Radiokolleg Straßenmusik- Zwischen Kunst und Lärm (4)
Do, 22.10. | 9:45-10:00 | Ö1
Ferrara, im Norden Italiens: Seit 1988 wird die Renaissance-Stadt am Po Ende August zum Treffpunkt Tausender Straßenmusiker:innen. Das Ferrara Buskers Festival ist das größte und älteste seiner Art. In der historischen Innenstadt mit ihren Palazzi und Plätzen feiern Singer-Songwriter:innen, Chöre, Bands und Solist:innen aus aller Welt ein Fest der Kleinkunst – aus Chile, Argentinien, Südkorea, den Vereinigten Staaten und vielen europäischen Ländern.Doch das Festival steht auch für die Widersprüche der Straßenmusik. Zuletzt sorgten Eintrittskarten und ein verlegter Veranstaltungsort für Diskussionen: Wie viel Kommerz verträgt eine Kunstform, die von der Freiwilligkeit lebt und vom Zufall des Vorübergehens? Wer sich in Europa als Straßenmusiker:in verdingt, kommt ohnehin an Bürokratie, Platzkarten und Verordnungen nicht vorbei – und an Vorurteilen. „Man steht schon ziemlich nackt vor den Menschen“, erzählt ein Musiker.Ein Blick auf ein Festival im Wandel – und auf die Frage, wie Straßenkunstfestivals sich in Zukunft in Europa entwickeln sollen. Gestaltung: Verena Gruber
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