Neue Folge: Universum dienstags im ORF

Universum, dienstags im ORF – das kommt in den kommenden Wochen. Naturdokus vom Feinsten, die Themen.

Dienstag, 9. März, 20:15 Uhr: Fortsetzung des Universum-Dreiteilers. Brahmaputra. Das bringen die kommenden Wochen.

Universum, dienstags im ORF – das kommt in den kommenden Wochen. 

Dienstag, 2. März, 20:15 Uhr: Universum. Brahmaputra - Der große Fluss vom Himalaya (1)

Tibet - Von der Quelle bis zur großen Schlucht.
Dieser Fluss ist ein Mythos, ein Gigant - und vielen ist er heilig. Der Brahmaputra legt von seiner Quelle am Dach der Welt bis zur Mündung im Indischen Ozean 3.100 Kilometer zurück. Er ernährt Millionen von Menschen in China, Indien und Bangladesch und erschafft riesige Gebiete voll faszinierender Biodiversität. Brahmaputra, Sohn des Schöpfers, ist nur einer seiner vielen Namen. Im Oberlauf, im Tibetischen Hochland, heißt er Yarlung Tsangpo. Nicht der heilige Berg Tibets, der Kailash, ist sein Ursprung, sondern der Angsi-Gletscher rund 250 Kilometer südöstlich des Kailash. Ohne ihn könnten die unsichtbaren Blauschafe des Himalaya, die scheuen Wildesel, die pfeilschnellen Tibet-Antilopen oder die zotteligen Wild-Yaks nicht existieren. Sie wiederum sind Lebensgrundlage für die am höchsten lebenden Nomaden der Erde. Weit im Osten macht der Fluss eine große Schleife, dreht nach Süden ab und durchschneidet den Himalaya. Dies ist die tiefste Schlucht der Erde - bis zu 3.000 Meter in den Fels geschnitten. Die große Schlucht führt den Fluss in eine neue Dimension: in das feuchtmilde Tiefland von Bengalen, eines der regenreichsten und fruchtbarsten Gebiete Asiens.

Dienstag, 9. März, 20:15 Uhr: Universum. Brahmaputra - Der große Fluss vom Himalaya (2)

Indien - Aus der Schlucht in die Ebene.
Der Brahmaputra ist ein Verwandlungskünstler: Als unscheinbarer Abfluss dem Angsi-Gletschers entsprungen, hat er sich im Tibetischen Hochland zum reißenden Gebirgsfluss entwickelt. Die große Schlucht verbindet China mit Indien, in ihr wird eisiges Gletscherwasser in ein mildes Land voller Artenreichtum transportiert. In diesem Abschnitt passiert der mächtige Fluss die geheimnisvollen Bergwälder der Roten Pandas und der Goral-Ziegen. Danach gibt es nur noch Ebene: Sand und Schlick, über Jahrmillionen abgetragen von den höchsten Gipfeln der Welt. Assam ist ein fruchtbares Tal auf einer Länge von fast 1000 Kilometern, stellenweise ist der Fluss nun zehn Kilometer breit. Auch der Mensch hat in diese Landschaft eingegriffen: Die mächtigen Tee-Bäume sind vielerorts riesigen Plantagen mit Tee-Sträuchern gewichen. Gruppen von Goldlanguren und Bärenmakaken beobachten misstrauisch die Teearbeiter auf den Plantagen. Und manchmal zeigt sich auch der Nebelparder, eine der seltensten Raubkatzen der Welt. In den Auen und im Grasland des Brahmaputra-Tals leben Elefantenherden und Nashörner sowie die letzten 200 Zwergwildschweine.

Dienstag, 16. März, 20:15 Uhr: 3. und letzter Teil: Universum Brahmaputra - Der große Fluss vom Himalaya (3)

Bangladesch - Von der Tiefebene zum Ozean.
In der Tiefebene von Assam umfasst der Brahmaputra ein Land von stiller Schönheit und schier unerschöpflichem Reichtum: Indiens magischen Kaziranga Nationalpark. Hier erinnert die Natur in ihrer Ursprünglichkeit und Vielfalt an längst vergangene Zeiten. Es ist eine Welt, die den Intervallen des Monsuns unterworfen ist. In den trockenen Perioden bildet der Fluss Inseln, in den Regenzeiten wiederum verschwinden ganze Regionen im Wasser. Bangladesch ist ein Land, das ganz auf Sand gebaut ist. Sand, den der Brahmaputra, der hier Jamuna heißt, aus dem Himalaya gebracht hat. Fließend ist der Übergang zwischen Land und Wasser. Mehr als 100 Kilometer dringt das Salzwasser bei Flut ins Schwemmland vor. Im Schlick aus dem Himalaya jagen sich hier Krokodile und Bindenwarane gegenseitig, während Winkerkrabben wertvolle Nährstoffe aus dem Sand sieben. Das gigantische Mündungsdelta des Brahmaputra sucht weltweit seinesgleichen: Der große Fluss aus dem Himalaya hat sich längst mit dem Ganges und dem Meghna vereint und entlädt die nährstoffreichen Gaben vom Dach der Welt in die Tiefen des Indischen Ozeans. Lebensspender auch hier, mehr als 3.000 Kilometer von seinem Ursprung entfernt.

