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Fr, 09.10. | 6:20-7:20 | NDR
* Brustkrebs: kein Krebs ist gleich; im Interview: Prof. Maggie Banys-Paluchowski, Gynäkologin und Brustkrebsexpertin vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Lübeck
Brustkrebs: kein Krebs ist gleich
Die Diagnose Brustkrebs trifft in Deutschland jedes Jahr etwa 75.000 Frauen und 700 Männer, für die meisten ein Schock. Die Krankheit und die nötigen Therapien bedeuten einen erheblichen Einschnitt ins Leben, bringen oft erhebliche körperliche und seelische Belastungen, Schmerzen, Ängste und Schwäche mit sich, zumindest vorübergehend. Die gute Nachricht: Tatsächlich steigen die Heilungschancen seit Jahren an. Grund dafür: immer bessere und individuellere Therapiemöglichkeiten. Entscheidend für diese Entwicklung sind insbesondere Fortschritte in der Pathologie. An Gewebeproben werden mit modernen biomedizinischen Methoden die spezifischen Eigenschaften des Tumors bestimmt. Und genau dieser Fingerabdruck entscheidet darüber, welche der modernen, zielgerichteten Therapien wie Antikörper oder Antihormone am besten passen und auf welche körperlich belastenden Schritte wie Bestrahlung oder Chemotherapie verzichtet werden kann.
So können heute auch seltener vorkommende Krebsformen gut behandelt werden. Das invasiv lobuläre Karzinom macht etwa zehn bis 15 Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Diese tückische Krebsform bildet keine tastbaren Knoten, sondern breitet sich diffus im Gewebe aus. Hier bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, um diese Gefahr nicht zu übersehen.
Im Interview: Prof. Maggie Banys-Paluchowski, Gynäkologin und Brustkrebsexpertin vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Lübeck.
Moderation: Vera Cordes
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