Drehstart für „Die Macht der Kränkung“ in Wien und Linz

Umut Dağ inszeniert die sechsteilige ORF/ZDFneo-Dramaserie. Das neoriginal mit Murathan Muslu, Julia Koschitz, Johanna Wokalek, Antje Traue und anderen.

Erste Klappe für „Die Macht der Kränkung“ (AT)! In Wien und Linz haben im Herbst 2020 die Dreharbeiten zu einer sechsteiligen ORF/ZDFneo-Dramaserie begonnen. Darin geht es um ein Amokszenario in einem Einkaufszentrum. In jeder Folge stehen das Schicksal und die Kränkungen einer Figur im Fokus, die mehr und mehr in einen Ausnahmezustand gerät und so zum Täter werden könnte. Unter der Regie von Umut Dağ steht mit u. a. Murathan Muslu, Julia Koschitz, Johanna Wokalek, Antje Traue, Lea Zoë Voss, Jonas Holdenrieder und Ulrike Willenbacher ein hochkarätige Ensemble vor der Kamera. Agnes Pluch schrieb die Drehbücher. Die Serie beruht auf der Grundidee des Sachbuches „Die Macht der Kränkung“ des österreichischen Psychiaters Reinhard Haller. Zu sehen voraussichtlich 2021 in ORF 2.

Georg (Murathan Muslu) ist Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Für seine durch einen Unfall erblindete Frau Eva (Antje Traue) hat er sich mit Mixed Martial Arts und Anabolika im wahrsten Sinne „stark“ gemacht. Aber sein Körper reagiert darauf und zeigt ihm gefährlich deutlich die Grenzen auf. Er möchte zum Teamleiter aufsteigen, um Eva ein besseres Leben bieten zu können, aber zu viele Situationen eskalieren. Mira (Julia Koschitz) ist nicht die einzige, die sich bei Georgs Vorgesetzten über ihn beschwert. Dabei steht für Mira an diesem Tag viel auf dem Spiel. Ihr Job ist alles für sie. Für ihren Arbeitgeber hat sie ein neues Produkt entwickelt, aber ihr Chef, mit dem sie eine Affäre hat, droht sie dabei zu hintergehen. Zu ihrer Mutter Ingeborg (Ulrike Willenbacher) hat Mira ein angespanntes Verhältnis. Dabei möchte Ingeborg sich mit ihrer Tochter aussöhnen, jetzt wo sie nach dem Tod ihres Mannes eine neue Liebe gefunden hat. Ihrem Nachhilfeschüler Paul (Luis Aue), zu dem Ingeborg eine sehr innige Beziehung hat, zieht es den Boden unter den Füßen weg, als er erfährt, dass Ingeborg der Liebe wegen ins Ausland gehen möchte. Pauls Mutter Sarah (Johanna Wokalek) ist ihm dabei keine Hilfe. Als Ärztin und alleinerziehende Mutter ist sie immer am Limit, ihren Stress kann sie zuweilen nur mit Tabletten und Hochprozentigem aushalten. Lorenz (Jonas Holdenrieder) kellnert in der Shopping-Mall. Bei seiner Vorgeschichte ist er froh, den Job bekommen zu haben. Er ist heimlich verliebt in Saschi (Lea Zoë Voss), die als Friseurin auch im Einkaufszentrum arbeitet. Aber Saschi hat eigentlich eine Beziehung mit Mario (Paul Wollin), einem Sicherheitsbeamten und Kollegen von Georg.

Drehbuchautorin Agnes Pluch hat die Figuren sensibel miteinander verwoben und dringt tief in deren Psyche ein. Das Dramatische liegt hier im Alltäglichen. Jede der Hauptfiguren erfährt Kränkungen und wird auch selbst zum Kränkenden. Doch wann sitzt der Schmerz bei einem Menschen so tief, dass er sich gewaltsam Bahn brechen muss?

Murathan Muslu, Antje Traue. Bild: Sender / ORF / Mona Film / Tivoli Film / Petro Domenigg
Murathan Muslu, Antje Traue. Bild: Sender / ORF / Mona Film / Tivoli Film / Petro Domenigg
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