Dienstag, 23. März, 20:15 Uhr: Zum Internationalen Tag des Waldes: Universum. Geheimnisvolle Eichhörnchen

Was wäre ein Wald ohne Eichhörnchen? Sie sind überall gern gesehen, die quirligen und geschäftigen Bewohner unserer Parks und Wälder: Eichhörnchen, genauer gesagt die "europäischen, roten Eichhörnchen". Die Sprungakrobaten der Baumkronen, rot, braun, grau, bis hin ins Schwarz gefärbt, führen zumeist ein verborgenes Leben. Nur dort, wo sie angefüttert werden, kommen sie den Menschen nahe: Zu groß sind für die kleinen, flinken Nagetiere die Gefahren, die von den vielen Fressfeinden am Boden oder aus der Luft ausgehen. Ihre Kobel bauen sie in Astgabeln oder in hohlen Baumstämmen. Dort oben sind sie einigermaßen sicher. Dennoch kommt nur ein kleiner Teil der Jungtiere in den ersten Winter, wo Kälte und Nahrungsmangel drohen, sofern nicht im Herbst reichlich Nahrungsdepots angelegt wurden.

Dienstag, 30. März, 20:15 Uhr: Universum. Korsika - Wildnis zwischen Schnee und Sand

Vor 20 Millionen Jahren hat sich Korsika vom europäischen Festland getrennt. Seitdem ist Korsika eine Schatztruhe außergewöhnlicher Arten geworden. Bis jetzt sind 146 Pflanzen- und rund ein Dutzend Tierarten bekannt, die es nur auf dieser Insel gibt. Auf den ersten Blick erscheint Korsika als eine sanfte Mittelmeer-Insel mit tollen Sandstränden, doch gleich dahinter erheben sich mächtige Felswände. Korsika ist die gebirgigste Insel des Mittelmeeres. Bis in den Sommer sind die Gipfel der Gebirge mit Schnee bedeckt - ein rauer Lebensraum, der hohe Anforderungen an seine tierischen Bewohner stellt. Dieser Film begibt sich auf eine Reise von den höchsten Gipfeln Korsikas bis hin zur mediterranen Küste und entdeckt einzigartige Tiere, die es nur hier gibt, die in Europa selten geworden sind, oder die überraschend andere Verhaltensweisen als ihre Verwandten zeigen. Von fliegenden Schweinen bis zu spektakulären Massenkämpfen von Mufflons: Korsika ist eine Mittelmeer-Insel, die anders ist als erwartet!

Dienstag, 6. April, 20:15 Uhr: Costa Rica - Wo Naturwunder wahr werden

Costa Ricas Meeresanteil ist zehnmal größer als die Landfläche. Hier ist eines der artenreichsten Meeresökosysteme der Welt beheimatet. In den Gewässern vor seinen Küsten treffen Buckelwale aus beiden Hemisphären zusammen. Rund um die Kokos-Insel findet sich die höchste Hammerhai-Dichte der Welt, die Korallenriffe der Insel Caño sind das Refugium hunderter exotischer Fische und anderer Meereslebewesen. Das kleine mittelamerikanische Land hat mit seiner visionären Umweltpolitik aber auch erfolgreich die Zerstörung seiner Wälder gestoppt. In Costa Rica haben sich Regenwaldgebiete nicht nur erholt, sondern breiten sich dank des Einsatzes von Biologen und Anwohnern wieder aus. Dadurch konnten sich zum Beispiel die Bestände gefährdeter Arten, wie des Jaguars, nach und nach vergrößern. Viele von ihnen finden nun in einem der zahlreichen Nationalparks des Landes Schutz.

Universum – Naturfilme immer diesntags im ORF. Bild: Sender/ ORF / Thomas Ramstorfer
Universum – Naturfilme immer diesntags im ORF. Bild: Sender/ ORF / Thomas Ramstorfer