Du holde Kunst Stimmen-Galerie: Till Firit

So, 19.07.  |  8:15-9:00  |  Ö1
„Drin in den Alpen ists noch helle Nacht“ – Till Firit liest Gedichte über die Berge.

Till Firits Stimme gehört nicht zu jenen, die mit samtigem Wohlklang über artikulatorische oder gar interpretatorische Schwächen hinwegbetören können; sie ist ein wenig hohl, ein wenig brüchig, aber von einer beweglichen Natürlichkeit, die, präzise gelenkt, sogar auf höchster Stilebene eine demokratisch-egalitäre Modernität erzeugt, zum Beispiel einen Hölderlin zugänglich macht, ohne dessen Sprache zu verflachen. So besteigt sie in den Berggedichten dieser Sendung mühelos die Höhen des Mont Blanc, um Percy Bysshe Shelleys selbstgenügsames Mondspektakel in Szene zu setzen, oder hängt mit Hans Arp den Bergen dadaistische Schellen um.Zu hören sind Gedichte von den Genannten sowie von Christine Lavant, Wislawa Szymborska, Marie Luise Kaschnitz, Conrad Ferdinand Meyer, Max Dauthendey, Friedrich Hölderlin, Johann Gottfried Seume und Friedrich Nietzsche. Übersetzer: Karl Heinz Berger (Shelley) und Karl Dedecius (Szymborska). Dazu Musik von Johannes Brahms, Sergej Rachmaninoff, Antonio Vivaldi, Ludwig van Beethoven, Niccolo Paganini, Hector Angulo, Clara Schumann, Alexander Scriabin und Darius Milhaud.

in Outlook/iCal importieren