Liebesg'schichten und Heiratssachen

7. Folge am 17. August 2020. Hier kommen die Singles der siebenten Sendung!

Lust auf die Liebe! Sechs neue Singles bei den ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“ am 10. August!

In der sechsten Folge der neuen Staffel „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ porträtiert Nina Horowitz am Montag, dem 10. August 2020, um 20.15 Uhr in ORF 2 weitere partnersuchende Damen und Herren im Alter zwischen 49 und 77. Die sechs Singles, die große Lust auf eine neue Liebe haben, kommen diesmal aus fünf Bundesländern: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Tirol. Darunter ist zum Beispiel Busreiseleiterin Sieglinde, die es liebt, auf der Sommerrodelbahn Gas zu geben und ihr Lebensglück nach einem bestimmten Motto sucht: „Liebe ist, wenn man bleiben will“. Der ehemalige Fernmeldetechniker Fritz, der am besten beim Tanzen zu Helene Fischers Hit „Atemlos“ abschalten kann, legt bei seiner Traumfrau besonders Wert auf Charme.

Die finalen Folgen der heurigen Staffel sind derzeit noch in Produktion: Interessierte Singles können sich noch bewerben und rufen an unter 0800 44 30 140 (aus dem Ausland +43 800 44 30 140) oder schreiben an ORF, Kennwort „Liebesg’schichten“, Würzburggasse 30, 1136 Wien bzw. via E-Mail an liebesgschichten@orf.at.

Die sechs Kandidatinnen und Kandidaten von Folge sechs im Überblick:

Harry, 55-jähriger pensionierter Masseur aus dem Burgenland, ist auf der Suche nach einer Beziehung ohne große Verpflichtungen: „Ich bin nicht abgeneigt, eine schöne Frau kennenzulernen.“ Von der hat der Südburgenländer sehr genaue Vorstellungen. Sie soll zwischen 35 und 40 Jahre alt sein, blond und schlank, sportlich und fesch gekleidet. „Eine schöne Frau ist deshalb keine Tussi, nur weil sie sich gut herrichten kann. Das ist einfach ein schöner Charakterzug“, ist Harry überzeugt. Zu seiner Mutter hat der Kandidat eine gute Beziehung. Sie wäscht und kocht für ihn. Und zwar gern, wie er betonen möchte. Harry war in der Vergangenheit unter anderem Bademeister. Die Liebe zum Wasser hat ihn auch immer wieder in die Lagunen der Karibik geführt, deshalb ist auch sein Bauch mit dem Tattoo-Schriftzug „Mar Caribe“ verziert. Seine längste Liaison hat eineinhalb Jahre gedauert.

Christine, 72-jährige kaufmännische Angestellte in Pension aus Wien, möchte bei den „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ ihren Seelenpartner finden. Was der mitbringen sollte? „Herz, Respekt, Anstand, Wahrheitsliebe. Und: Was er unbedingt braucht, sind g’schickte Hände.“ Die sind für die Wienerin wünschenswert, weil sie ein kleines Blockhäuschen und viele Ideen sowie Verbesserungswünsche hat. Christines Traumprinz sollte öffentlichkeitstauglich, aber nicht zu schön sein: „Einen Schönling hat man nie für sich allein!“, findet sie. Zehn Kilo würde die Kandidatin für einen Mann eventuell abnehmen, aber mehr dürfte er sich bitte nicht von ihr wünschen. 40 Kilo wären jedenfalls zu viel, schmunzelt sie: „Ich bin ja nicht die Falten-Christl!“ Christine findet, sie hat das große Talent, aus wenig viel zu machen. So gibt es manchmal montags Kartoffelgulasch, dienstags eingebrannte Kartoffel, mittwochs Kartoffelschmarrn und am Donnerstag Grenadiermarsch: „So kommt man gut durch die Woche, und das ohne viel Geld.“ Eines ist der Pensionistin noch wichtig zu betonen: „Ich möchte bitte keinen Mann aushalten.“ Für solche Herren ist in ihrem Blockhäuschen wahrlich kein Platz.

Fritz, 55-jähriger Polizeibeamter aus Wien, würde, wenn alles passt, eine dritte Ehe wagen. Auch wenn er bemerkt, dass ihm mittlerweile die Trauzeugen ausgehen. Als Jugendlicher im Internat hatte Fritz, selbst Urenkel eines katholischen Pfarrers, nur eine einzige weibliche Figur in seinem Alltag: eine Nonne. Das änderte sich danach ja zum Glück. Die Traumfrau des Polizeibeamten hat kein bestimmtes Aussehen. Er hat sich auch schon beim Online-Dating versucht. Ohne große Erfolge. Ob eine Frau sein Herz schneller zum Schlagen bringt, merkt er erst, wenn er sie in Natura sieht und spürt: „Was nutzt mir das, wenn sie irre hübsch ist, wenn sie nichts im Hirn hat?“. Fritz ist kulturaffin, liebt die geschichtsträchtige Umgebung Wiens und träumt von einer Frau, mit der er gute Gespräche führen kann. Aber nicht nur das: „Händchenhalten und Kuscheln gehört auch dazu. Das macht das Leben aus!“

