Matinee Yannick Nézet-Séguin – Mahlers Dritte
So, 18.10. | 11:03-11:50 | Ö1
„Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen“, so der Komponist selbst. Treffender könnte es in diesem Zusammenhang nicht sein: Mit seiner Dritten Symphonie erschuf Mahler einen eigenen, monumentalen Kosmos, in dem sich alles zu vereinen scheint. Für ihn typisch, schafft er eine Gegenüberstellung inhaltlich und klanglich konträrer Elemente – von mysteriös und zart bis hin zu derb und naiv. Unbekümmerte Melodien, die ins Groteske verzerrt werden, volksliedhafte und marschartige Idiome sowie die Nachahmung von Tierlauten bilden eine doppelbödige Einheit. Antworten auf die großen Fragen des Lebens werden gesucht, gefunden wird die Erlösung schließlich im innig-beseelten Adagio, die den versöhnlichen Abschluss des Werks bildet. (Valentina Strobl)
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