Ausgewählt Barocker Impressionismus?
Do, 22.10. | 10:05-11:00 | Ö1
Angeregt vom Musikverleger Jacques Durand, wollte Claude Debussy in seinen letzten Lebensjahren sechs Sonaten komponieren, die als Hommage an die französischen Komponisten des 18. Jahrhunderts gedacht waren. Die Gründe für diese kompositorische Neuorientierung sind vielfältig: Einerseits spielten die Auswirkungen des 1. Weltkriegs und der damals grassierende Nationalismus eine Rolle, andererseits war Debussy von der formalen Klarheit und Leichtigkeit der Werke Couperins und Rameaus fasziniert. Von den geplanten sechs Sonaten konnte der Meister des Impressionismus leider nur noch drei vollenden. Allein diese Werke hören zu können, ist jedoch ein Hochgenuss, werden in ihnen doch Formvollendung und Spontaneität auf einzigartige Weise ineinander verschmolzen.
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