Claudschi, 49, Kellnerin aus Niederösterreich, sucht ihre „bessere Hälfte“. Die Waldviertlerin hat nicht nur einige Piercings, sondern auch Tattoos an verschiedenen Stellen ihres Körpers. So lacht zum Beispiel ein kleines Teufelchen von ihrer Brust. Liebestechnisch hat die Niederösterreicherin schon einiges erlebt: „Sicher hab’ ich einige Beziehungen hinter mir. Die sind jetzt vorbei. Aber jede Beziehung war immer die große Liebe.“ Auf ein Wunschaussehen ihres Traummannes lässt sich Claudschi nicht festlegen. Ihr kommt es nicht nur aufs Aussehen an, sagt sie. Aber eines ist ihr wichtig! Wenn möglich, soll der Zukünftige wenig Haare haben. Auch am Kopf. Was das Alter des neuen Partners betrifft, ist die Singlefrau nicht so streng: „Er muss nicht 80 Jahre alt sein, aber, wenn er 60 oder 65 ist, hätte ich kein Problem damit. Es kommt drauf an, wie jung er sich gehalten hat.“ Die laut eigenen Angaben stellenweise viel zu ehrliche Kellnerin hatte schon oft großen Liebeskummer. Die vergangenen Jahre hält sie sich strikt an einen Rat ihrer Mutter: „Wenn das Herz schmerzt, muss man hinausgehen in die Natur und laut schreien!“ Dann, so schwört sie, wird’s besser. Aber auf Liebeskummer hat sie sowieso keine Lust mehr. Umso mehr auf die Liebe.

Fredl, 77 Jahre, Fernmeldetechniker in Pension aus der Steiermark, könnte sich eine gute Bekanntschaft mit einer Frau vorstellen, die Intelligenz besitzt und mit der er auf Augenhöhe leben kann. Der sportliche Mann findet, „eine Frau muss keine liebliche Schönheit sein, aber sie muss Charme haben.“ Dunkelhaarige Schauspielstars wie Sophia Loren und Gina Lollobrigida entsprechen seinem Ideal. Aber, wie gesagt, das muss ja nicht sein. Musikalisch liebt Fredl Helene Fischer: „Wenn sie ‚Atemlos‘ singt, dreh’ ich meine Stereoanlage auf die höchste Lautstärke und tanze mit, und dann kann ich abschalten!“, schwärmt der laut Selbsteinschätzung sehr kontrollierte Single. „Ich habe keine Schwäche. Und zwar keine einzige“, ist sich der ordnungsliebende Steirer sicher. Gefragt, ob er eine hervorragende Partie sei, antwortet Fredl überzeugt: „So, wie ich mich als Mensch kenne, ja!“. Und so begibt er sich im Fernsehen auf die Suche nach einer neuen Traumfrau an seiner Seite.

Sieglinde, 59, Busreiseleiterin aus Tirol, hatte geglaubt, in ihrer 37 Jahre andauernden Ehe die große Liebe gefunden zu haben – und wurde enttäuscht, die Verbindung endete. Nach ihrem Kummer weiß sie genau: „Es muss doch da draußen jemanden für mich geben.“ Der Schauspieler Otto Schenk hat einmal gesagt: „Liebe ist, wenn man bleiben will.“ Da kann sich die Tirolerin nur anschließen. Diesen besonderen Menschen sucht Sieglinde jetzt. Welcher Mann ihr besonders ins Auge stechen würde? Der Neue soll groß, sportlich, breitschultrig und charmant sein, einen federnden Gang und schöne Augen haben. Was das Alter betrifft, möchte sich die Reiseleiterin nicht so festlegen: „Bisserl jünger darf er schon sein. Aber nicht zu jung, weil sonst schau’ ich wieder so alt aus neben ihm. Das mag ich nicht“, verrät Sieglinde, die romantische Dinge mit dem neuen Mann erleben will. Aber auch mutig kann sie sein, erzählt sie, war sie doch schon Bungee-Jumping. Und sie liebt es, auf der Sommerrodelbahn Gas zu geben.

Folge 5: Alle sechs Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick

Rosa, 82-jährige Physiotherapeutin im Ruhestand aus Niederösterreich, umgibt sich gern, egal ob im Garten oder im Haus, mit bunten Blumen. Auch Engerln und rosa Interieur liebt Rosa. Sie hat sich bei den „Liebesg’schichten“ beworben, weil sie von einem Mann gefunden werden will: „Er soll meine Seele berühren und mich optisch ansprechen.“ Rosa war 31 Jahre mit einem Mann verheiratet, der sehr der Musik zugetan war. Leider war der Berufsmusiker am Wochenende kaum zu Hause, also trennte sie sich von ihm. Ihr zweiter Ehemann, den sie sehr liebte, verstarb nach fünf gemeinsamen Jahren an einem Herzinfarkt. Das war ein herber Schicksalsschlag für die Niederösterreicherin. Jetzt ist sie bereit für eine schöne, neue Beziehung. Der Auserwählte soll zwischen 1,65 und 1,75 groß sein, ein Lächeln um die Mundwinkel haben, 75 Jahre plus minus sein, gepflegt und ein g’standenes Mannsbild. Rosa vergleicht das Leben gern mit einer Fahrt in der Achterbahn: „Mal geht’s hoch, mal geht’s runter, dann steht sie still. Und dann steigt wer dazu. Das ist schön! Ich bereue nichts.“

