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Neues Universum über die Kanarischen Inseln am 26. 2. 2019


Start für „Universum“-Zweiteiler über „Die Kanarischen Inseln“ am 19. und 26. Februar.

Teil 2 – „Felsenküste und Vulkane“ – am 26. Februar um 20.15 Uhr in ORF 2. „Universum“ zeigt die unbekannte Seite der Kanarischen Inseln

Die zweiteilige „Universum“-Dokumentation von Michael Schlamberger zeigt am Dienstag, dem 19. und 26. Februar 2019, jeweils um 20.15 Uhr in ORF 2 die wilde, unbekannte Seite des Archipels abseits besuchter Touristenpfade.

  • „Nebelwald und Wüste“ stehen im Mittelpunkt von Teil 1,
  • „Felsenküste und Vulkane“ von Teil 2.

Teil 2 „Felsenküste und Vulkane“

Einst nannte man sie die „Inseln am Rande der Welt“. Als der antike Geograf Ptolemäus die erste Landkarte der Erde erstellte, waren die Kanarischen Inseln eben das: das Ende der alten Welt. Heute sind die sieben Inseln ein exotisches Paradies für jährlich zwölf Millionen Touristinnen und Touristen. Sie kommen vor allem aus Europa, um Sonne, Meer und ein mildes, frühlingshaftes Klima zu genießen. Die zweiteilige „Universum“-Dokumentation „Die Kanarischen Inseln“ von Michael Schlamberger zeigt die wilde, unbekannte Seite des Archipels abseits des Massentourismus. Im Mittelpunkt von Teil 2 stehen am Dienstag, 26. Februar 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2 „Felsenküste und Vulkane“. „Die Kanarischen Inseln“ ist eine Produktion von ScienceVision, hergestellt im Auftrag von ORF und NDR Naturfilm/doclights, in Zusammenarbeit mit ORF-Enterprise, SVT und DR.

Die Kanarischen Inseln entstanden vor 20 Millionen Jahren, als es in den Tiefen des Atlantiks gewaltig brodelte. Vulkane brachen am Meeresboden aus, nacheinander tauchten die Inseln aus dem Meer auf. Lanzarote und Fuerteventura sind die ältesten der Kanaren. Vor zwölf Millionen Jahren entstanden Gran Canaria, La Gomera und Teneriffa. La Palma und El Hierro, ganz im Westen gelegen, sind ein bis zwei Millionen Jahre jung. Bis heute ist der Archipel nicht zur Ruhe gekommen. „Isla de fuego y agua“, Insel des Feuers und des Wassers, wird Lanzarote von den Einheimischen genannt. Vor 280 Jahren lag auf Lanzarote das Epizentrum einer Naturkatastrophe, die eine der dramatischsten Vulkanlandschaften der Erde geschaffen hat: die Feuerberge von Timanfaya. Momentan ruht der Vulkan und gibt dem Leben wieder eine Chance. Timanfaya wurde zum Nationalpark erklärt.

Abgeschieden vom Festland entwickelten sich auf den Kanarischen Inseln neue Arten mit hoch spezialisierten Verhaltensweisen. Auf Teneriffa wächst eine der seltensten Pflanzen der Welt: der Gefleckte Hornklee, Lotus maculatus. In der Natur gibt es nur noch wenige Exemplare. Um zu überleben, ist die Pflanze eine einmalige Partnerschaft eingegangen – mit Eidechsen. Wollen die Reptilien an den zuckerreichen Nektar der Lotus maculatus, streifen sie mit ihren Köpfchen den Pollen an den Blütenblättern ab, den sie zur nächsten Blüte bringen und sie bestäuben.

4.000 Meter ragt die beeindruckende Silhouette des Pico del Teide über den Meeresspiegel. Er ist der dritthöchste Inselvulkan der Welt und nicht nur die höchste Erhebung der Kanaren, sondern ganz Spaniens. Der Teide ist ein schlafender Gigant. Rund um seine Caldera hat er eine riesige, außerirdisch wirkende Landschaft geschaffen. Dichte Dampfschwaden hüllen den Krater ein, schwefelhaltige, flimmernd heiße Gase aus dem Erdinneren, die an die Oberfläche drängen. In dieser Vulkanwüste wächst eine Pflanze, deren purpurfarbene Blüten drei Meter in den Himmel ragen: die rote Tajinaste. Sie erträgt Kälte, Hitze, starke UV-Strahlung und lang anhaltende Trockenzeiten und blüht nur ein einziges Mal.

