Ein Geschäft mit Träumen und Die Fähre Zwei Erzählungen / von Ingeborg Bachmann
Mo, 22.06. | 9:00-9:35 | MDR Figaro
"Die Fähre" ist die erste Veröffentlichung von Ingeborg Bachmann, sie erschien 1946 in der Kärntner Illustrierten in Klagenfurt. Der junge Fährmann Josip Poje wartet auf Kundschaft am Ufer und beobachtet die Fenster eines gegenüber liegenden Herrenhauses. Die junge Maria bringt dem Herrn oft Lebensmittel ins Haus, obwohl er eigenes Personal hat. Als Maria eines Sommerabends ganz ohne Lebensmittelkorb kommt und sich übersetzen lassen will, weigert sich der junge Fährmann und macht der jungen Frau eine unbeholfene Liebeserklärung...
Ingeborg Bachmann gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, Österreich geboren. Zwischen 1945-1950 studierte sie Philosophie, Psychologie und Germanistik in Innsbruck, Graz und Wien. Anschließend arbeitet sie bis 1953 als Redakteurin und Lektorin beim Wiener Sender Rot-Weiß-Rot und verfasst ihr erstes Hörspiel "Ein Geschäft mit Träumen", das inhaltlich der Erzählung folgt. Ihr literarischer Durchbruch gelingt ihr 1953 mit dem Gedichtband "Die gestundete Zeit".
Im Anschluss lebt Bachmann als freie Schriftstellerin in Italien, wo sie zunächst als politische Korrespondentin für die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt. Zwischen 1958 und 63 ist sie mit dem Schweizer Schriftsteller Max Frisch liiert und wohnt in Zürich und Rom. 1971 erscheint ihr Roman "Malina", in dem sie eine Frau beschreibt, deren Selbstverwirklichung an einem egozentrischen Partner scheitert.
Ingeborg Bachmann verstirbt 1973 an den Folgen schwerer Brandverletzungen.
Produktion: NWDR 1953 und Funkhaus Berlin 1991
Mitwirkende:
Ingeborg Bachmann
Petra Kelling
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