Hans, 62, Angestellter in Pension und Energetiker aus Oberösterreich, ist seit vielen Jahrzehnten aktiv im Volkstanzverein. Das Schuhplatteln begeistert ihn. Und damit kann man auch „den Damen imponieren“, ist der Tänzer sich sicher. Er ist gerne in der Tracht unterwegs und würde sich freuen, wenn die neue Partnerin auch gerne Dirndl trägt. Hans hat drei erwachsene Söhne, von denen einer noch mit ihm in einer „Männer-WG“ wohnt, aber für eine neue Partnerin ist mehr als genügend Platz, schwört er. Seit sechs Jahren ist der Oberösterreicher mittlerweile Witwer, leider verlor er seine große Liebe durch eine schwere Krankheit. Er versucht, „jeden Tag ein besserer Mensch zu werden.“ Die neue Frau an seiner Seite soll nicht größer sein als er. Hans selbst ist 1,65 Meter. Und eine Vegetarierin wäre wünschenswert. Denn ein Schweinsbraten kommt dem Oberösterreicher nicht auf den Teller. Der 62-Jährige isst keine Tiere. Auch, wenn das manche nicht verstehen können. Einmal musste er bei einer Essenseinladung hören: „Draußen ist die Wiese, da kannst du dich bedienen.“ Doch: So freche Sprüche kränken Hans nicht, er nimmt’s mit Humor, wie er betont.

Charlotte, 62-jährige Sängerin aus Niederösterreich, liebt griechische Musik und Wienerlieder. Sie lebt in einem Haus mit Garten mit ihren treuen, vierbeinigen Mitbewohnern, zwei Katzen und einem Hund. Charlotte beschreibt sich als weltoffen und das erwartet sie auch von einem neuen Partner: „Ein g’scheiter Tropf soll er sein, damit er mich auch aushält. Ich möchte gerne von Früh bis spät mit ihm reden, aber auch mit ihm schweigen können.“ Außerdem soll er musikalisch sein, er muss Tiere mögen und gern kuscheln. Ihren Exmann, einen echten Sir, hat die Niederösterreicherin an die Fliegerei verloren, erzählt sie: „In jeder freien Minute war er am Flugplatz. Dann hab ich mir eben auch ein Hobby gesucht. Die Astronomie.“ Jetzt würde die Sängerin gern zu zweit Sternderln schauen. Das ist ja auch viel romantischer.

Kurt, 57, Reisebuschauffeur in Pension aus Oberösterreich, hat eine große Leidenschaft. Er sammelt Bierkrüge mit Zinndeckel. Zu ernsthaft mag er es nicht: „Ich unterdrücke meine Sorgen mit Humor,“ meint der Vielgereiste, der immer einen Witz auf den Lippen hat. Im Fasching verkleidet sich Kurt gern als Polizist: „Frauen stehen auf Uniformen“, findet er. Der Oberösterreicher war einmal verheiratet, aber die Beziehung war schwierig: „Es war eine Blumenhochzeit. Sie ist verwelkt und ich bin verduftet.“ Kurt drückt die Einsamkeit mittlerweile schon sehr, deswegen wünscht er sich „eine lässige Frau“, mit der er auf der Couch liegend Liebesfilme anschauen kann. Schlank soll die neue Frau sein, „aber nicht scheppern beim Gehen“. Der Rentner ist selbst nicht der Dünnste. Aber, schmunzelt er: „Männer mit Bauch sind gut zum Kuscheln. Im Sommer spende ich Schatten und im Winter kann ich gut wärmen.“

Resi, 66 Jahre, pensionierte Schreibkraft bei Gericht aus Oberösterreich, schwärmt für den Sänger Engelbert, den Ex-Skirennläufer und Fotografen Hubertus von Hohenlohe und den Schauspieler Christian Tramitz. Seit 15 Jahren ist Resi allein. Ihre 14-jährige Beziehung ging in die Brüche, weil sich ihr Partner in eine jüngere Frau verliebte. Jetzt ist sie bereit für die große Liebe: „Man kann nur gewinnen, das ist das Schöne an der Sendung.“ Die Oberösterreicherin wünscht sich einen Mann, der ihr das Dolce Vita bieten kann. Resi hat nicht viel Geld zur Verfügung und träumt von jemandem, dem es Freude bereitet, sie auszuführen. Als neuen Partner wünscht sie sich einen Nichtraucher, mit dem es schön und nicht anstrengend ist. Die Beziehung sollte nicht nur platonisch bleiben. In jungen Jahren ist die Kandidatin viel gereist und hatte auch an diversen Urlaubsdestinationen das eine oder andere Pantscherl mit Ortsansässigen: „Warum denn auch nicht,“ findet Resi.

