Kein Wort Spielfilm Deutschland/Frankreich/Slowenien 2023

Mo, 21.09.  |  0:05-1:38  |  Das Erste
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  2023

Sensibles Familiendrama der deutsch-slowenischen Regisseurin Hanna Slak.

Nina, eine erfolgreiche Dirigentin, steckt mitten in einer intensiven Probenphase, als ihr Sohn Lars nach dem gewaltsamen Tod einer Mitschülerin zunehmend verstörendes Verhalten zeigt. Trotz des beruflichen Drucks zieht sie sich mit ihm auf eine abgelegene Insel in der Bretagne zurück, um ihrer entfremdeten Beziehung eine neue Chance zu geben. Doch Lars verschließt sich weiterhin jeder Annäherung. 

Kein Wort:  Mit einem spontanen Ausflug ans Meer versucht Nina (Maren Eggert), die Verbindung zu ihrem Sohn Lars (Jona Levin Nicolai) wiederherzustellen – doch es ist vergeblich. Bild: Sender / Volte
Kein Wort: Mit einem spontanen Ausflug ans Meer versucht Nina (Maren Eggert), die Verbindung zu ihrem Sohn Lars (Jona Levin Nicolai) wiederherzustellen – doch es ist vergeblich. Bild: Sender / Volte
Stardirigentin Nina (Maren Eggert) steht kurz vor einem prestigeträchtigen Karriereschritt: ein Konzert unter ihrer Leitung von Mahlers Fünfter Symphonie mit den Philharmonikern. Doch dann müssen die Proben plötzlich unterbrochen werden. Ninas Sohn Lars (Jona Levin Nicolai) hat sich bei einem Unfall in der Schule verletzt. Nina steht vor einem Dilemma: Kann sie die Proben ruhen lassen, um in einem vielleicht lebensentscheidenden Moment ganz für Lars da zu sein? Die Entscheidung, die sie trifft, ist ein Kompromiss: Für fünf Tage verlässt Nina das Orchester, um das zu machen, wozu Lars sie trotzig herausfordert – gemeinsam auf die Insel in Westfrankreich zu fahren, auf der sie im Sommer ihre Ferien verbringen.
Im Winter aber ist die Insel kein Ferienparadies, sondern windig, dunkel und kalt. In dem kleinen Haus am Strand sind Mutter und Sohn einander ausgesetzt. Die Gedanken an die Musik verfolgen Nina, die Anrufe vom Festland beunruhigen sie. Sabotiert sie gerade ihre Karriere, die sie sich so mühsam erkämpft hat? Und – wofür? Lars zieht sich jeden Tag weiter zurück. Missverständnisse mehren sich, Vermutungen werden zu Verdächtigungen: War Lars Zeuge von einem grausamen Verbrechen in der Schule, hat er gar daran mitgewirkt?
Ein Wintersturm kappt die letzte Verbindung zum Festland. Es kommt zu einer gefährlichen Konfrontation. Nina und Lars werden gerettet, doch das Vertrauen zwischen Mutter und Sohn ist verloren. Am Ende der fünf Tage setzt Nina alles auf einen letzten Versuch, die Beziehung zu Lars zu retten. Stumm arbeitet sie an Lars' Seite an einem kaputten Segelboot. Sie können wieder miteinander sprechen. Ein Vergeben ist möglich, ein neuer Anfang.
Nina kehrt zum Orchester zurück. Mit Mahlers Musik fühlt sie sich jetzt intim verbunden. Sie dirigiert inspiriert von all dem, was sie erlebt hat: von den Abgründen des Verlusts, von der Demut der Liebe, von dem Wissen, dass sich nicht alles im Leben bestimmen lässt.

*
Personen:
Nina Palcek___________________Maren Eggert
Lars Goff_____________________Jona Levin Nicolai
Frau Gyamfi___________________Gina Haller
Yura__________________________Yura Yang
Julijan_______________________Marko Mandic
Mr. Ito_______________________Ryuzo Fukuhara
Mr. Ito’s Assistant___________Takuya Sumitomo
Pelnoff_______________________Matino Antunovic
Alex Goff_____________________Mehdi Nebbou
Barban________________________Maryam Zaree
Guen__________________________Juliane Siebecke
und andere

Musik: Amelie Legrand
Kamera: Claire Mathon
Buch: Hanna Slak
Regie: Hanna Slak

Darsteller:
Maren Eggert (Nina Palcek)
Jona Levin Nicolai (Lars Goff)
Gina Haller (Frau Gyamfi)
Yura Yang (Yura)
Marko Mandic (Julijan)
Ryuzo Fukuhara (Mr. Ito)
Takuya Sumitomo (Mr. Ito’s Assistant)
Matino Antunovic (Pelnoff)
Mehdi Nebbou (Alex Goff)
Maryam Zaree (Barban)
Juliane Siebecke (Guen)
Regie: Hanna Slak
Kamera: Claire Mathon
Musikalische Leitung: Amélie Legrand
Buch: Hanna Slak

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