Vorgestellt Josquin des Prez trifft John Dowland
Di, 16.06. | 11:30-12:00 | Ö1
Das US-amerikanische Ensemble Cut Circle legt seit über 20 Jahren Aufnahmen der Spitzenklasse vor. Dabei „beschränkt“ sich die Gruppe auf die Zeit von 1400 bis 1500 – und beweist gleichzeitig, wie vielfältig die Musik jenes „langen Jahrhunderts“ (Zitat von ihrer Website) ist. Aktuell faszinieren zwei CDs mit Werken von Josquin des Prez: Keusche Messen für den Gottesdienst auf Basis recht süffiger Volkslieder ebenso wie herrliche Beiträge zu beliebten Texten wie „Pater Noster“ oder „Ave verum corpus“.Gut 100 Jahre jünger sind die meisten Stücke auf dem Album „Ophelia’s Garden“, vom berühmten John Dowland bis zum weniger bekannten Thomas Robinson. In „Ophelia’s Garden“ erblühen neben den Tönen der Renaissance aber auch markante zeitgenössische Klänge, zum Beispiel vom walisischen Komponisten Stephen Goss. Der Engländer Nigel North, seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Lautenisten, hat mit Michal Gondko einen jüngeren, aber ebenso souverän zupfenden Kollegen aus Warschau an seiner Seite.
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