Vorgestellt Instrumentalkonzerte des 18. Jahrhunderts
Mi, 21.10. | 11:30-12:00 | Ö1
In Paris um 1735 begeistert der Oboist Alessandro Besozzi mit seinem Spiel. Und trotzdem kann sich das Pariser Publikum mit der Oboe als Soloinstrument nicht anfreunden. Inspiriert von dieser Geschichte versammelt die Oboistin Céline Moinet auf ihrem neuen Album Oboenkonzerte, die aus unterschiedlichen europäischen Traditionen stammen und zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind. Alessandro Besozzis Konzert „Concert pour Paris“ gibt der Neuerscheinung den Titel. Céline Moinet besticht durch ihren kristallklaren, zugleich warmen und lebendigen Klang. Dazu harmoniert das Folkwang Kammerorchester Essen, das für seine historisch informierte Spielweise bekannt ist. In Berlin im Jahr 1752 schreibt Johann Joachim Quantz: „Die Bratsche wird in der Musik mehrentheils für etwas geringes angesehen“. Ähnlich wie die Oboe teilt die Bratsche das gleiche Schicksal im 18. Jahrhundert: Als Soloinstrument zählt sie als wenig bevorzugtes Instrument. Erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts rücken Komponisten wie Johann Gottlieb Graun oder Markus Heinrich Grauel die solistischen Qualitäten der Viola ins Licht.Der Bratschist Johannes Pramsohler, der mit seinem weichen und kantablen Spiel überzeugt, präsentiert auf der Neuerscheinung fünf Bratschenkonzerte, darunter vier Weltersteinspielungen. Begleitet wird er vom Ensemble Diderot.
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