Robert Dornhelms Maria Theresia

Robert Dornhelms Vierteiler „Maria Theresia“. Teil 1 und 2 mit Marie-Luise Stockinger Teile 3 und 4 mit Stefanie Reinsperger.  Alle 4 Teile im Überblick!

Die Teile 1 und 2 mit Burgschauspielerin Marie-Luise Stockinger.

Epochal, majestätisch, stark und leidenschaftlich zeichnet Robert Dornhelm in seinem Eventzweiteiler „Maria Theresia“ das Bild der Habsburger-Herrscherin. Marie-Luise Stockinger ist Maria Theresia. In weiteren Rollen spielt ein topbesetzter Cast um u. a. Vojtěch Kotek, Karl Markovics, Fritz Karl, Julia Stemberger, Cornelius Obonya, Anna Posch, Dominik Warta, Nathalie Köbli, Zuzana Stivínová, Zuzana Mauréry, Alexander Bárta, Zoltán Rátóti, Bálint Adorjáni und Tatiana Pauhofová. Die Dreharbeiten fanden in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich statt. Das Drehbuch stammt von Miroslava Zlatníková.

Robert Dornhelm inszenierte den Unterhaltungsfilm „Maria Theresia“

Regisseur Robert Dornhelm ist es wichtig zu betonen, dass sich der Film von historischen Dokumentationen unterscheidet: „Es ist eine Liebesgeschichte. Ich wollte einen lustigen und amüsanten Unterhaltungsfilm der Maria Theresia machen.“ Auf die Frage, ob er ein Habsburg-Spezialist sei, meint der Regisseur: „Das bin ich sicherlich nicht und Monarchist bin ich auch keiner geworden, eher sind meine demokratischen Überzeugungen bestätigt worden. Ich bin gegen absolute Monarchien. Ich glaube wir verdienen nach all den Bemühungen unserer Vorfahren, humanistische und menschliche Gegebenheiten zu leben und nicht einer Person ausgeliefert zu sein – auch wenn sie noch so genial ist und noch so wunderbare Reformen schafft.“

Neu für den Oscar-nominierten Starregisseur war der Dreh in verschiedenen Sprachen: „Ich bin es nicht gewohnt, solche Filme zu machen. Bei meinen internationalen Filmen spricht jeder Englisch – oft auch schlechtes Englisch, das nachher synchronisiert werden muss. Hier haben wir beschlossen, dass jeder in seiner Landessprache spricht, denn zumindest kann man jeweils die Landessprache des Schauspielers in dem jeweiligen Land behalten und das hat sich als gut herausgestellt. Ich war am Anfang skeptisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie sie sich verständigen sollen. Aber nach einer Weile hat sich dieses ‚Handicap‘ zu etwas Bereicherndem entwickelt, weil man muss viel präziser arbeiten und viel mehr aufpassen, dass man die Stichworte erwischt, und dadurch sind alle viel konzentrierter.“

Marie-Luise Stockinger als Maria Theresia

In Robert Dornhelms Zweiteiler schlüpft Burgtheater-Ensemblemitglied Marie-Luise Stockinger in die Rolle der Maria Theresia. Bei ihrer Figur hat sie nach einem Ansatzpunkt gesucht und den auch gefunden: „Man kann sich viel anlesen, aber ich glaube, man kann sich der Wahrheit oder einer Person nur nähern, wenn man ganz viel erfindet. Für mich war das Interessanteste, was ich überhaupt über Maria Theresia gelesen habe, dass sie als junges Mädchen eine sehr gute Schauspielerin war. Das war eine Koordinate, von der aus ich arbeiten konnte: Eine junge Frau, die vom Objekt zum Subjekt wird, die die ‚Hauptregisseurin‘ des ‚Hofburgtheaters‘ wird – die große Schauspielerin.“ Über den babylonischen Dreh in verschiedenen Sprachen meint Stockinger entspannt: „Mit den verschieden Sprachen war es am Anfang sehr erfrischend, nichts verstehen zu müssen, weil am Set eh so viel los war – das war wie Meeresrauschen. Und dann war es sehr schön, dass man die Sprache überhaupt nicht sprechen muss, um sie zu verstehen.“

