Spielräume Pfeif drauf! Piffero – der Klang der Leichtigkeit

Mi, 17.06.  |  17:30-17:55  |  Ö1
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Wenn eine italienische Region Klang wird. Stefano Valla (Piffero) und Daniele Scurati (Akkordeon) und ihr beglückendes Album „Instabasua“

Nördlich von Genua erstreckt sich der ligurische Apennin und dort treffen vier Provinzen und Regionen aufeinander: Pavia (Lombardei), Alessandria (Piemont), Piacenza (Emilia-Romana) und Genua (Ligurien). Kulturell und historisch verbindet diese vier Provinzen so vieles, dass sich seit den 70er-Jahren die Bezeichnung „Quattro Province“ verbindet.Das Instrument par excellence der Vier Provinzen ist der Piffero, ein Doppelrohrblattinstrument, verwandt mit der Oboe, seit vielen Jahrhunderten bekannt – die ältesten erhaltenen Noten stammen von 1578, Abbildungen von Piffero-Spielern in Gemälden gibt es seit der Renaissance. Einer der wenigen Piffero-Meister seit über vier Jahrzehnten ist Stefano Valla.Im klassischen Duo – Piffero und Fisarmonica – mit dem Akkordeonisten Daniele Scurati gelingen zeitgemäße Neuinterpretationen des traditionellen Repertoires aus Tänzen und Liedern, die alle ein unergründlicher Zauber verbindet. Dazu haben Valla und Scurati Gastmusikerinnen und Gastmusiker eingeladen, die für Abwechslung und lebendige künstlerische Inputs sorgen wie beispielsweise der hinreißende junge Mundperkussionist und Beatboxer Diego Dobrilla.Bleibt noch, den geheimnisvollen Titel aufzuklären: „Instabasua“. Im Interview mit dem italienischen Blog Foolk Magazin erklärt Stefano Valla, dass das eine dialektale Synthese sei aus den Worten: „in questa bassa ora“ – wörtlich: „zu dieser tiefen Stunde“, womit vieles gemeint ist. Nicht zuletzt möchten sie damit auch auf den Zustand unserer Welt hinweisen. Pfeif drauf! Wenn etwas musikalische Zuversicht zu verströmen vermag, dann ist es das Album „Instabasua“.

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