Es war einmal in Amerika Spielfilm USA 1984

Mo, 08.06.  |  21:50-1:30  |  ARTE
Untertitel/VT Hörfilm/AD Stereo  Film, 1984

TOPFILM von Meister Sergio Leone, der damit 1984 seine Amerika-Trilogie krönte, die er mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968) begonnen und mit „Todesmelodie“ (1971) weitergeführt hatte. Über Robert De Niro sagt Leone: „Er identifiziert sich total mit seiner Rolle und lebt sie zu 1000 Prozent.“

Als Noodles (Robert De Niro) nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt ihn sein alter Freund Max (James Woods) in sein gut organisiertes Gangstersyndikat auf ... Bild: Sender/Warner
Als Noodles (Robert De Niro) nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt ihn sein alter Freund Max (James Woods) in sein gut organisiertes Gangstersyndikat auf ... Bild: Sender/Warner
40 Jahre umspannt die Handlung des monumentalen Gangster-Epos (1984) von Sergio Leone. Im Mittelpunkt stehen die Freunde Noodles und Max, die schon als Jugendliche während der Prohibitionszeit mit ihrer Gang die Lower East Side von New York unsicher machen. Als mit Ende des Alkoholverbots ihre größte Einnahmequelle versiegt, kommt es zu einem folgenreichen Streit ...

New York: Schon als Jugendliche beschaffen sich die Freunde Noodles, Max, Dominic, Patsy und Cockeye in der Lower East Side der 1920er Jahre ihr Taschengeld durch Diebstahl und Erpressung. Ihre kriminelle Karriere bekommt einen Schub, als sie einen korrupten Cop mit einer Prostituierten überraschen und ihn fortan mit Beweisfotos nötigen, über ihre kriminellen Aktivitäten hinwegzusehen. Aber so werden sie langsam Bugsy, der mit seiner Gang das Viertel kontrolliert, zu mächtig. Der setzt seine Leute auf die Jungs an, und es kommt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der Dominic erschossen wird. Völlig außer sich über den Tod des Freundes, ersticht Noodles Bugsy.
Nach zehn Jahren kommt Noodles aus dem Gefängnis frei. Er wird von Max erwartet, der inzwischen eine Verbrecherorganisation aufgebaut hat und viel Geld mit illegalem Alkoholhandel verdient. Kurz vor dem Ende der Prohibition plant Max einen letzten großen Coup: Er will die Federal Reserve Bank ausrauben. Noodles fürchtet, dass der Überfall scheitern und seine Freunde in den Tod führen wird. Um sie zu schützen, verrät er den Plan an die Polizei. Doch als diese einschreitet, richtet sie ein Blutbad an. Noodles fühlt sich schuldig und flieht aus New York. Erst Jahrzehnte später kehrt er zurück und erfährt, dass Max das Massaker überlebt hat. Aber die Freundschaft lässt sich nicht kitten ...

Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Sergio Leone entwirft 15 Jahre nach 'Spiel mir das Lied vom Tod' ein aktualisiertes Amerika-Epos von ausufernder Pracht, klassischem Format und mythischer Wucht. Die beispielhafte Chronik einer amerikanischen Karriere ist zugleich ein melancholischer Abgesang auf die Ideale des 'American Dream', der an moderner Macht- und Profitgier zerbrechen muss. Zwar folgt Leone den Mustern des Gangster-Genres, er bricht jedoch den Ablauf der Geschichte in einer komplexen Rückblenden-Technik, wodurch die Veränderungen eines Charakters, der Prozess des Alterns und die kulturellen Umbrüche einer Stadt zwischen 1920 und 1968 sinnlich erlebbar werden."

Darsteller:
Robert De Niro (Noodles)
James Woods (Max)
Elizabeth McGovern (Deborah)
Larry Rapp (Fat Moe)
Treat Williams (Jimmy O'Donnell)
Burt Young (Joe)
Tuesday Weld (Carol)
William Forsythe (Cockeye)
James Hayden (Patsy)
Noah Moazezi (Dominic)
James Russo (Bugsy)
Regie: Sergio Leone
Drehbuch:
Leonardo Benvenuti
Piero de Bernardi
Enrico Medioli
Franco Arcalli
Franco Ferrini
Sergio Leone
Kamera: Tonino Delli Colli
Musikalische Leitung: Ennio Morricone

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