Martin, 30-jähriger Kellner aus Wien, sucht einen neuen Partner, der wie er an einer ernsthaften Beziehung interessiert ist. One-Night-Stands sind nichts für den Single, für ihn müssen Gefühle im Spiel sein. Martin beschreibt sich selbst als schüchternen Mann, der nicht leicht auf andere Männer zugeht. Schon früh hat der Wiener bemerkt, dass er homosexuell ist: „Wir waren im Schwimmbad. Meine Freunde haben das Mädel hübsch gefunden, ich fand den Burschen daneben anziehender.“ Am Anfang hat er gehadert, aber mittlerweile ist er sich sicher: „Ich bin schwul. Und das ist gut so.“ Martins Traummann muss kein Schönling sein, dafür jemand, mit dem man gehobene Unterhaltungen führen kann. Aber, beschwichtigt er: „Einstein muss er keiner sein!“. Er lebt mit seinen zwei Meerschweinchen Wuschl und Schnuti. Jetzt fehlt nur mehr der richtige Mann und das Quartett ist perfekt, freut er sich schon.

Die sechs Kandidatinnen und Kandidaten der vierten Sendung im Überblick

Johannes, 51-jähriger Schulwart aus Wien, trinkt nur selten Alkohol, aber umso lieber heißen Kakao. Er mag seinen Beruf, auch wenn er sich hin und wieder ärgern muss, wenn zum Beispiel ein Schüler oder eine Schülerin genau vor seiner Nase ein Papierl fallen lässt. Aber er giftet sich nur kurz, „ich war ja auch ein Lausbub“, erinnert er sich. Johannes möchte gerne eine neue Partnerin finden, eine „normale Durchschnittsfrau, um die 40 oder auch älter, mit der man lachen, weinen und auch im Bett kuscheln kann“. Vom Typ her kann er sich für Barbara Wussow, aber auch für Helene Fischer begeistern. Johannes war vier Jahre verheiratet und wurde von seiner Ex-Frau betrogen: „Das hat sehr, sehr weh getan.“ Aber jetzt hat der Schulwart aus Wien seine Fröhlichkeit wieder. Seine große Leidenschaft sind die Winnetou-Festspiele in Niederösterreich, bei denen er mitwirkt. Meistens spielt Johannes einen Cowboy: „Das kommt gut an bei den Frauen.“ Der Wiener bereist auch gerne Thailand, Johannes fasziniert das Land, mit dem Sextourismus möchte er nichts zu tun haben. Er liebt das thailändische Essen. Aber eines möchte er betonen: „Scharf bin ich selber. Drum ess‘ ich mild, mild, mild.“

Elfriede, „60 plus, plus“-jährige Warenpräsentatorin in Pension aus Niederösterreich, ist absolut bereit, sich auf einen neuen Partner einzustellen, wenn er ihr gefällt. Es soll ein Mann sein, der Frauen einfach mag, der nicht schreit, nicht streitsüchtig oder gar brutal ist. Elfriede hat viele Jahre mit ihrem Kakadu Chicco gelebt, der sie als seine Partnerin betrachtet hat. Der Vogel, der leider zur Eifersucht neigte, hatte ein großes Problem mit Männern, die sein Revier gestört haben: „Dem Briefträger hat er sogar in den Kopf gepeckt.“ Elfriede war zwei Mal verheiratet. Ihr erster Ehemann verstarb bei einem tragischen Arbeitsunfall, da waren ihre beiden Töchter noch sehr klein. Jahre später lernte die Niederösterreicherin einen Tiroler kennen, mit dem sie eine Vernunftehe einging. Auch er verstarb. Mittlerweile ist Elfriede auf der Suche nach dem neuen Glück. Und sie hat viel zu berichten: „Viele Männer glauben, dass sie gute Liebhaber sind, aber das bestimmt immer nur die Frau.“ Zu klein soll der neue Verehrer nicht sein, zwischen 50 und 80 Jahre alt, kein Raucher und kein Trinker. Und, was Elfriede überhaupt nicht leiden kann, sind Männer mit Bärten: „Ein Bart ist der größte Bazillenträger. Da bleibt dann beim Suppe essen immer alles hängen.“

Tommy, 77-jähriger Bankangestellter in Pension aus Wien, beschreibt sich selbst als Mann der alten Schule. Er hält Damen die Türe auf, überreicht kleine Geschenke. Und schreibt sogar Liebesgedichte, wenn er verliebt ist: „Bei den meisten Frauen kommt das positiv an.“ Tommy hat genug vom Alleinsein. Er wünscht sich eine neue Partnerin, die ihm sagt: „Schön, dass es dich gibt, Schatzi.“ 25 Jahre lang war der Wiener verheiratet. Das Schönste an seiner Ehe sind, wie er stolz sagt, seine beiden Kinder. Die Ehe wurde geschieden. Jetzt ist er wieder bereit, neu anzufangen. Tommy wünscht sich eine Partnerin, „die den Wow-Effekt hat“. Gerne würde er mit der Dame Ausflüge zu schönen Seen machen oder sogar eine Bergspitze erklimmen. Tommy hofft, über die Sendung fündig zu werden. Folgendes möchte er den Damen gern ausrichten: „Wer es nicht versucht, erlebt es nicht. Also meine Damen, versuchen Sie es. Schreiben Sie mir.“