Unter Wasser macht ihr vulkanischer Ursprung die Kanaren zu einem spektakulären Naturparadies. „Vier Wochen haben wir im Meer verbracht“, erinnert sich Michael Schlamberger, „jedes Mal, wenn uns die Pilotwale erlaubt haben, mit ihnen zu schwimmen, war es ein atemberaubendes Erlebnis. Sie sind ständig miteinander in Kontakt und kümmern sich rührend um ihre Jungen. Dabei haben wir den ergreifendsten Moment dieser Dreharbeiten erlebt, als ein ‚Macho‘ ein totes Neugeborenes tagelang an der Oberfläche hielt, weil er es nicht aufgeben wollte.“ Im Laufe von zwei Jahren sind mehr als hundert Stunden Bildmaterial entstanden. Einer der Höhepunkte war ein extremer Wintereinbruch am Pico del Teide. Im März 2016 erreichte eine mächtige Schlechtwetterfront Teneriffa. „Auf diesen Moment haben wir lange gewartet“, erzählt der Regisseur, „als es so weit war, traf uns der Wintereinbruch mit voller Wucht. Bis zu zwei Meter tief steckten wir im Schnee. Unser Geländefahrzeug versank, und wir konnten uns nur noch mit Mühe zu Fuß vorwärts kämpfen, um diesen einmaligen Moment zu filmen.“

Es gibt noch eine einzigartige Tiergeschichte: Als die Dinosaurier bereits ausgestorben waren und sich die Tiere und Pflanzen entwickelten, wie wir sie heute kennen, ging auf El Hierro, der kleinsten und entlegensten Insel der Kanaren, ein Tier an Land, das zwischendurch schon einmal als ausgestorben galt: die El-Hierro-Rieseneidechse. Auf einem unzugänglichen Felsen im Meer hat sie als lebendes Fossil überdauert. Dieser Block, der „Roque de Salmor“, fernab von Menschen und eingeschleppten Räubern wie Katzen, Hunde und Ratten, wurde zur letzten Zufluchtsstätte für die legendären Echsen. Es ist ein Leben am Limit: Etwa 150 bis 200 Miniaturdrachen gibt es noch auf dem winzigen Felsen, und die verdanken ihre Existenz einer Möwenkolonie. Um ihre Jungen zu füttern, bringen die Möwen Unmengen von Heuschrecken auf den ausgesetzten Felsen. Diese Heuschrecken treten im Frühjahr auf den Hochebenen von El Hierro in Massen auf. Von diesem Überangebot leben indirekt auch die Reptilien, denn alles, was die Möwenküken übrig lassen, fressen die Riesenechsen. Die Extraportion Eiweiß genügt ihnen, um den Rest des Jahres zu überdauern und sich zu vermehren – bis zum nächsten Frühjahr, wenn die Möwen auf den Felsen zurückkehren und das große Fressen von vorne beginnt.

Regisseur Michael Schlamberger: „Wie so viele Echsen auf dem beinahe vegetationslosen Monolithen existieren und sich sogar fortpflanzen können, war lange Zeit ein Rätsel. Der Felsen ist praktisch unzugänglich, wir mussten von einem Helikopter springen, um hier filmen zu können. Mehrere Tage verbrachten wir in Tarnzelten versteckt auf dem winzigen Felsen; doch dabei haben wir die Antwort gefunden: Auf dem ausgesetzten ‚Roque de Salmor‘ brütet jedes Frühjahr eine Kolonie von Möwen, und unser Team konnte erstmals filmen, wie die Riesenechsen von den Möwen profitieren.“

Die Kanarischen Inseln sind eine faszinierende Welt mit einer erstaunlichen Vielfalt an Klimazonen, Landschaften und Arten. Doch sind sie in erster Linie eine kleine, sehr begrenzte Welt, in der alles voneinander abhängig ist. Wenn auch nur ein Teilchen dieses Puzzles verschwindet, kann das ganze System zusammenbrechen. Blieben beispielsweise die Passatwinde aus oder veränderte sich die Temperatur um wenige Grade, würden die Wälder für immer verschwinden. Übrig bliebe das, womit es vor Urzeiten begonnen hat: eine kahle Vulkanwüste. So ist die Entwicklung der Natur auf dem abgelegenen Archipel auch eine Metapher für die Veränderungen der Welt im Großen.

Teil 1 „Nebelwald und Wüste“

Einst nannte man sie die „Inseln am Rande der Welt“. Als der antike Geograf Ptolemäus die erste Landkarte der Erde erstellte, waren die Kanarischen Inseln eben das: das Ende der alten Welt. Heute sind die sieben Inseln ein exotisches Paradies für jährlich zwölf Millionen Touristinnen und Touristen. Sie kommen vor allem aus Europa, um Sonne, Meer und ein mildes, frühlingshaftes Klima zu genießen.

