3 1/2 Stunden Spielfilm Deutschland 2021

Mo, 09.11.  |  2:30-4:00  |  SWR
Untertitel/VT Hörfilm/AD Zweikanalton  2021

DDR-Drama "3 1/2 Stunden" von Regisseur Ed Herzog zum Programmschwerpunkt "60 Jahre Mauerbau". „3 ½ Stunden“ schildert die Dramatik des 13. August 1961 aus ungewöhnlicher Perspektive.

Die Reisenden des Interzonenzuges von München nach Ost-Berlin erfahren 3 ½ Stunden vor Grenzübertritt, dass in Berlin die Mauer gebaut wird. In dieser kurzen Zeit bis zur ostdeutschen Grenze müssen sie eine existenzielle Entscheidung treffen: Aussteigen oder Weiterfahren. Nur noch wenige Stopps bis zur Grenze, die Zeit läuft unaufhaltsam, Geheimnisse, Ängste, Sehnsüchte und Abgründe kommen ans Licht – und die gesamte politische Befindlichkeit eines zerrissenen Landes spitzt sich in einem menschlichen Mikrokosmos auf Schienen zu.

Regisseur Ed Herzog inszeniert den Film nach einem Drehbuch von Robert Krause und Beate Fraunholz. Für die Kamera zeichnet Ngo The Chau verantwortlich. Zum großen Darstellerensemble gehören unter anderem Susanne Bormann, Jan Krauter, Jördis Triebel, Martin Feifel, Katrin Filzen, Peter Schneider, Jeff Wilbusch, die Sängerin und Schauspielerin Alina-Bianca „Alli“ Neumann sowie Uwe Kockisch und Steffi Kühnert.

Über „3 ½ Stunden“

13. August 1961: Die Reisenden des Interzonenzugs von München nach Ost-Berlin ahnen zu Beginn ihrer Fahrt noch nicht, dass dieser Tag ihr Leben komplett verändern wird. Je mehr sich der Zug der innerdeutschen Grenze nähert, desto stärker wird eine unglaubliche Meldung zur Gewissheit: Heute setzt die DDR-Regierung ihren lange geleugneten Plan um, baut in Berlin eine Mauer und macht die Grenze zur Bundesrepublik dicht. Die Reisenden aus der DDR müssen innerhalb kürzester Zeit – nämlich in 3 1/2 Stunden, die der Zug noch bis an die Grenze braucht – die Entscheidung für ihr weiteres Leben treffen. Werden die überzeugte Kommunistin Marlis (Susanne Bormann) und ihr vom sozialistischen Regime enttäuschter Mann Gerd (Jan Krauter) sich trennen und ihre Kinder auseinanderreißen? Werden die am Anfang ihrer Karriere stehende Sängerin Carla (Alina-Bianca Neumann) und ihre Band den beginnenden Erfolg im Osten gegen die fragile Mischung aus Freiheit und Ungewissheit im Westen tauschen? Gibt das ältere Ehepaar Melchior (Birgit Berthold und Harry Täschner) die Hoffnung und die Chance auf, den in Garmisch lebenden Sohn wiederzusehen? Wird Edith Salzmann (Luisa-Céline Gaffron), eine der ersten Lokführerinnen der DDR, den Zug über die Grenze zu seinem Zielbahnhof fahren?

Ed Herzog (Regisseur), die Darsteller*innen Jördis Triebel, Hannah Schiller und Martin Feifel sowie Ngo The Chau (Bildgestaltung). Bild: Sender / ARD Degeto / Bernd Schuller
Ed Herzog (Regisseur), die Darsteller*innen Jördis Triebel, Hannah Schiller und Martin Feifel sowie Ngo The Chau (Bildgestaltung). Bild: Sender / ARD Degeto / Bernd Schuller
Weiterfahren oder aussteigen: Vor dieser schicksalhaften Entscheidung standen Zugreisende nach Ostberlin am Tag des Mauerbaus, dem 13. August 1961. Der Event-Film verdichtet die Zerrissenheit des geteilten Landes in einer dramatischen Fahrt.

München am 13. August 1961. Der Interzonenzug D-151 mit DDR-Bürger:innen ist auf dem Weg nach Ostberlin. Plötzlich spricht sich die Nachricht von einem Mauerbau herum. Kommunistin Marlies, Tochter eines hohen NVA-Offiziers, erkennt sofort, welche Auswirkungen auf ihre Familie drohen. Ihr Mann Gerd, ein regimekritischer Ingenieur, drängt auf das Bleiben in der BRD. Mit jedem Halt rückt die Entscheidung näher, ob die Familie zerbricht - um welchen Preis könnte sie zusammenbleiben? Auch die Band von Sängerin Carla steht vor einer Zerreißprobe. Sie entscheidet sich für einen Neuanfang im Westen, trotz Ungewissheit, doch ihre große Liebe, Bassist Sasha Goldberg, möchte nicht aussteigen. Unterdessen bereitet sich auf der Ostseite die junge Lokführerin Edith Salzmann darauf vor, den Zug am letzten bundesrepublikanischen Halt zu übernehmen. Ein DEFA-Filmreporter soll über sie als eine der ersten Frauen in diesem Beruf berichten. Doch dann erwägt auch sie die Flucht in die Freiheit.

Darsteller:
Jeff Wilbusch (Sasha Goldberg)
Alli Neumann (Carla Engel)
Jan Krauter (Gerd Kügler)
Susanne Bormann (Marlis Kügler)
Martin Feifel (Arthur Koch)
Moritz Katzmair (Andi Erler)
Jördis Triebel (Christa Hartmann)
Hannah Schiller (Sabine Schulz)
Johannes Meister (Peter Laschke)
Karl Schaper (Siggi Tremper)
Birgit Berthold (Anna Melchior)
Harry Täschner (Ernst Melchior)
Peter Schneider (Rudolf Hoffmann)
Katrin Filzen (Ingrid Born)
Luisa-Céline Gaffron (Edith Salzmann)
Vincent Redetzki (Kurt Blochwitz)
Uwe Kockisch (Paul Fuchs)
Steffi Kühnert (VP Ulrike)
Eva Weißenborn (Frau Renner)
Kolja Rashed (Willi Kügler)
Klara Metten (Elke Kügler)
Zacharias Bullien (Hans Born)
Regie: Ed Herzog
Drehbuch:
Robert Krause
Beate Fraunholz

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