Fakt ist! Aus Dresden Schlange, Tiger & Co. - Wenn Wildtiere zu Hause leben

Mi, 03.06.  |  20:45-21:45  |  MDR
Untertitel/VT Stereo 
In einer Gartenanlage bei Leipzig erschießt die Polizei einen entlaufenen Tiger. Im Harz stößt eine Wanderin am Wegesrand auf eine Würgeschlange. Und in der Sächsischen Schweiz stirbt ein Känguru nach dem Zusammenstoß mit einem Auto.

In allen diesen Fällen handelte es sich um Wildtiere und alle drei stammten aus privater Haltung. Die Fälle zeigen, dass unser Umgang mit diesen Tieren problematisch ist.

Der private Besitz von Alligatoren, Schlangen, Kängurus oder Raubkatzen ist in Deutschland durchaus erlaubt, aber in jedem Bundesland gibt es andere Regelungen. Die "artgemäße Haltung" ist vielfach Auslegungssache der Behörden, die allerdings gar nicht sagen können, welche Wildtiere in welcher Größenordnung in Deutschland privat gehalten werden.

Aufregung herrscht immer dann, wenn etwas schief geht, wenn Tiere ausbüxen und zur Gefahr werden. Oder wenn bekannt wird, dass sie falsch gehalten werden.

Warum gibt es so viele unterschiedliche Regeln in Deutschland? Was ist "artgemäße Haltung"? Und ist ein vom Menschen aufgezogener Tiger noch ein Wildtier?


Unsere Gäste zu diesem Thema sind:

• Dr. Kerstin Alexandra Dörnath, Tierärztin mit Schwerpunkt Wildtiere
• Michael Sperlich, Chef im Tierheim Leipzig
• Patrick Müller, Tierschutzorganisation AAP

Moderation:
Friederike Schicht
Andreas F. Rook

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