WeltWeit Wohn(t)räume in der Krise. Wie sollen wir in Zukunft leben?
Fr, 09.10. | 21:20-22:00 | ORF 2
Dokumentation
In Schweden verzichten immer mehr Menschen auf den Traum vom klassischen Einfamilienhaus - und das nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus ökologischen Gründen: Mehr Neubauten bedeuten mehr Bodenversiegelung. Die Idee: Alter Immobilienbestand wird für ein nachhaltiges Zusammenleben genützt. Lena Hager trifft in Stockholm die Architektin Anna Sundham, die sich sowohl privat als auch beruflich mit dem Thema beschäftigt: Sie hat ein 100 Jahre altes Haus co-living-gerecht renoviert und lebt dort nun mit mehreren Menschen unter einem Dach.
In den USA ist im Sunshine-State Kalifornien die Zahl der Menschen, die in einem Wohnmobil leben, stark gestiegen. Der Grund: Die extrem hohen Immobilien- und Mietpreise. Ein Drittel der Häuser und Wohnungen am Markt kostet über eine Million Dollar. Selbst Doppelverdiener können sich kaum noch leisten, in innerstädtischen Gebieten zu leben. Patrick A. Hafner trifft Familie Hernandes aus Los Angeles, die in einen Wohnwagenpark gezogen ist, weil sie trotz eines Einkommens von 5.000 Dollar im Monat eine Mietwohnung kaum bezahlen können. Doch das Leben zu dritt in einem 30 Quadratmeter großer Camper ist herausfordernd.
In Spanien überzieht eine veritable Wohnungskrise inzwischen das ganze Land. Maren Häußermann trifft in Barcelona Elinor, die das erste kooperative Wohnprojekt für ältere Menschen umsetzt. Es soll ein Zuhause werden, in dem sie gemeinsam mit anderen selbststimmt und aktiv altern kann. Es geht darum, Gemeinschaft zu leben, um drohende Einsamkeit im Keim zu ersticken, und darum, die von Übertourismus und Immobilienspekulation geprägte Stadt wieder zurückzuerobern für ein lebenswertes Älterwerden.
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