Martina, 42 -jährige Kellnerin aus Oberösterreich, liebt nur Plastikblumen, weil sie leider keinen grünen Daumen hat. Eine gewisse Sicherheit und ein schönes, sauberes Zuhause sind Martina wichtig, um sich wohl fühlen zu können: „Mein Hobby ist putzen.“ Mit den Männern hatte Martina in ihrem Leben nicht viel Glück. Vier Mal war die Oberösterreicherin verlobt, zur Unterzeichnung der Heiratsurkunde kam es nie: „Der Erste war noch verheiratet, der Zweite hat zwei Monate vor dem Termin abgesagt. Beim dritten versteh ich bis heute nicht, warum er mir überhaupt einen Antrag gemacht hat. Und der Vierte war dann auch nicht so, wie er sich gegeben hat.“ Den letzten Verlobungsring bewahrt Martina in einem Schrank auf. Als Mahnmal, wie sie schmunzelnd sagt. In Zukunft will die Kellnerin vom Attersee sich bemühen, auch den netten Männern eine Chance zu geben. Der neue Mann an ihrer Seite soll lieb, humorvoll und spannend sein. Die Oberösterreicherin misst 1,54 Meter. Ihr Neuer darf aber gern 1,80 Meter sein, Martina liebt große Männer. Ein „Baucherl“ stört sie übrigens nicht, nur Künstlertyp soll der Neue keiner sein: „Lieber ein Beamter.“

Alfons, 69-jähriger DJ in Pension aus Vorarlberg, hat momentan ein kleines, optisches Problem, weil er aufgehört hat zu rauchen: „Ich hab ein paar Kilo angesetzt, aber es gibt so viele schöne Sachen, die man zu zweit machen kann, damit die Figur wieder in Ordnung kommt. Und damit meine ich nicht nur Spazierengehen...“ In seiner Jugend hatte er unzählige Affären, berichtet der DJ im Ruhestand: „Ich war aber nicht der Jäger, sondern der Gejagte.“ Alfons hat schon einmal die große Liebe kennengelernt. Auf tragische Weise wurde das junge Glück beendet, die junge Frau verunglückte tödlich. Das war ein großer Schock für den Vorarlberger. Mit 69 wünscht sich Alfons jetzt eine „Bombenfrau“ an seiner Seite, mit der er bis ins hohe Alter glücklich sein kann. Figürlich soll sie bitte etwas darstellen, „mir gefallen weibliche Kurven sehr.“ Was sie nicht sein sollte, ist ein „Tratschweib“, das über die Beziehung bei Freundinnen schimpft oder Intimitäten ausplaudert.

Claudia, 62-jährige Schauspielerin in Pension aus Wien, hat eine große Vorliebe für den morbiden Witz: „Ohne Humor könnte ich nicht existieren.“ Sie will einfach nicht mehr ohne Mann sein: „Die Einsamkeit kann schlimm sein. Am Abend. Oder, wenn man allein isst.“ Da tut der pensionierten Schauspielerin manchmal sogar das Herz weh, gibt sie zu. Deshalb will die Wienerin in Zukunft öfters zu zweit dinieren. Die 62-Jährige schwärmt für blonde und blauäugige Männer, Bärte mag sie nicht so gerne, dafür aber Glatzen umso mehr: „Die können wahnsinnig erotisch ausschauen“, findet sie. Die pensionierte Schauspielerin war zwei Mal verheiratet. Bei der ersten Ehe hatte ihre Mutter die Finger im Spiel: „Sie wollte mich an wen Besseren verheiraten.“ An einen „Freiherrn von“. Die Ehe hielt fünf Jahre, obwohl sich Claudia am liebsten nach drei Wochen getrennt hätte. Danach lernte die Schauspielerin auf einer Tournee in Paris ihren zweiten Ehemann kennen, in den sie sich rasend verliebte. Leider war auch diese Ehe nicht für die Ewigkeit gemacht. Jetzt hätte sie gern wieder so ein Gefühl von „Paris im Frühling. Merci beaucoup.“

Die sechs Kandidatinnen und Kandidaten der dritten Sendung im Überblick

Leopold, 56-jähriger Angestellter aus Niederösterreich, isst für sein Leben gerne Brokkoli und Zitronen, um gesund zu bleiben: „Ich hab Dinge, die andere nicht haben. Ich hab nur Stärken.“ Er ist fit wie ein Turnschuh, sagt er, jeden Tag geht er mehrmals zu Fuß in den sechsten Stock. Über die Sendung möchte der Single-Mann jetzt endlich seine Traumfrau finden. Denn mit seinen bisherigen Beziehungen hat er nicht viel Glück gehabt. Einmal akzeptierte ihn die Familie nicht, bei der anderen Partnerin war ihr Rucksack an Altlasten zu schwer, erinnert sich Leopold. Sportlich soll die neue Herzensdame sein, musikinteressiert, einen gesunden Hausverstand haben. Sie darf ruhig lange Haare haben, soll nicht zu dick sein und bitte nicht „aufgeputzt wie ein Christbaum.“ Und, das Wichtigste: Er muss einfach merken, dass sie ihn wirklich gern hat. Der Niederösterreicher wird von den meisten Menschen für deutlich jünger gehalten. Leopold achtet sehr auf seinen Körper. Das macht viel aus, beteuert er: „Das gefällt den Damen.“

