahren verschwand die damals Dreijährige und wurde nach ergebnislosen Ermittlungen für tot erklärt. Wer auch immer ihre Schnullerkette hinter einem Schrank im alten Kommissariat entsorgt hat, weiß sicher mehr – vielleicht auch, ob Maja noch lebt. Revierleiterin Frau Küppers (Saskia Fischer) gibt Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler) einen Tag Zeit, bevor der Fall zurück ans LKA geht.

In sieben der 16 neuen Folgen „Großstadtrevier“ ist der am 30. Dezember 2019 verstorbene Jan Fedder in seiner Paraderolle als Dirk Matthies zu sehen: in den Episoden 439 bis 441, 443 bis 445 und 447. Die Wiederholungsfolge „Ausnahmezustand“ (405) zum Gedenken an Jan Fedder erreichte am gestrigen Montag durchschnittlich 3,213 Millionen Zuschauer. Das bedeutet die höchste Reichweite für den Serienklassiker seit neun Jahren und ein Marktanteil von 12,5 Prozent.

Als seine Lieblingsfolge in der 33. Staffel nannte der Hamburger Volksschauspieler übrigens „Kleine Haie, fette Fische“ (440), in der die Polizisten vom „Großstadtrevier“ dem illegalen Glücksspiel in Hamburg einen Riegel vorschieben wollen und sich Dirk Matthies unter die Pokerspieler mischt. In einer Gastrolle ist Theaterregisseur Leander Haußmann als Kiez-Größe „der schicke Dieter“ zu sehen.

Großstadtrevier“: Eine neue Wache, ein dramatischer Ausstieg und eine freche Vertretung. Die 33. Staffel mit 16 Folgen startet am 27. Januar 2020 im Ersten

Nach der Explosion der alten Wache beziehen die Kiez-Polizisten vom „Großstadtrevier“ am 27. Januar 2020 ihr neues Domizil. Eine Zäsur in der Geschichte des Serienklassikers: 28 Jahre lang war die Wache in der Hamburger Mendelssohnstraße angesiedelt. Die 16 neuen Folgen wurden in einem zweistöckigen Studiobau und an Originalschauplätzen in Hamburg produziert. Das Studio mit Backsteinoptik ist mit modernster Technik ausgestattet, die auch gleichzeitig für eine warme und helle Atmosphäre sorgt.

Mit den Umzugskartons werden im neuen Revier auch gleich die ersten spannenden Fälle ausgepackt. So taucht eine Schnullerkette auf, die einem Mädchen gehörte, das seit 14 Jahren verschwunden ist. Hat jemand ein Beweismittel verschwinden lassen? Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler) dürfen den alten Fall in der ersten neuen Episode („Das neue Revier“) wieder aufrollen.

In den 16 Episoden hat die Crew des PK 14 wieder äußerst knifflige und manchmal auch mysteriöse Fälle zu lösen. Und auch personelle Veränderungen stehen an: Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz) wird bei einem Undercover-Einsatz schwer verletzt. Mit einem dramatischen Ausstieg verabschiedet sie sich nach sechs Folgen der neuen Staffel – vorläufig. Der Grund: Wanda Perdelwitz ist zwischenzeitlich Mutter eines Sohnes geworden. Mit Beginn der Dreharbeiten im kommenden Jahr wird sie wieder regulär für das „Großstadtrevier“ vor der Kamera im Einsatz sein. Ninas Vertretung Jessy Jahnke (Farina Flebbe) bekommt schon am ersten Tag eine Standpauke von Revierleiterin Küppers (Saskia Fischer). Dramatisch endet die 33. Staffel mit einer Doppelfolge („Frau Küppers und der Tod“ 1+2): Die Chefin muss sich einer Krebsdiagnose stellen, während die junge Kollegin Jessy vor der Frage steht, ob ihre Gefühle für einen Kollegen eine Zukunft haben können.

„Großstadtrevier“ wurde produziert von der Letterbox Filmproduktion im Auftrag der ARD-Werbung und der ARD für Das Erste. Ausführende Produzentin ist Dr. Claudia Thieme. Die Redaktion hat Franziska Dillberger, Executive Producer ist Diana Schulte-Kellinghaus (beide NDR).

„Großstadtrevier“, 16 neue Folgen ab 27. Januar 2020, montags um 18:50 Uhr im Ersten

Die letzte Schraube ist festgezogen, das letzte Computerkabel gesteckt - seit Mai 2019 ziehen die Beamten des PK 14 in ihre neue Wache auf dem Gelände von Studio Hamburg ein und beginnen mit den Dreharbeiten zur 33. Staffel „Großstadtrevier".

16 neue Folgen wird die Letterbox Filmproduktion bis Ende des Jahres produzieren. Das bewährte Team um Kommissariatsleiterin Frau Küppers (Saskia Fischer) und Urgestein Dirk Matthies (Jan Fedder) steht vor neuen Herausforderungen und spannender Ermittlungsarbeit in der pulsierenden Hansestadt. Zusammen mit den Zivilfahndern Harry Möller (Maria Ketikidou) und Piet Wellbrook (Peter Fieseler), den Streifenpolizisten Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz) und Lukas Petersen (Patrick Abozen) sowie den Wachhabenden Hannes Krabbe (Marc Zwinz) und Daniel Schirmer (Sven Fricke) durften sie das neue Revier bei einem Probedreh schon kennenlernen. „Wir werden uns nicht untreu, wir werden nur zeitgemäß. Die Wache brauchte ein neues Kostüm, wie auch Küppers mal einen neuen Haarschnitt. Vieles werden wir neu finden müssen, aber das hält wach und ist spannend. Neues macht neugierig! Und die Kollegen bleiben ja die Alten, da kann man sich drauf verlassen", sieht Saskia Fischer ihrem neuen Arbeitsumfeld freudig entgegen.

