Tata - Diese Gewalt in uns Film Von Lina Vdovîi und Radu Ciorniciuc

So, 11.10.  |  22:55-0:20  |  MDR
Untertitel/VT Stereo 
Als Lina eine Videobotschaft ihres Vaters erhält, ist sie zunächst schockiert: Er zeigt ihr Verletzungen und blaue Flecken. Jahrelang hatte sie den Kontakt zu ihm vermieden, denn zu schmerzhaft war die gemeinsame Vergangenheit. Nun beschließt sie, ihm zu helfen. Der Film begleitet eine Journalistin, die mit versteckter Kamera über Arbeitsausbeutung recherchiert und dabei auch die eigene Familiengeschichte neu betrachtet. Ein persönlicher Film über Gewalt und die Suche nach Versöhnung.

Lina ist Journalistin in Bukarest und hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Ihre Kindheit in Moldawien und Jugend zu Hause waren von Gewalt geprägt. Die Verletzungen, die ihr Vater ihr zugefügt hat, wirken bis heute nach.

Dann erreicht sie eine Videobotschaft von ihm. Er lebt inzwischen als Gastarbeiter in Italien und zeigt ihr blaue Flecken und Verletzungen an seinem Körper. Lina beschließt, ihm zu helfen. Sie gibt ihm eine versteckte Kamera und beginnt zu recherchieren: über die Ausbeutung von Arbeitsmigranten, über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und über die Geschichte ihrer eigenen Familie.

"Diese Gewalt in uns" erzählt von einer ungewöhnlichen Begegnung zwischen Vater und Tochter. Der Film bewegt sich zwischen journalistischer Recherche und einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Kann man einem Menschen helfen, der einem selbst so viel Schmerz zugefügt hat?

Lina Vdovîi und Radu Ciorniciuc erzählen von Gewalt, Verantwortung und den Spuren, die familiäre Erfahrungen über Generationen hinweg hinterlassen können. Es ist ein Film über den Versuch alte Muster zu durchbrechen.

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