Mit dem Zug durch Vietnam Ein Film von Philipp Abresch
Di, 11.08. | 10:25-11:10 | WDR
Kaum etwas hat all die Träume der Vietnamesen mehr beflügelt als der Reunification Express. Der Zug fährt von Nord nach Süd und wieder zurück, von der Hauptstadt Hanoi hinunter in die zweite große Metropole: Ho Chi Minh City, das frühere Saigon. Der Film begleitet Passagiere und Zugpersonal bei ihren kleinen und großen Abenteuern auf der langen Reise durch ein faszinierendes Land.
In Hanoi dampft und brodelt es überall: Die Dumplings von Madame Chung, die Krabben von Herrn Nguyen, eine Pho genannte fett Nudelsuppe von Frau Lien - alles Streetfood wie von einem anderen Stern. Dann geht es los Richtung Süden, knapp 2.000 Kilometer lang ist die Reise, eine Ruckelpartie, die zwei Tage und Nächte dauert.
Der Reisbauer Vang Seo ist schon 80 Jahre alt, aber bestellt wie eh und je seine Felder auf den Reisterrassen von Ha Giang in Vietnams hohem Norden. Die Gegend ist atemberaubend schön, vor allem im Herbst, wenn die satten grünen Felder im Licht der tief stehenden Sonne erleuchten. Hier lebt auch die 18-jährige Thi Luyen in einem Bergdorf. Sie ist gerade zum ersten Mal Mutter geworden. Jetzt zieht sie als Hebamme über die Dörfer, um anderen jungen Frauen beizustehen, damit sie in der Abgeschiedenheit der Bergwelt ihr Kind gesund auf die Welt bringen. Und ein älterer Herr stellt wunderschöne, traditionelle Laternen her und taucht damit Gassen und Plätze in ein warmes unverwechselbares Licht. Welch ein magisches Erlebnis, bevor schließlich die grellen Lichter von Ho Chi Minh am Horizont erscheinen.
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