Plan A Spielfilm Deutschland/Israel/Großbritannien 2019

Mi, 21.10.  |  1:05-2:40  |  ARTE
Untertitel/VT Zweikanalton  Film, 2019
Basierend auf wahren Begebenheiten: 1945 plant eine Gruppe jüdischer Holocaust-Überlebender, als Vergeltung das Trinkwasser in Deutschland zu vergiften und sechs Millionen Menschen zu töten. Der Film erzählt von den Vorbereitungen der gefährlichen Geheimoperation - „Plan A“ genannt - und erinnert an ein vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte.

Der Jude Max kommt bei Kriegsende aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen frei. Frau und Kind hat er verloren. In seinem Haus wohnt jetzt Clemens, der Max und seine Familie verraten hat, mit wiederum seiner Familie. Max ist zunächst machtlos - und schwört Rache. In Avraham trifft er auf einen weiteren KZ-Überlebenden. Die beiden versuchen sich zu einem Flüchtlingscamp durchzuschlagen und stoßen dabei auf die Jüdische Brigade, eine der britischen Armee zugeordnete Einheit. Die Brigade sammelt Informationen über NS-Täter, die sie an Geheimdienste und die Ermittler bei den Nürnberger Prozessen weiterleitet; ihre Mitglieder greifen aber auch zum Mittel der Selbstjustiz.

Als ein Nazi mit Namen Bruno Langendorf hingerichtet werden soll, kann dieser fliehen. Max stellt den Mann, schafft es aber nicht, ihn zu töten. Eine geheimnisvolle Frau - Anna - taucht im letzten Moment auf und rettet Max, indem sie Langendorf erwürgt. Wie sich herausstellt, ist sie Mitglied der von Abba Kovner angeführten Gruppe Nakam, die aus jüdischen Partisanen besteht und ebenfalls Jagd auf Nazis macht, dabei aber sehr viel radikaler als die Jüdische Brigade vorgeht.

Als Rache für den Holocaust plant die Gruppe, in mehreren deutschen Städten das Trinkwasser zu vergiften und damit so viele Deutsche zu töten, wie es jüdische Opfer gab: sechs Millionen. Max gerät zwischen die Fronten der Nakam und der weniger radikalen Jüdischen Brigade und muss sich entscheiden.

Die deutsch-israelische Koproduktion “Plan A“ stellt sich in den Dienst der Botschaft, dass die große Kulturleistung nach dem Zweiten Weltkrieg - Hass nicht mit Hass zu vergelten - mühsam errungen werden musste.

Darsteller:
August Diehl (Max)
Sylvia Hoeks (Anna)
Michael Aloni (Michael)
Nikolai Kinski (Tzvi)
Milton Welsh (Belkin)
Oz Zehavi (Menash)
Eckhard Preuß (Clemens)
Barbara Bauer (Clemens' Frau)
Yehuda Almagor (Avraham)
Ishai Golan (Abba Kovner)
Kai Ivo Baulitz (Bruno Langendorf)
Regie:
Doron Paz
Yoav Paz
Drehbuch:
Doron Paz
Yoav Paz
Kamera: Moshe Mishali
Musikalische Leitung: Tal Yardeni

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