Im August 2022: Filmschatz Österreich

Filmschatz Österreich“: ORF III zeigt freitags im August 2022 neu restaurierte Klassiker erstmals in HD. Das sind die sieben restaurierten Spielfilme, weitere Ausstrahlungen sind geplant.

Freitag, 5. August

20.15 Uhr: „Mikosch im Geheimdienst“ (1959) mit Gunther Philipp (Ferdinand Mikosch), Walter Gross (Max Sperling), Kurt Großkurth (Otto Schumrich), Renate Ewert (Susi Lindinger), Regie: Franz Marischka

In Bad Ischl soll ein Treffen der Kaiser von Österreich-Ungarn und Preußen sowie des Zaren von Russland stattfinden. Da ein Anschlag befürchtet wird, herrscht strikte Geheimhaltung. Der österreichische Geheimdienstchef Rittmeister von Schöndorn möchte daher seine „Spezialtruppe“ einsetzen: Mikosch und seine chaotische Theatergruppe mit den Freunden Schumrich und Sperling.

21.45 Uhr: Der kühne Schwimmer (1957) mit Gunther Philipp (Otto von Sneff), Susanne Cramer (Gaby Marshall), Franz Muxeneder (Xaver), Regie: Karl Anton

Der junge Damenwäschefabrikant und wasserscheue Nichtschwimmer Otto von Senff verliebt sich während eines Badeurlaubs in die hübsche, wohlhabende Amerikanerin Gaby. Als diese nur knapp dem Ertrinken entgeht, gibt Otto sich stolz als liebenswerter Lebensretter aus. Der Hochzeit stünde jetzt wohl nichts mehr im Wege, wenn nicht Bauernbursche Xaver der wirklich wagemutige Schwimmer gewesen wäre.

Freitag, 12. August

20.15 Uhr: „Charleys Tante“ (1963) mit Peter Alexander (Dr. Otto Wilder), Maria Sebaldt (Carlotta Ramirez), Peter Vogel (Charley Salmann), Alfred Böhm (Ralf Wilder), Regie: Géza von Cziffra

Bei der Versammlung eines großen Konzerns verliebt sich der junge Otto Wilder Hals über Kopf in die attraktive Hauptaktionärin Carlotta. Leider kann er am Abend nicht mit ihr ausgehen. Sein Bruder Ralf benötigt für eine Party in der Wohnung seines Freundes Charley eine Anstandsdame. Otto soll sich deshalb als Charleys Tante verkleiden. Prompt taucht die echte Tante zur Feier auf – und dabei handelt es sich um niemand anderen als die charmante Carlotta.

21.40 Uhr: „Der Musterknabe“ (1963) mit Peter Alexander (Dr. Fritz Geyer), Cornelia Froboess (Renate „Reny“ Pacher), Gunther Philipp (Dr. Erwin Berthold) Regie: Werner Jacobs

Firmenchef Fritz Geyer macht sich Sorgen um seinen jüngeren Bruder Benno. Der muss zum dritten Mal das Abitur machen, hat aber fürchterliche Prüfungsängste. Fritz schreibt sich vor dem Prüfungstermin unter Bennos Namen in einem anderen Gymnasium der Stadt ein. Von nun an führt er ein hektisches Doppelleben. In der Klasse gilt er als Streber, besonders die Mädchen können den Musterknaben nicht leiden. Fritz/Benno verliebt sich ausgerechnet in Reny, die Anführerin der tonangebenden Clique.

Freitag, 19. August

20.15 Uhr: „Vater sein dagegen sehr“ (1957) mit Heinz Rühmann (Lutz Ventura), Marianne Koch (Margot), Regie: Kurt Meisel

Lutz Ventura ist Schriftsteller in einer fränkischen Kleinstadt. Dort hat er es sich in einem idyllischen Wehrturm wohnlich gemacht. Als seine verwitwete Schwester plötzlich verstirbt, hinterlässt sie zwei Kinder. Lutz nimmt sich der zwölfjährigen Traudl und des kleinen Rudi an. Unweigerlich führt das zu Komplikationen. Denn seine Verlobte Margot drängt Lutz, sich zwischen ihr und den Kindern zu entscheiden.

21.50 Uhr: „Ist Geraldine ein Engel?“ (1963) mit Peter Weck (Niki), Conny Froboess (Geraldine), Gunther Philipp (Viktor), Vilma Degischer (Tante Klara), Regie: Steve Previn

Musikverleger Niki ist ein Filou wie er im Buche steht. Auch die reizende Geraldine, Nichte seines Kompagnons Viktor, muss dies nach einem heftigen Flirt einsehen. Mit Hilfe ihrer Tante Klara kommt sie nämlich einem amourösen Abenteuer ihres Liebsten auf die Schliche. Als Niki sie darauf nach Monte Carlo einlädt, ahnt sie, mit wem die Reise eigentlich geplant war. Doch Geraldine gibt nicht auf. In Monaco angekommen, beginnt sie ein beschwingtes Spiel mit Amors Pfeilen.

