Vorgestellt Das Debütalbum von Lukas Sternath
Di, 20.10. | 11:30-12:00 | Ö1
Seine Laufbahn ist bislang wirklich beeindruckend: Seit 2022 spielt sich der 25-jährige Wiener Lukas Sternath durch die Konzertsäle der Welt – und in die Herzen des Publikums. Er verfügt über eine unprätentiöse, geradezu selbstverständliche, aber stupende Virtuosität. Auch die emotionale Tiefe seiner Interpretationen scheint bei ihm wie von selbst ausgelotet. Diese – natürlich in wohl Tausenden von Stunden erarbeitete – Leichtigkeit ist es vielleicht, was Sternaths Spiel so faszinierend macht. Sein Konzertkalender ist durchgehend dicht bestückt – insofern hat es schon eine Zeit gedauert, bis das Debütalbum fertig war.Es erscheint beim neuen Label von Igor Levit („no silence“) und präsentiert mit Werken von Schubert und Liszt kein gezwungen originelles Programm. Vielmehr beweist es durch die Auswahl von sehr berühmten Stücken auch Mut!Der Musikbogen geht dabei (mit Liszt als Arrangeur der Schubert-Lieder) vom düsteren Intro des „Wanderers“ bis zum auch nicht gerade frohlockenden Ende des „Ständchens“ D 957/4 („Leise flehen meine Lieder“). Dazwischen stehen Schwergewichte wie Schuberts Wanderer-Fantasie oder das zweite Jahr der „Années de pèlerinage“ von Liszt (inklusive der Dante-Sonate). Der Zusammenhang dabei? Die menschliche Stimme. Alle Werke haben einen starken Bezug zum Gesang.Sternath, ehemals Wiener Sängerknabe (was ihn mit Schubert verbindet) erzählt, beim Üben sehr oft mitzusingen, um den „Atem“ der Werke zu verstehen. Das und mehr ist ihm beeindruckend geglückt.
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