Karl Markovics als Prinz Eugen

Karl Markovics spielt Prinz Eugen: „Die vielfältigen Konstellationen der unterschiedlichen Begegnungen, mit denen er permanent zu tun hat, wo er seine Fäden spinnt und Abhängigkeiten und strategische wie taktische Überlegungen ablaufen – das fand ich so spannend“, sagt Markovics und erklärt, warum es diesmal recht leicht war, in seine Rolle zu finden: „Das mag oberflächlich klingen, aber die Oberfläche macht eben viel aus: ein Kostüm, in das man sich kleidet; eine Perücke, die man aufsetzt; das Schloss, auf dem man dreht. Das hilft einem fast wie eine Art von Zeitmaschine.“

Maria Theresia (Marie-Luise Stockinger) schwärmt seit ihrer Kindheit für Franz Stephan von Lothringen (Vojtech Kotek). Bild: Sender

Teil 3 und 4 von Robert Dornhelms „Maria Theresia“ mit Stefanie Reinsperger

Robert Dornhelms  opulentes TV-Highlight – die Fortsetzung des erfolgreichen, internationalen und aufwendig produzierten Historien-Melodrams „Maria Theresia“. Ex-Buhlschaft Stefanie Reinsperger verkörpert diesmal die bedeutende Herrscherin. Der Fil  erzählt in zweimal 100 Minuten von der Zeit nach 1740 und den Schwierigkeiten, sich im Krieg als Staatsoberhaupt zu bewähren, und vom großen Preis, den es dabei persönlich zu zahlen gilt.

Die junge Maria Theresia sieht ihren Lebensweg klar vor sich: Sie wird Franz Stephan von Lothringen heiraten und mit ihm eine vielköpfige Familie gründen. Auch wenn Franz Stephan noch nicht recht von seinem Glück weiß und ihr Vater, Kaiser Karl VI., und dessen mächtiger Berater Prinz Eugen von Savoyen ganz andere Pläne für sie schmieden. Es sieht ganz danach aus, als müsse die junge Erzherzogin ihr Lebensglück der Staatsräson opfern.

Bereits als Kind hat sich Maria Theresia in Franz Stephan von Lothringen verliebt. Doch da dem Haus Habsburg ein männlicher Erbe fehlt, wird nun nach einem mächtigeren Heiratskandidaten gesucht, der an ihrer Seite regieren soll. Eine Frau scheint als Herrscherin undenkbar.
Prinz Eugen schwebt Kronprinz Friedrich von Preußen vor. Zwar ist der Protestant, doch die Verbindung zwischen Habsburg und Preußen würde das Machtgefüge Europas neu ordnen und Österreich den Frieden sichern.

Als die preußische Delegation in Wien eintrifft, macht Maria Theresia aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Dadurch als Heiratskandidatin in ganz Europa diskreditiert, schlägt ihr Beichtvater ihr vor, ins Kloster zu gehen und den Weg für ihre Schwester frei zu machen.

Heimlich lässt sich Maria Theresia in die Regeln der Staatskunst einführen. Dadurch erfährt sie von der sogenannten Pragmatischen Sanktion, dank derer auch eine Frau auf den Habsburger Thron gelangen kann. Und sie fasst einen Plan, wie sie Franz Stephan heiraten kann, ohne das europäische Machtgefüge zu gefährden. Frankreich würde zustimmen, wenn Franz Stephan bei ihrer Heirat Lothringen an es abtritt und zum Ausgleich die Toskana erhält. Beeindruckt von Maria Theresias Entschlossenheit, lenkt Karl ein. Franz Stephan bekennt seine Liebe zu Maria Theresia vor dem versammelten Hofstaat und akzeptiert letztendlich die harten Bedingungen.
Zu Karls Enttäuschung sind seine ersten beiden Enkelkinder Mädchen. Der gesamte Hof fürchtet, dass sich das Schicksal wiederholen und Maria Theresia ein männlicher Thronfolger verwehrt bleiben könnte. Um sich dem Druck des Hofes zu entziehen, siedelt die junge Familie in die Toskana über. Ihre sorglosen Tage sind jedoch gezählt, als ihnen die Nachricht von Karls Tod überbracht wird …