Judith, 69, Beamtin in Pension aus Wien, fühlt sich noch sehr quirlig. Bei den „Liebesg’schichten“ will sie mitmachen, weil sie noch nicht den Richtigen gefunden hat, der mit ihr mithalten kann: „Männer in meinem Alter, naja, da hinkt es ehrlich gesagt oft schon ein bisschen.“ Der Neue kann also gerne auch fünf bis zehn Jahre jünger sein, das kann sich Judith gut vorstellen. Die Wienerin hat ein Faible für High Heels, ihre Schuhe findet sie erotisch, erzählt sie. Auch ihrem Mann haben sie immer gut gefallen. Ihr Gatte ist ganz plötzlich verstorben. 42 Jahre gingen die beiden durch dick und dünn, bis sie, sehr plötzlich und ohne Vorwarnung, voneinander getrennt wurden. Nach einer Trauerzeit fühlt sich Judith wieder bereit für eine neue Liebe. Sympathisch soll der Traummann sein, zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß. Ganz ein normaler Mensch. Wenn man jemanden liebt, verwendet man Tier-Kosenamen, findet sie jedenfalls. Ob der Neue ein „Hasi“, „Bärli“ oder gar ein „Nasenbärli“ wird? „Das kommt dann ganz darauf an, wie er ausschaut!“

Peppo, 57 Jahre, Bautechniker aus Salzburg, kann sich nicht für den Süden und die Hitze, dafür aber für den Norden begeistern. Mit einer neuen Frau an seiner Seite würde er sich aber sogar zu einem Italienurlaub überreden lassen: „Ich bin offen für alles.“ Er war 20 Jahre verheiratet, hat zwei tolle Kinder aus seiner Ehe, aber in der Beziehung hat es gleich von Anfang an gekriselt. Seit vier Jahren sind die beiden Eheleute getrennt und jetzt auch geschieden, seither hat man ein wunderbares Verhältnis zueinander: „So viele Jahre waren wir beide unglücklich! Wenn ich jetzt zurückdenk, mein Gott, wie blöd ist man, dass man da zusammenbleibt.“ Jetzt freut sich der Salzburger auf eine neue Frau. Vom Typ her gefällt ihm Veronica Ferres sehr, eine gute Figur im Dirndlkleid soll die Neue haben, nicht zu dick und nicht zu dünn sein. Ein Gedicht wäre es, wenn sie kochen könnte: „Ich mach immer nur Wurstnudeln oder Zucchinisuppe.“ Wie die große Liebe sich anfühlt, das weiß er noch gar nicht, gibt Peppo zu. Aber was er ganz genau spürt, ist: „Ich möchte auch so glücklich sein wie manche andere.“

Dorothea, 73, pensionierte Kinderkrankenpflegerin aus der Steiermark, wurde von ihren Freundinnen dazu angestiftet, sich für die Sendung zu bewerben: „Es war ein bisschen eine beschwipste Aktion.“ In ihrem Leben fehlt Dorothea ein lieber Mann, so um die 1,70 Meter, gerne weißhaarig, ehrlich und sauber: „Er muss mich sofort mögen. Und zärtlich sollte er sein.“ Die Steirerin hat in ihrem Berufsleben so einiges erlebt und auch eine Zeit in der Schweiz bei einer sehr betuchten Familie als Kindermädchen verbracht. Da hat es ihr aber nicht gefallen: „Das Haus war Tag und Nacht bewacht. Und die Dame des Hauses war den ganzen Tag lang shoppen.“ Köstlichkeiten wie Gänseleber gab es nur selten. Auch ihr Beziehungsleben war sehr abwechslungsreich. Dorothea war dreimal verheiratet, aus der ersten Ehe, die nur 18 Monate dauerte, hat sie eine erwachsene Tochter. Mit dem zweiten Mann war sie 25 Jahre zusammen und der dritte Ehemann, ihre große Liebe, hat leider eine andere Dame kennengelernt. Dann war Schluss: „Ich hab’ lieber keinen Mann als den falschen.“ Aber die Kandidatin glaubt noch fest an die große Liebe. Und jetzt ist es so weit, hofft sie.

Albin, 56-jähriger Bäcker aus Salzburg, ist überzeugt: „Jeder Mann möchte sich mit einer möglichst schönen Frau umgeben. Wenn er sie seinen Freunden vorstellt, sollen sie am besten gar nicht den Mund zukriegen.“ Aber man muss schon realistisch bleiben, findet er: „Ich bin auch kein Brad Pitt oder Leonardo DiCaprio“. Die neue Partnerin, die Albin sich in sein Leben wünscht, sollte natürlich sein, mit sich selbst zufrieden und Nichtraucherin. Der Salzburger hat in seinem Leben schon Dinge erlebt, von denen andere Menschen nur träumen können. Er war sieben Jahre auf einem Passagierschiff angeheuert und hat sehr viel Zeit in der Karibik verbracht. Der Bäckermeister ist geschieden und hat einen mittlerweile erwachsenen Sohn, auf den er sehr stolz ist. Albin hat einen Hang zu wilden Hobbies, Bungee Jumping hat er schon gemacht. Er wird aber mittlerweile schon etwas ruhiger, lässt er der Traumfrau ausrichten. Gemeinsame Ausfahrten mit dem Motorrad wären schön. Aber im Tempo, das sie will. Eigentlich ist Albin nicht schüchtern, sagt er, aber „wenn es ans Eingemachte geht, wird der Bua kleinlaut“.

