Vorgestellt Virtuoses Klavier – einfühlsame Geige

Mo, 20.07.  |  11:30-12:00  |  Ö1
Der Geiger Ning Feng legt gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam sämtliche Mozart-Violinkonzerte vor und der Pianist Lukas Geniusas widmet sich Fantasien von Schubert und Tschaikowsky.

Der Geiger Ning Feng legt gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam sämtliche Mozart-Violinkonzerte vor und der Pianist Lukas Geniusas widmet sich Fantasien von Schubert und Tschaikowsky.Freiheit der Form und dramatische Fantasie prägen die neue Aufnahme des Pianisten Lukas Geniusas. Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester St. Gallen unter der Leitung von Modestas Pitrenas widmet er sich zwei Werken, die den Begriff der „Fantasie“ auf ganz unterschiedliche Weise ausloten. Im Zentrum steht Schuberts berühmte Wanderer-Fantasie in der Bearbeitung von Franz Liszt für Klavier und Orchester. Aus dem ursprünglich für Soloklavier geschriebenen Werk wird so ein groß angelegtes, nahezu symphonisches Klavierkonzert. Geniusas gestaltet diese Musik mit Klarheit und Präzision, das Orchester antwortet mit kraftvollem, dichtem Klang.Ergänzt wird das Programm durch Tschaikowskys Konzertfantasie von 1884. Nur 60 Jahre trennen die beiden Werke. Doch im so dichten und sich rasant wandelnden 19. Jahrhundert resultieren daraus zwei völlig unterschiedliche Klangwelten. Die Gegenüberstellung beider Werke eröffnet spannende Perspektiven auf eine Gattung zwischen Freiheit und innerer Ordnung.Auch die zweite Neuerscheinung der Sendung steht im Zeichen von Ausdruckskraft und musikalischem Dialog: Der Geiger Ning Feng hat gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam sämtliche Violinkonzerte Mozarts eingespielt. Die fünf Werke, überwiegend 1775 entstanden, zeigen Mozart bereits als Komponisten mit feinem Gespür für Theater und dramatische Kontraste. Ning Feng versteht sich dabei nicht als dominierender Solist, sondern als „Primus inter Pares“. So entsteht ein lebendiges Wechselspiel zwischen Solovioline und Ensemble.Besonders reizvoll sind auch die historischen Instrumente, die er für die Aufnahme verwendet: eine Nicolò-Amati-Geige von 1665 und eine Francesco Rugeri von 1694. Ihre unterschiedlichen Klangfarben verleihen den Konzerten zusätzliche Nuancen und machen die stilistische Entwicklung innerhalb des Zyklus hörbar.

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