Stefanie Reinsperger: „Die Person hinter dem Phänomen“

Stefanie Reinsperger ist  als Maria Theresia zu sehen. „Ich möchte die Person hinter dem Phänomen zeigen. Maria Theresia war und ist eine riesige Projektionsfläche, und mich als Schauspielerin interessiert, an den Menschen mit seinem Innenleben heranzukommen, das Außen zu verlassen und sich ganz tief rein zu graben.“

Topbesetzter internationaler Cast

In weiteren Rollen standen u. a. auch für den dritten und vierten Teil Vojtěch Kotek, Anna Posch, Zuzana Stivínová, Zuzana Mauréry sowie Johannes Krisch, Dominik Warta und Bořek Joura vor der Kamera. Gedreht wurden die beiden Filme im Frühjahr/Sommer 2019 erneut mit einem topbesetzten, internationalen Cast und in der jeweiligen Muttersprache. Die Dreharbeiten zu diesem zweiteiligen, aufwendig produzierten Historien-Melodram gingen in Tschechien (u. a. in Prag und Brünn) und Wien über die Bühne. Dem Oscar-nominierten Starregisseur Robert Dornhelm stand mit u. a. Drehbuchautorin Miroslava Zlatníková und den Produzenten von MR-Film sowie Beta Film ein bewährtes Team zur Seite.

Stefanie Reinsperger (Maria Theresia), Vojtěch Kotek (Franz Stephan). Bild: Sender / ORF / MR Film / Czech Television / Lukáš Oujeský

Maria Theresia – die 4 Teile im Überblick

Teil 1 Maria Theresia (Erstausstrahlung 2017)

Die junge Maria Theresia (Marie-Luise Stockinger) sieht ihren Lebensweg klar vor sich. Sie wird Franz Stephan (Vojtěch Kotek) von Lothringen heiraten und viele Kinder bekommen. Auch wenn Franz Stephan noch gar nichts von seinem Glück weiß und ihr Vater, Kaiser Karl VI. (Fritz Karl), und der allmächtige Prinz Eugen (Karl Markovics) ganz andere Pläne für sie haben.

Teil 2 Maria Theresia (Erstausstrahlung 2017)

Aus dem Eheglück mit Franz Stephan in der Toskana gerissen findet sich Maria Theresia nach dem Tod Karls VI. plötzlich als dessen Nachfolgerin auf dem Thron. Die über sie hereinbrechenden Staatsgeschäfte überfordern die junge Frau. Der vernachlässigte Franz Stephan geht bald eigene Wege. Die Feinde Österreichs halten die Zeit für die Zerschlagung von Maria Theresias Reich gekommen.

Teil 3: Maria Theresia (Erstausstrahlung 2019)

Kaum auf dem Thron, muss Maria Theresia einen herben Verlust einstecken. Sie hat Schlesien an Friedrich II. verloren, und der scheinbare Waffenstillstand mit Preußen wird nicht lange währen. Überall lauern Feinde und wollen Teile des Reichs erobern. Für ihren unermüdlichen Einsatz als Staatsoberhaupt bezahlt sie auch einen persönlichen Preis. Ihr Ehemann Franz wendet sich anderen Frauen zu, und ihre Schwiegermutter agiert als Spionin des französischen Königs. Sie sucht militärische Unterstützung bei Baron von der Trenck, der nicht nur aufgrund seines Wagemuts, sondern auch wegen seiner Grausamkeit und Ungesetzlichkeit einen höchst fragwürdigen Ruf genießt.

Teil 4: Maria Theresia (Erstausstrahlung 2019)

Baron von der Trenck hat Maria Theresia den gewünschten militärischen Erfolg gesichert, doch wird ihr klar, dass sie damit Grausamkeit und Verbrechen Tür und Tor öffnete. Trencks Milizen haben gemordet, vergewaltigt und Elend über die zivile Bevölkerung gebracht. Sie geht mit ihm wie mit sich selbst hart ins Gericht. Moral und strenger Katholizismus sind nun ihr oberstes Gebot. Ihre Polizei attackiert Prostitution und Glücksspiel. Damit will sie auch ihren eigenen Mann treffen, von dem sie sich schmerzlich entfremdet fühlt. Doch dann geschieht etwas, das ihr Leben in seinen Grundfesten erschüttert.