Im Fokus – Religion und Ethik Die Suche nach dem Heiligen Gral
Mi, 03.06. | 16:05-17:00 | Ö1
Aktuell im Fokus: Das „Credo“ des Peter Thiel – Apokalypse und AntichristGreta Thunberg und der Antichrist: Wenn Peter Thiel in seinen Vorträgen Theologie und Politik verbindet, kann das schnell apokalyptisch klingen. Der Tech-Milliardär und Mitgründer des Bezahldienstes PayPal und Palantir, einer Software, die auch für Spionage eingesetzt wird, ist aber nicht nur ein rechter Denker mit düsteren Vorträgen, sondern auch ein politischer Machtfaktor. Seine Verbindungen reichen bis in die höchsten Kreise der US-Politik und führen zu den intellektuellen Milieus hinter Donald Trumps MAGA-Bewegung. So hat Thiel etwa auch den heutigen US-Vizepräsidenten, J.D. Vance, im vergangenen Wahlkampf massiv unterstützt. Nikolaus Hofer hat mit der US-amerikanischen Politikwissenschafterin Laura Field, Expertin für Thiel, J.D. Vance und die Neue Rechte in den USA, gesprochen.Judith Fürst analysiert im Studio mit dem katholischen Theologen und Thiel-Kenner Wolfgang Palaver und der Theologin, Philosophin und Technikethikerin Anna Puzio die religiösen Vorstellungen des Tech-Milliardärs, warum das Phänomen Peter Thiel viele Menschen fasziniert, und wie gefährlich seine Thesen sind.Thema im Fokus: Die Suche nach dem Heiligen GralEs ist wohl die berühmteste Reliquie der Welt: Der Heilige Gral. Wer daraus trinkt, erhält unter anderem Gesundheit, Wohlstand, Vergebung aller Sünden und ewiges Leben – so die Legende. Es ist der Becher, aus dem Jesus von Nazareth beim Letzten Abendmahl getrunken hat. Oder doch die Schale, in der sein Blut während der Kreuzigung aufgefangen wurde? Um den Heiligen Gral ranken sich tausende Mythen und Legenden, manche von ihnen sind mehrere Jahrhunderte alt und beschäftigen seitdem Historikerinnen, Maler, Komponisten, Autorinnen und Filmschaffende. Viele haben schon nach ihm gesucht: die katholische Kirche, Parzival und König Artus, Indiana Jones, Tom Hanks, die Nazis und zuletzt einige Reporter der BBC. Einige Autoren dichten dem auch in Österreich immer noch aktiven Templerorden eine Rolle als Gralshüter an. Gleichzeitig glauben andere, der Kelch sei schon längst gefunden worden. So befindet sich zum Beispiel in der Kathedrale von Valencia der „Santo Caliz“, der heilige Kelch, von dem manche Historikerinnen behaupten, er sei der echte Kelch des Letzten Abendmals. Im englischen Glastonbury sprudelt die „Chalice Well“, die Kelchquelle, deren rötlichem Wasser Heilwirkung nachgesagt wird. Und auf der Achatschale aus dem Schatz der Habsburger in Wien erscheint manchen Besucherinnen der Name Christi. Insgesamt gibt es derzeit allein in Europa mehr als 200 Anwärter auf den Heiligen Gral. Aber welcher davon ist denn der echte, der einzig wahre Heilige Gral? Und was bringt es, daraus zu trinken? Konstantin Obermayr und Anna-Lena Seeber begeben sich für „Im Fokus“ auf Gralssuche.
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