Dokumentarfilmzeit montags auf 3sat: Die neuen Dokus 2021

3satDokumentarfilmzeit 2021

Erstausstrahlung am 1. 3.: Immer und Ewig. Im März in der 3satDokumentarfilmzeit: Die Sendungen, die Sendetermine. Immer montags um 22.25 Uhr mit Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

3satDokumentarfilmzeit im März

Mit "Immer und Ewig", "Von der Küche ins Parlament", "Eine Klinik im Untergrund - The Cave" u.a

Montag, 1. März, 22.45 Uhr

"Immer und Ewig"

Dokumentarfilm, Schweiz 2019

Regie: Fanny Bräuning

Deutsche Erstausstrahlung

Ein Mann und eine Frau reisen in ihrem Kleinbus durch den Süden Europas. Er ein rastloser Tüftler und Fotograf, sie seit fast 20 Jahren halsabwärts gelähmt. Wie schafft es das einst junge, wilde Paar, seit so langer Zeit allen Einschränkungen zum Trotz immer wieder von Neuem aufzubrechen? Die Tochter der beiden, Filmemacherin Fanny Bräuning, begleitet ihre Eltern und macht sich auf die Suche nach Antworten.

Montag, 8. März, 22.25 Uhr

"Von der Küche ins Parlament"

Dokumentarfilm, Schweiz 2012

Regie: Stéphane Goël

Deutsche Erstausstrahlung

Die Schweiz war eines der letzten Länder der Welt, welches das Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt hat. Haushalt, Küche, Kinder und Kirche. Jahrzehntelang hat diese Litanei das Leben der Frauen geprägt. Mit Witz und Ironie führt Filmemacher Stéphane Goël durch ein Jahrhundert Schweizer Geschichte. Auf den Spuren von Frauen, die dafür gekämpft haben, den Herd verlassen zu können – und von Männern, die alles versucht haben, um sie dorthin zurückzuschicken – bis zur Erreichung einer gesetzlichen Gleichstellung.

Montag, 15. März, 22.25 Uhr

"Shooting the Mafia"

Dokumentarfilm, Irland/USA 2019

Regie: Kim Longinotto

Lange regierte die Mafia auf Sizilien ungehindert, ihre Verbrechen waren für die Welt unsichtbar. Das änderte sich erst in den 1970er Jahren, als die erste Fotojournalistin Italiens Letizia Battaglia die brutalen Morde und den tiefgreifenden Einfluss der Mafia zu dokumentieren begann. Es ist von Anfang an eine gefährliche Mission. Mit "Shooting the Mafia" erzählt die preisgekrönte Filmemacherin Kim Longinotto, eine der namhaftesten britischen Dokumentarfilmerinnen, die Emanzipationsgeschichte einer politisch denkenden und handelnden Frau aus dem Süden Italiens.

Montag, 22. März, 22.25 Uhr

"Lea Tsemel, Anwältin"

Dokumentarfilm Kanada, Israel, Schweiz 2019

Regie: Rachel Leah Jones und Philippe Bellaiche

Israels Besatzung palästinensischer Gebiete führt seit Generationen zu blutigen Auseinandersetzungen. Auf palästinensischen Widerstand folgt israelische Expansion, eine friedliche Lösung des Konflikts ist in weite Ferne gerückt. Lea Tsemel ist jüdische Anwältin und verteidigt palästinensische Straftäter, die in ihrem Land keine Stimme haben. Für ihre politischen Gegner ist sie deshalb eine Verbündete des Teufels, eine Schande für das Land. Sie vertrete Freiheitskämpfer und opponiere, stelle sich damit gegen die israelische Siedlungspolitik, sagen ihre Befürworter.

Montag, 29. März, 22.30 Uhr

"Eine Klinik im Untergrund - The Cave"

Dokumentarfilm, USA/Dänemark/Deutschland/Frankreich/Großbritannien/Katar 2019

Regie: Feras Fayyad

Syrien 2018. Sicherheit und Hoffnung liegen in der Hochburg der Aufständischen in Ost-Ghouta unter der Erde. Eine Gruppe mutiger Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenschwestern hat der humanitären Katastrophe des Krieges etwas entgegengesetzt: eine weitverzweigte, unterirdische Klinik, genannt "The Cave". Es ist die letzte Bastion für die seit Jahren belagerten Zivilistinnen und Zivilisten, wo sie noch Schutz finden vor Giftgasangriffen und vor schweren Bombardierungen der Assad-Truppen und ihrer russischen Verbündeten. Fayyad lässt in seinem Film Raum für die scheinbar banalen Dinge, die bei genauem Hinsehen so wichtig sind, weil die Helden von "The Cave" ohne diese Momente nicht überleben könnten. Der Film feierte 2019 in Toronto Weltpremiere, hat dort das Internationale Filmfestival (TIFF) eröffnet und den Publikumspreis gewonnen. Außerdem hat der Film den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020 gewonnen und war er für den Oscar 2020 in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert.