Alltag in Berlin Die 70er Jahre
Fr, 04.09. | 22:15-23:15 | RBB
Bunt, laut, politisch aufwühlend - eine Stadt im Wandel, so erlebten die Berliner die 70er Jahre.
Erich Honecker wurde zum ersten Mann der DDR, die Ost/West-Beziehungen entspannten sich, die Ölkrise brachte die Wirtschaft ins Schleudern, Antiatomkraftgegner formierten sich und Terroranschläge erschütterten die Bundesrepublik. In dem Film "Alltag in Berlin - Die 70er Jahre" stehen diese historischen Ereignisse allerdings nicht im Mittelpunkt. Es geht viel mehr um das alltägliche Leben in der geteilten Stadt.
Es war viel los in Berlin: Hippies inspirieren mit ihren Gewändern die Maximode. Die Trimm-Dich-Bewegung löst eine Fitnesswelle aus. Junge Leute kaufen ihre Möbel beim Trödler. Die Jesus-Bewegung findet immer mehr Anhänger. Ein neuer Stadtteil namens Marzahn entsteht. Spanien wird zum Urlaubsziel Nummer eins. Das Jahr der Frau will mit alten Klischees aufräumen. Der Palast der Republik wird eröffnet. In Wohngemeinschaften werden neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert. Die Discowelle lockt Teenager in die Tanzschulen. Punks artikulieren ein neues Lebensgefühl.
Viele Aufnahmen sind zum ersten Mal seit der damaligen Zeit wieder im Fernsehen zu sehen. Das Ganze wird ergänzt durch historische Werbeclips und reichlich Musik: Puhdys, Daliah Lavi, Ton Steine Scherben, Vader Abraham, The Sweet, Renft, Nina Hagen, Michael Holm, Abba und Village People - sie alle prägten den Sound der 70er Jahre.
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