Vorgestellt Musik vom Vulkan bis zur Pampa
Fr, 12.06. | 11:30-12:00 | Ö1
„Ich mietete eine Hütte auf dem Ätna und schaltete alle Ablenkungen der Außenwelt ab“, erzählt Elenora Pertz über ihr neues Album „Terra“. Nach vielen Jahren, die sie fast ausschließlich in den Übezellen des Konservatoriums und auf der Bühne verbracht hatte, zog sich die italienisch-amerikanische Pianistin nach Sizilien zurück. Dort begann sie, über das Element Erde nachzudenken – und ließ sich davon zu ihrem neuen Album inspirieren: „Die Erde erinnert uns an unsere Wurzeln, lehrt uns, geerdet zu bleiben und ihrem zyklischen Rhythmus zu vertrauen."Das von Elenora Pertz zusammengestellte Programm umfasst zwölf Werke von Fazil Say bis Mary Howe, darunter auch mehrere Ersteinspielungen. Dazwischen machen sich immer wieder tiefliegende Erdschichten bemerkbar – in Form seismografischer Aufzeichnungen des Ätna.Dem Boden Argentiniens entwachsen ist wiederum das neue Albumprojekt des Quatuor Voce. Astor Piazzollas Tangomusik bildet dabei nur den Ausgangspunkt einer weitgespannten Expedition, auf der das französische Streichquartett die Wechselwirkungen zwischen argentinischer Volksmusik und sogenannter Kunstmusik erkundet. Lieder der Gauchos, der Cowboys der Pampa, klingen ebenso durch wie die tänzerischen Rhythmen von Zamba, Chacarera, Cueca und Baguala.Für das Projekt vergab das Quatuor Voce auch mehrere Kompositionsaufträge und holte sich Verstärkung: den Gitarristen Pablo Márquez und den Bandoneonisten Jean-Baptiste Henry. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Doppelalbum mit dem Titel "Figures Argentines“.
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