Mörder sind blöd von Dunja Arnaszus

Mo, 08.06.  |  20:00-21:00  |  MDR Figaro
Stereo 
Kelli und Melli sind mittendrin im True-Crime-Geschäft, genauso wie Caro und Jonas von "Krass Tot". Und die peniblen KollegInnen von "Gescheit sprechen". Der Podcast-Markt ist eng, aber stabil, denn gestorben wird immer, wenn auch nicht immer freiwillig. Soweit, so gut.

Doch plötzlich hält sich das Sterben nicht mehr an die Regeln - immer häufiger klopft Gevatter Tod an die Studiotür. Ein Team nach dem anderen muss arge Verluste hinnehmen. Die Szene ist verunsichert. Woher kommt die plötzliche Gefahr? Geht ein meuchelnder Kommunikationsethiker um, der die Welt von Sensationslust und niederen Interessen reinigen will? Aber wer legt heute fest, was niedere Interessen sind? Kommt ganz darauf an, von welcher Höhenlinie man aufs mediale Geschehen blickt. Und was man im Leben schon einstecken musste.

Melli und Caro, zwei Überlebende der Podcast-Meuchelei vertrauen in dieser Frage ihrem eigenen Spürsinn und wechseln außerdem die Seiten: Lasst uns das Leben feiern und nicht den Tod. Und kommen damit dem Mörder immer näher.

Mit leichtem Humor und knackigem Spannungsbogen seziert Dunja Arnaszus in ihrem neuen Stück Gehirn und Muskelstränge des True Crime. Diagnose: Wahrscheinlich untot.

Dunja Arnaszus, geboren 1970 in Göttingen. Nach der Schule konnte sie sich nicht entscheiden, ob sie lieber eine berühmte Strafverteidigerin oder eine glitzernde Zirkusartistin werden wollte, also wurde sie beides nicht. Dafür kann sie nach dem halben Studium jetzt ganz gut Juristisch und erinnert sich nach der Zirkusschule noch immer daran, wie man am Trapez einen Half Angel Drop macht, ohne in die Tiefe zu stürzen. Sie lebte einige Jahre in Frankreich (surfen und essen) und England (klettern und nicht essen). Zwischendurch war sie Dramaturgin an der Volksbühne in Berlin. Heute lebt sie in Hamburg als Schauspielerin, Autorin und Dozentin.

Hörspiele (Auswahl): "Wir fallen nicht" (DLF 2013) "Die letzte Schlacht" (NDR 2011), "Die Nächsten Besten", "Zeppelini", (DLF/RBB 2008); "Nebeneinander Gehen" (DLF 2011), "Der Richtige" (MDR 2016), "Efeu" (MDR 2018), "Außergewöhnliche Belastung" (WDR/DLF 2019) sowie "Was ich hätte sagen sollen" (MDR 2020)

Regie: Dunja Arnaszus
Komposition: Peta Devlin; Thomas Wenzel
Produktion: MDR / rbb 2026

Mitwirkende:
Amira Pauletta Pollmann - Caro
Amira Merai - Kelli
Benjamin Radjaipour - Tauno
Winnie Böwe - Irene
Sira-Anna Faal - Melli
Jan Bülow - Jonas
Niklas Wetzel - Tim
Nina Kronjäger - Rüggert
Rainer Reiners - Sänger

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