Tracks East Wie das Netz uns manipuliert
Sa, 25.07. | 19:40-20:15 | ARTE
Kultur, 2026
Wenn Influencer im staatlichen Auftrag ihren Alltag zeigen, entsteht schnell ein persönliches und glaubwürdiges Bild. Was gezeigt wird, wirkt nahbar. Aber inwiefern werden propagandistische Botschaften über scheinbar ganz normale Social-Media-Accounts und Reisevideos verbreitet?
Russland setzt auf ausländische Blogger zur Verbesserung des eigenen Images. Während der strafrechtlich verurteilte Manosphere-Influencer Andrew Tate feierlich in Moskau empfangen wird, wirbt Putin mit Aufenthaltspapieren für Influencer, die von „westlichen Werten” genug haben. In den besetzen Gebieten in der Ukraine werden seit 2016 junge Creator ausgebildet, um prorussische Inhalte zu produzieren. Hier steht nicht die Besatzung im Fokus, sondern der Neubau ganzer Wohnblöcke – oftmals auf Trümmern und nicht geborgenen Leichen (wie im Fall des Theaters von Mariupol).
Ohne TikTok wäre MAGA wohl nie so groß geworden. Mit gerade mal zwölf Jahren beginnt Steve Vilchez, rechten Influencern zu folgen. Trumps Aussagen zur Covid-Pandemie lassen ihn jedoch zweifeln - er studiert Chemie und kann die unwissenschaftliche Desinformation nicht hinnehmen. Er steigt aus der Bewegung aus.
„Let me stand up like a Taiwanese”, rappt die taiwanesische Musikerin Yang Shu-Ya in ihrem Song „2045”. Darin stellt sie sich Taiwan als Kriegszone unter einer chinesischen Besatzung vor. Um die Annexion Realität werden zu lassen, greift China auch zu Propaganda in den sozialen Medien. Zum Beispiel mit Reise-Influencern, die sich die sogenannte „historische Wiedervereinigung” wünschen.
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