Ein Highlight der Produktion ist die Musik, die vom zweifachen Emmy-Preisträger David Mitcham aus England komponiert und mit der Janacek Philharmonie in großer Besetzung eingespielt wurde. „Um Davids musikalische Ideen umzusetzen, haben wir ausschließlich akustische Instrumente verwendet“, so Michael Schlamberger, „es sollte ein Klang geschaffen werden, der den Bildern Emotionalität und Dramatik gibt, aber auch eine unverwechselbare Atmosphäre schafft.“

Bis heute haben sich die Kanarischen Inseln ihre wilde Schönheit bewahrt. Jede von ihnen gleicht einem Kontinent im Kleinen. Subtropische Nebelwälder treffen auf karge Vulkanlandschaften und schneebedeckte Gipfel. Unzugängliche Schluchten münden in rauen, zerklüfteten Steilküsten oder ausgedehnten Wüsten. Die Inselgruppe im Atlantik nahe der nordwestafrikanischen Küste trägt den Beinamen „Inseln des Frühlings“. Doch auf derselben geografischen Breite – nur etwas mehr als 100 Kilometer weiter im Osten – liegt die trockene, heiße Sahara. Wie kommt es dann, dass auf den Kanarischen Inseln zum Teil üppige, subtropische Urwälder wachsen und die höchsten Vulkangipfel Schnee abbekommen? Eine Antwort heißt „vientos alisios“. So nennen die Einheimischen die Passatwinde. Beständig wehen sie von Nordost und sind für die Inseln im Atlantik die Grundlage vielfältigen Lebens. Der Passatwind bringt Wasser, er ist der Lebensspender für die Kanaren. Auf seiner langen Reise über das Meer nimmt der Alisio große Mengen an Feuchtigkeit auf. Trifft er auf die Inseln, stauen sich mächtige Wolkenbänke an steilen Bergflanken. Die in der Luft gespeicherte Feuchtigkeit kondensiert und nährt ein einmaliges Naturjuwel: subtropische Lorbeerwälder. Das Wasser fällt hier nicht als Regen: die mächtigen Lorbeerbäume „melken“ die Wolken und sorgen dafür, dass es in dicken Tropfen von ihren Blättern auf den Boden fällt.

Auf den flacheren Inseln bietet sich ein anderes Bild: hier fehlen die hohen Berge, an denen sich die Wolken stauen und ihre feuchte Last abladen. Zum Teil herrscht extreme Trockenheit, große Regionen sind Wüstengebiete. In der Wüste der Insel Fuerteventura lebt die Kragentrappe. Sie ist imstande, ihren Wasserbedarf aus ihrer Nahrung zu gewinnen: Blätter und Blüten, aber auch Käfer und Heuschrecken. Wenn es doch einmal regnet und Wasser- und Nahrungsangebot üppiger sind, beginnen die Hähne zu balzen: Sie präsentieren die weißen Schmuckfedern an ihrem Hals und stolzieren durch die Wüste, um den Hennen zu imponieren.

Unter Wasser sind die Kanarischen Inseln ein bizarres und geheimnisvolles Naturparadies. Seltsam aussehende Kreaturen wie Schmetterlingsrochen gleiten durch unterseeische Lavahöhlen, seltene Engelhaie lauern im schwarzen Vulkansand auf Beute. Aufgrund der geografischen Lage vermischen kräftige Meeresströmungen warmes Wasser der Tropen mit kaltem aus dem Nordatlantik, während aus der Tiefsee unentwegt Plankton an die Oberfläche geschwemmt wird. Das macht diese Gewässer zu einem guten Ort, um Meeressäuger zu beobachten. Bis zu acht Meter und drei Tonnen schwer sind die Pilotwale. Sie brauchen täglich 50 Kilogramm Nahrung und jagen meist nachts. Dabei tauchen sie bis zu 1.000 Meter tief, um an ihre bevorzugte Beute, Riesen-Kopffüßer, zu kommen. Tagsüber verbringen sie meist an der Oberfläche und widmen sich ihrem hoch entwickelten Familienleben. Sie leben in Schulen von bis zu 30 Tieren. Die großen Männchen, die „Machos“, verteidigen die Familie gegen Eindringlinge.

Winde und Meeresströmungen haben Tiere und Pflanzen zu den abgeschiedenen Inseln gebracht. Viele sind geblieben und haben sich im Laufe der Jahrtausende spezialisiert und an ein abgeschiedenes Inselleben angepasst. Neue Arten sind entstanden, die nirgendwo sonst auf der Welt existieren. Andere kommen von weit her, um nur einen Teil des Jahres auf den Inseln zu verbringen. Darunter sind die Gelbschnabel-Sturmtaucher, die aus Südamerika kommen, oder die Eleonoren-Falken aus Madagaskar. Sie unternehmen jedes Jahr weite Wanderungen und ziehen ihre Jungen, gut geschützt, in den schroffen Vulkanklippen auf. Die Kanarischen Inseln sind eine faszinierende Welt mit einer erstaunlichen Vielfalt an Klimazonen, Landschaften und Arten. Doch sie sind vor allem ein kleiner, begrenzter Kosmos, in dem alles voneinander abhängig ist. Blieben die Passatwinde aus oder würde sich die Temperatur nur um wenige Grade verändern, würden die Wälder für immer verschwinden. Was dann bliebe, wäre das, womit es vor Urzeiten begonnen hat: eine kahle Vulkanwüste.

Wenn die Sendung im TV läuft, finden Sie die Sendetermine hier!


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