Preis der Freiheit DE 1966
ZDF-Dreiteiler über die Wendezeit mit Nadja Uhl, Barbara Auer und Nicolette Krebitz in den Hauptrollen.
Vor 30 Jahren brachte die Friedliche Revolution die Mauer zu Fall und bot die Möglichkeit, Deutschland zu vereinigen. Als Programmhighlight zum Jubiläum zeigt das ZDF den ZDF-Dreiteiler "Preis der Freiheit". Das Ost-West-Drama erzählt die Geschichte dreier Schwestern in den Umbruchjahren zwischen 1987 und März 1990.
Unter der Regie von Michael Krummenacher spielen Nadja Uhl, Barbara Auer, und Nicolette Krebitz. In weiteren Rollen sind Oliver Masucci, Godehard Giese, Angela Winkler, Joachim Król, Janina Fautz, Aaron Hilmer, Michelangelo Fortuzzi, Jonathan Berlin, Thomas Thieme und viele andere zu sehen. Die Drehbücher stammen von Michael Klette, Charlotte Wetzel, Gabriela Sperl und Michael Krummenacher.
1987. Die Mauer trennt die DDR von der BRD. Margot (Barbara Auer), Lotte (Nadja Uhl) und Silvia (Nicolette Krebitz) sind drei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Margot beobachtet als ranghohe Mitarbeiterin der Kommerziellen Koordinierung ohnmächtig, wie ihr Land auf einen Staatsbankrott zumarschiert. Ihre Behörde hat lange Zeit als kapitalistische Devisen-Beschaffungsmaschine die DDR finanziell stabilisiert. Doch jetzt muss sie sich fragen, ob die DDR – wirtschaftlich am Ende und unter dem Ansturm der aufbegehrenden Bevölkerung – zu retten ist.
Ihre Schwester Lotte (Nadja Uhl), alleinerziehende Mutter eines Teenagers, beginnt zur selben Zeit das System zu hinterfragen und engagiert sich für die Umweltbewegung in der DDR. Die jüngste Schwester Silvia (Nicolette Krebitz) gilt als tot, lebt aber mit neuer Identität im Westen. Sie hat ihre Kinder in der DDR zurücklassen müssen. Im Westen arbeitet sie daran, das DDR-Regime zu zerschlagen und ihre damals zurückgelassenen Kinder wieder für sich zu gewinnen.
Die Gruppe von Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA), von der in diesem Fernsehspiel die Rede ist, setzt sich aus Freiwilligen und Eingezogenen zusammen. Jeder misstraut jedem. Keiner weiß, was er von seinem Kameraden zu halten hat. Alle tragen sie die gleiche Uniform, sprechen die gleiche Sprache.
Aber sie denken nicht gleich. Da ist der Übereifrige, der Zögernde, der Überzeugte und der Zweifler, jener, der sich angepasst hat, und jener, der die Flucht plant.
Eine Nacht vergeht in Mannschaftsbaracken, zwischen Wachtürmen, am Todesstreifen, der Deutschland von Deutschland trennt. Der Plan einer Ostberliner Studentengruppe, einen Fluchtversuch zu unternehmen, scheitert, noch bevor er in die Tat umgesetzt wurde, weil die jungen Studenten der nervlichen Belastung nicht gewachsen sind. Dem Gefreiten Petri jedoch gelingt es, in den Westen zu fliehen: Aber der Preis für seine Freiheit ist, dass er, um seine Flucht zu ermöglichen, einen Kameraden niedergeschlagen hat.
Der Film schließt, als Westberliner Polizisten Petri in ihre Baracke aufnehmen, während auf der anderen Seite der Schwerverletzte von einem Lkw abgeholt wird.
Darsteller:
Eberhard Fechner (Pierott)
Ortwin Speer (Hönisch)
Jochen Genscher (Drehmel)
Lutz Mackensy (Grüttner)
Peter Müller (Petri)
Nikolaus Dutsch (Rühl)
Fritz Hollenbeck (Firtzlaff)
Wolfgang Zerlett (Schillack)
Herbert Leonhardt (Kompaniechef)
Thomas Danneberg (Georg)
Martin Prior (Erwin)
Regie: Egon Monk
Drehbuch: Dieter Meichsner
Kamera: Walter Fehmder
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