Sylvia, 61, Frisörin in Pension aus der Steiermark, hat endlich dem Wunsch ihrer Mutter nachgegeben, sich bei den „Liebesg’schichten“ zu bewerben. Sie ist nicht auf der Suche nach einem Traumprinzen, sondern nach einem ganz normalen Mann, der interessiert ist an Wanderungen und vielleicht auch mit ihr tanzt. Das wäre schön. Sylvia wünscht sich einen Partner an ihrer Seite, zu dem sie auch aufschauen kann und dem sie keine Ratschläge geben muss. Wenn sie jemanden kennenlernt, stellt die Single-Dame gern viele Fragen. Das ist einigen Männern zu viel, erzählt sie: „Die fühlen sich dann wie beim Verhör.“ Dabei will sie ja nur wissen, wer ihr bei einem Date gegenübersitzt, rechtfertigt sich Sylvia. Seit 1999 ist die patente Steirerin geschieden. Sie hat eine Tochter, auf die sie sehr stolz ist, aber jetzt soll mit dem Alleinleben endlich Schluss sein: „Mit Corona kam die Einsamkeit. Weil der Kontakt mit den Freunden weggefallen ist. Und die Umarmungen. Dann wird einem erst richtig bewusst, was einem alles fehlt.“

Die Singles der zweiten Folge im Überblick:

Thomas, 53-jähriger Arbeitsuchender aus Wien, ist bereit, für die neue Frau in seinem Leben wirklich alles zu tun: „Wenn es die große Liebe ist, dann bekommt sie von mir nicht 100 Prozent, nicht 1000 Prozent, sondern eine Million Prozent.“ Nach zehn Jahren Single-Dasein tut es Thomas weh, bei Ausflügen an der Donau verliebte Pärchen zu sehen: „Da wünscht man sich, dass das Herz aus Stein wäre“, gibt er sich im Interview gefühlvoll. Sonst macht der Wiener gern Witze. Wenn er zum Beispiel von erfolglosen Flirtversuchen erzählt: „Früher hat es gereicht, wenn du zu einer Frau gesagt hast, dass sie schöne Augen hat. Das geht heutzutage nicht mehr. Die holt sonst noch die Polizei.“ Seinen von Tätowierungen geschmückten Körper trainiert Thomas zu Hause mit Hanteln. Um Muskeln zu bekommen, und um sein Baucherl zu verlieren. Denn auch seine Traumfrau soll bitte keinen großen Bauch haben, dafür dürfen ihre Haare bunt sein. Ob Menschen oft denken, dass er mit seinen vielen Tattoos ein böser Bube ist? „Von der Optik her könnte man das glauben. Aber vom Herzen her bin ich streichelweich und für die Damenwelt offen.“

 

Jasmina, 59-jährige Wirtin in Pension aus Tirol, möchte von einem wahren Gentleman gefunden werden. Der sollte die Kunst des Küssens beherrschen, denn „niveauvolle Erotik“ ist Jasmina sehr wichtig. Sie hatte nach ihrer Scheidung eine Beziehung mit einem Hamburger Marineoffizier: „So etwas möchte ich wieder erleben: Stil, Klasse und Niveau.“ Der Traummann der „bärigen Tirolerin“, wie sie sich selbst lachend bezeichnet, ist eine charmante Mischung aus Roger Moore, Pierce Brosnan und Sean Connery. Aber auch Hansi Hinterseer findet sie toll. Fotos von ihm zieren ihre Wohnung, in der sie nicht nur gern ein Gläschen Sekt auf der Couch genießt, sondern auch ihren Körper mit Gymnastik in Schuss hält. Eine unsichere Frau ist sie sicher nicht, schwört die Single-Dame: „Ich bin für den Herren und Gentleman doch DIE Bereicherung.“ Jasmina wünscht sich einen spontanen Mann. Jemanden, der vielseitig interessiert ist und mit dem man über Politik und Wirtschaft angeregt plaudern kann. Denn eines hat sie nicht, möchte sie betonen: „Ich habe keine Zeit für Langeweile!“

 

Klaus, 60 Jahre, Vertreter aus der Steiermark, lebt allein mit seiner Hundedame Jayjay, die er über alles liebt. Jayjay besetzt derzeit noch die rechte Betthälfte, aber sobald Klaus seine Traumfrau gefunden hat „wird Platz gemacht.“ Damit sie diesen auch verdient, muss die neue Partnerin allerdings einige Kriterien erfüllen: „Die Dame meines Herzens soll nicht herrschsüchtig sein, sie soll auf eigenen Beinen stehen, groß und schlank sein“. Gemeinsames Joggen wäre ein Wunsch des Oststeirers, der sich danach sehnt, dass eine Frau ihn sportlich motiviert: „Ich bleib sonst immer gleich bei der zweiten Parkbank stehen.“ Klaus war verheiratet: „Meine Ehe hat sechs Jahre, elf Monate, drei Tage und 22 Stunden gedauert“, erinnert er sich exakt. Danach war der Vertreter kein Kind von Traurigkeit und hatte unter anderem eine Beziehung mit der „letzten, regierenden Miss Dessous Ostdeutschland“, gerät er ins Schwärmen. Aber, vorbei ist vorbei. Jetzt wird Platz für die neue Liebe gemacht.