Mit den Umzugskartons werden auch gleich die ersten spannenden Fälle ausgepackt. In einem der Kartons wurde alles gesammelt, was sich hinter Schränken und in verborgenen Winkeln der alten Wache noch angefunden hatte. So auch eine Schnullerkette, die einem kleinen Mädchen gehörte, das seit 14 Jahren verschwunden ist. Doch wenn die Kette im Revier entsorgt wurde, hat jemand damit wohl ein Beweismittel verschwinden lassen. Harry Möller und Piet Wellbrook dürfen den alten Fall noch einmal angehen. Frau Küppers gibt ihnen einen Tag Zeit... Nina Sieveking und Lukas Petersen geraten in ein Familiendrama anderer Art: Eine todkranke Mutter und Großmutter möchte ihr Lebensende selbst bestimmen; ihre Tochter drängt jedoch auf weitere medizinische Behandlungen. Da schmiedet die Enkelin mit ihrer Oma den Plan für ein letztes Abenteuer, das allerdings in einem großen Polizeieinsatz endet. Und auch Harry Möller muss um ein Leben fürchten, um das ihres kleinen Sohnes, der nur dank eines Lebensretters nicht vom Auto überfahren wird. Doch dann entpuppt sich der Retter als Krimineller, was Harry in einen moralischen Zwiespalt treibt.

Wie gewohnt spielt neben der Spannung auch der norddeutsch-trockene Humor im „Großstadtrevier" eine wichtige Rolle. Ein Teenager, der öffentlich an einem Stuhl festklebt und kurz darauf zum viralen Hit wird, Hannes Krabbe, der seinem Kollegen Daniel ein „Pokerface" beibringt, und Frau Küppers, die sich dem Gesäß von Hannes Krabbe auf ungebührende Weise nähert - aus rein beruflichen Gründen, versteht sich. Es sind die kleinen, feinen Randbemerkungen und Gesten, die ein Herzstück der Kultserie ausmachen. Saskia Fischer fasst zusammen, worauf die Zuschauerinnen und Zuschauer sich freuen dürfen: „Frau Küppers würde es so formulieren: ‚Erstaunlich, was mein Team trotz der veralteten Ausstattung geleistet hat. Kaum auszudenken, was jetzt alles möglich wird!"

Rückblick – wie alles begann „Großstadtrevier“

Am 16. Dezember 1986 war die erste Folge „Großstadtrevier" mit dem Titel „Mensch, der Bulle ist `ne Frau" im ARD-Vorabendprogramm zu sehen. Keiner der Beteiligten - weder Krimi-Altmeister Jürgen Roland noch die einstigen Hauptdarsteller Mareike Carrière und Arthur Brauss - dürften damals damit gerechnet haben, dass 30 Jahre später das „Großstadtrevier" nach der „Lindenstraße" die älteste Serie im deutschen Fernsehen sein würde. Angefangen hat die Hamburger Polizeiserie mit einem brandheißes Thema: Ellen Wegener (Mareike Carrière) nahm als Beamtin im Streifendienst ihre Arbeit auf. Frauen im Polizeidienst waren in den 1980er Jahren bundesweit etwas Neues. Und so erregte die junge Polizistin im „Großstadtrevier" natürlich Aufsehen. Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fernsehens stand eine Frau im Mittelpunkt einer Polizeiserie. Den Bezug zu aktuellen Themen hat sich die beliebte ARD-Serie in all den Jahren bewahrt. Genauso wie sie seit 30 Jahren von den Machenschaften der „großen Haie" erzählt, hat sie liebevoll die Sorgen und Nöte der kleinen Leute auf dem Kiez im Blick.Vor 24 Jahren kam „der Neue"

In der Folge „Der Neue" (Sendetermin: 6.10.1992) kam Jan Fedder als Dirk Matthies in das Team der Kiezpolizisten. Zwei Jahre und 27 Folgen später stieß dann Hariklia („Harry") Möller in der Folge „Kein Tag wie jeder andere" (Sendetermin: 15.2.1994) dazu: eine Polizistin mit griechischen Wurzeln, als Migration in Deutschland noch ein Fremdwort war. Jan Fedder und Maria Ketikidou prägten gemeinsam mit so großartigen Schauspielern wie Peter Heinrich Brix, Dorothea Schenck oder Edgar Hoppe und Peter Neusser die Serie.

Jan Fedder: „Das ‚Großstadtrevier‘ ist mein Zuhause. Ich bin für viele mittlerweile eine Vaterfigur und versuche heute, vieles an die jüngeren Kollegen weiterzugeben!"

 

Dirk Matthies (Jan Fedder), Frau Küppers (Saskia Fischer), Paul Dänning (Jens Münchow), Harry Möller (Maria Ketikidou), Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz), Piet Wellbrook (Peter Fieseler), Daniel Schirmer (Sven Fricke), Hannes Krabbe (Marc Zwinz).  
Bild: Sender / ARD / Thorsten Jander
Dirk Matthies (Jan Fedder), Frau Küppers (Saskia Fischer), Paul Dänning (Jens Münchow), Harry Möller (Maria Ketikidou), Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz), Piet Wellbrook (Peter Fieseler), Daniel Schirmer (Sven Fricke), Hannes Krabbe (Marc Zwinz). Bild: Sender / ARD / Thorsten Jander
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