Ausgewählt „Ach, irdische Größe erlischt wie ein Traum“
Di, 20.10. | 10:05-11:00 | Ö1
Ist Lortzings Größe, wie der Titelheld seiner Oper „Zar und Zimmermann“ sinniert, wirklich erloschen? Lässt sich der einstmalige Meister der Deutschen Spieloper einem heutigen Publikum noch näherbringen? Die Oper Leipzig machte es vor: Erst im vergangenen Frühjahr hat sie mit dem erfolgreichen „Lortzing Festival 26“ bekanntere Titel wie „Der Waffenschmied“, „Zar und Zimmermann“ sowie Raritäten wie die Zauberoper „Undine“ und die der Revolution verpflichtete „Regina“ präsentiert. Am 23. Oktober 1801 in Berlin geboren, erwies sich der Sohn eines „Gaukler“-Ehepaars in den nicht einmal 50 Lebensjahren, die ihm beschieden waren, als wahrer Tausendsassa. Als Schauspieler, Tenor, Kapellmeister und Dichterkomponist leistete er Außerordentliches. Wir finden Überraschendes, wie das Oratorium „Die Himmelfahrt Jesu Christi“, die Schauspielmusik zu Grabbes „Don Juan und Faust“ und das Singspiel „Szenen aus Mozarts Leben“, meisterlich angelehnt an dessen Musik; vor allem aber rund 15 Opern, von seinem Erstling „Ali Pascha von Janina“ bis zu seinem letzten vollendeten Werk, „Die Opernprobe“, aus seinem Todesjahr 1851. Die sängerische Besetzung unseres Streifzuges kann sich jedenfalls sehen und vor allem hören lassen: Legenden wie Richard Tauber, Gottlob Frick und Fritz Wunderlich, aber auch jüngere Semester sind vertreten, darunter Barbara Bonney, Peter Seiffert, Franz Hawlata, Thomas Quasthoff, Ruth Ziesak und Bo Skovhus.
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