Freitag, 26. August

20.15 Uhr „Conny und Peter machen Musik“ (1960) mit Conny Froboess (Conny), Peter Kraus (Peter)

Bei einem Fahrradunfall lernt Conny den Kellner Peter kennen, der sie netterweise bis zur Bushaltestelle mitnimmt. Doch als der Kavalier zu spät bei seinem Arbeitsplatz eintrifft, bezahlt er diese Unpünktlichkeit mit seinem Job. Mit einem kleinen Schwindel verschafft ihm Conny eine Anstellung als Detektiv, der im berühmten Palace-Hotel mysteriöse Diebstähle aufdecken soll.

21.45 Uhr: „Alle lieben Peter“ (1959) mit Peter Kraus (Peter Erdmann), Hannelore Schroth (Sylvia), Boy Gobert (Bernd Werding), Christine Kaufmann (Kitty Steiner), Regie: Wolfgang Becker

Peter Erdmann ist leidenschaftlicher Musiker. So kann er sich mit seinen Auftritten sein Studium finanzieren. Da kommt das Angebot, mit seiner Band bei der privaten Feier von Generaldirektor Steiner aufzuspielen, gerade recht. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in Kitty, die Tochter des Hauses. Doch das führt zu Problemen, die mit dem wahren Alter Peters und seiner Mutter zu tun haben.

Filme mit Conny Froboess, Gunther Philipp, Peter Alexander, Peter Weck und Peter Kraus mit Einführung von Filmhistorikerin Karin Moser

Im wahrsten Wortsinn historische Filmerlebnisse präsentiert ORF III Kultur und Information im August 2022 als Schwerpunkt im Hauptabendprogramm: Eine Reihe von Filmschätzen, u. a. mit österreichischen Publikumslieblingen wie Conny Froboess, Gunther Philipp, Peter Alexander und Peter Kraus, hat ORF III aufwendig restaurieren lassen und sorgt so dafür, das kulturelle Filmerbe für die nächsten Generationen zu erhalten. Die Produktionen werden nun erstmals im Format 16:9 und in HD zu sehen sein. Filmhistorikerin Karin Moser, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Filmarchivs Austria, übernimmt die Patronanz und führt in Inhalt und Hintergründe der Filme ein.

Peter Schöber, ORF-III-Programmgeschäftsführer: „Seit Senderbeginn ist es ORF III ein großes Anliegen, heimische Filmschaffende bestmöglich zu unterstützen und Programmplätze zur besten Sendezeit zur Verfügung zu stellen. So zeigen wir jeden Freitag-Hauptabend in der Sendeleiste ‚Der österreichische Film‘ jeweils zwei Produktionen österreichischer Provenienz und bestücken darüber hinaus anlassbezogen weitere Sendeplätze mit den Arbeiten der heimischen Filmlandschaft. Insofern freut es mich besonders, dass wir nun im Rahmen der seit 2012 bestehenden Reihe ‚Filmschatz Österreich‘ erneut die Gelegenheit haben, restaurierte Filmjuwele auf erstklassige Sendeplätze zu heben und damit Österreich ein Stück Zeitgeschichte zurückzugeben. Mein Dank gilt der renommierten Filmhistorikerin Karin Moser, die sich bereiterklärt hat, die vorangestellte Einleitung mit filmhistorischer Einordnung für jeden Einzelnen der restaurierten Filme zu übernehmen.“

Karin Moser, Filmhistorikerin: „Filme sind Zeitdokumente, die uns Informationen über den Zustand einer Gesellschaft, über damalige Krisen und Konflikte, Werte und Moralvorstellungen geben. In den österreichischen und deutschen Filmproduktionen der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre spiegeln sich der Wirtschaftsaufschwung und eine neue Konsumkultur wider. Aufstiegsfantasien und US-amerikanische Kultureinflüsse treffen auf traditionelle Werte und Verhaltensregeln. Letzteren muss am Ende entsprochen werden. Und da und dort klingen sogar politische Tendenzen durch. Unterhaltung, Humor und Schlagermusik stehen aber im Zentrum dieser Produktionen. Altbekannte und junge Stars sollen breite Publikumsschichten ansprechen. Die Musikindustrie ist in dieser Zeit bereits zu einem zentralen Partner der Filmwirtschaft geworden.“