Auf dünnem Eis

Winter in Berlin. Mitten in der Nacht fährt die Köchin Ira (Julia Koschitz) auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung einen Obdachlosen an. Konrad hat sich dort mit seinem Hund ein Lager errichtet.

Obwohl müde und erschöpft von ihrer Arbeit in einem Hotelrestaurant, bringt sie den nur leicht verletzten Konrad in das nächstgelegene Krankenhaus. Damit beginnt der gemeinsame Weg von Ira und Konrad.

Im Spannungsfeld zwischen Mitgefühl und Abwehr beginnt Ira sich mit der Frage nach ihrem Platz im Leben auseinanderzusetzen. Erst kürzlich ist ihre Ehe zerbrochen, und sie lebt nun mit ihrem neunjährigen Sohn Lukas allein. Ihr Job als Köchin bringt sie nicht nur wegen der extremen Arbeitszeiten an ihre Grenzen.

Konrad dringt immer weiter in Iras Alltag ein. Um ihn loszuwerden, versucht sie, ihm seinen Platz im Leben zurückzugeben. Sie lässt ihn bei sich übernachten, leiht ihm Klamotten und begleitet ihn bei Behördengängen.

Iras Ex-Mann Bernhard sucht wieder reumütig den familiären Anschluss, fühlt sich aber von Konrad gestört und bedroht. Als Ira ihren Job verliert, wird ihr bewusst, wie fragil die eigene bürgerliche Existenz ist, und ihr entgleitet zunehmend ihr Leben.

Auf dünnem Eis: Konrad (Carlo Ljubek) will keinen Stress mit Iras Ex-Mann Bernhard (Markus Gertken). Aber Ira (Julia Koschitz) ist entsetzt über dessen Reaktion. Bild: Sender / ZDF/ Stephanie Kulbach
Auf dünnem Eis: Konrad (Carlo Ljubek) will keinen Stress mit Iras Ex-Mann Bernhard (Markus Gertken). Aber Ira (Julia Koschitz) ist entsetzt über dessen Reaktion. Bild: Sender / ZDF/ Stephanie Kulbach