 

Eva Maria, 72, Fahrlehrerin in Pension aus Niederösterreich, ist sich sicher: „Das Wichtigste für mich ist jemand, der zu mir passt, weil er ein Herz, ein Hirn und Humor hat. Also die drei H.“ Tierliebend soll er bitte auch sein. Aber reich braucht er nicht sein, ich bin es auch nicht. Ich bin nur reich an Liebe.“ Eva Maria stellt nicht nur gern selbstgemachten Eierlikör her, sie singt auch mit Freude und widmet sich ihrem Hobby, der Reiki-Energiearbeit.18 Jahre lang war die Niederösterreicherin verheiratet. Die große Liebe kam danach. Dachte sie, denn: „Was bei drei nicht am Baum war, hat ihm gehört. Damit komm’ ich nicht zurecht.“ Aber charmant war der Herr schon, gibt Eva Maria zu: „Er hat gewusst, was eine Frau hören möchte. Dass ihm mein Essen schmeckt. Und meine Kuchen.“ Eine rein platonische Beziehung hat die Weinviertlerin übrigens nicht im Sinn: „Ein bissl Erotik wär schon nicht schlecht.“ Und, sie freut sich schon „auf ganz viele Liebesbriefe.“ Das wäre schön!“

 

Herbi, 77 Jahre, pensionierter Tischler aus Tirol, ist Witwer und sucht nach einer lieben Frau zum Kuscheln: „Ich kann garantieren, dass es dir nicht langweilig wird,“ verspricht er der zukünftigen Partnerin sogar. Herbi schnitzt und modelliert neben Heiligen- auch Frauenfiguren: „Aber mir wäre eine lebendige Frau lieber. Die Formen sind ja die gleichen, aber halt aus Fleisch und Blut und nicht nur aus Holz.“ 40 Jahre lang war der Tiroler verheiratet: „Mit der Frau hat man Rösser stehlen können.“ Nach ihrem Tod hatte Herbi eine kurze Beziehung: „Ich hab’ mich leider trennen müssen. Sie hat so geschnarcht! Das hat man bis nach draußen gehört“, erinnert er sich. Seine zukünftige Partnerin muss keine Prinzessin sein, beruhigt er. Aber etwas sportlich. Sie darf Rundungen mitbringen und „sie soll nicht eintreten, sondern erscheinen.“ Der ehemalige Handwerker liebt FKK-Baden, er würde sich freuen, wenn die neue Frau ihn begleitet: „Es ist aber kein Muss.“ Über ein Jahrzehnt ist Herbi jetzt schon allein: „Ich glaube, weil ich mich zu viel den Hobbys gewidmet habe und zu wenig auf Brautschau gegangen bin“, beteuert er. „Aber ich bin bereit. Ich bin lernwillig.“

 

Maria, 66 „plus plus“, Kindergärtnerin in Pension aus Wien, findet es unmöglich, wenn man eine Dame nach dem Alter fragt: „Das muss ja wirklich nicht sein,“ meint sie. Sie hat in ihrem Leben nie aufgehört, „eine Prinzessin zu sein.“ Sie wüsste gar nicht, wieso. Die Wienerin wünscht sich einen Partner, der intelligent und kultiviert ist: „Ich suche einen Mann, der mich und meinen Rocco lieben kann.“ Rocco ist ihr kleiner Hund und ständiger Begleiter. Ganz arm sollte der zukünftige Partner auch nicht sein, denn Maria möchte mit dem Prinzen hie und da fein essen gehen. Zahlen darf dann er: „So viel Emanze bin ich noch nicht!“. Kein Tag vergeht, an dem die ehemalige Pädagogin nicht ihre Turnübungen macht. Deswegen kann sie mit ihren „66 plus plus“ noch immer einen Spagat. Stressig in den Tag hecheln möchte die Pensionistin auch in Zukunft nicht. Sie ist und bleibt eine Nachteule: „Wenn die anderen Leute zu Mittag essen, frühstückt die Maria noch“, erklärt sie schmunzelnd. Der Neue dürfte ruhig jünger sein. Auch schon früher gab es jüngere Liebhaber, gibt die Kandidatin zu. Aber eines darf ihr Zukünftiger auf keinen Fall haben: „Ich mag keine stechend blauen Augen. Da fürchte ich mich.“

 

 Nina Horowitz. Bild: Sender / Roman Zach-Kiesling
Nina Horowitz. Bild: Sender / Roman Zach-Kiesling