Roter Drache

Sa, 09.11.  |  22:00-23:55  |  ZDFneo
Untertitel/VT  Krimi/Thriller, USA 2001 Länge: 115 Min.

Anthony Hopkins ist Hannibal Lecter, Edward Norton ist der Ermittler vom FBI. Zum dritten Mal verkörpert Hopkins den kultivierten Killer (nach dem Oscar-Erfolg "Das Schweigen der Lämmer" und der Fortsetzung "Hannibal") gibt's hier inhaltlich die Vorgeschichte - nach dem Bestseller von Thomas Harris.

Will Graham (Edward Norton, r.) benötigt bei den Ermittlungen die Hilfe von Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins, l.). Bild: Sender
Will Graham (Edward Norton, r.) benötigt bei den Ermittlungen die Hilfe von Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins, l.). Bild: Sender

Roter Drache: Sa, 09.11.  |  22:00-23:55  |  ZDFneo

Der FBI-Agent Graham ist einem Serienkiller auf der Spur, dessen Verbrechen an die des berühmten Hannibal Lecter erinnern. Er bittet diesen um Hilfe. Prequel zu "Das Schweigen der Lämmer".

Agent Graham nimmt Kontakt zu dem inhaftierten Mörder auf, den er einst ins Gefängnis brachte. Er erhält zwar wichtige Hinweise von dem Gefangenen, doch zu spät merkt er, dass dieser ein doppeltes Spiel mit ihm treibt und auch Kontakt zu dem gesuchten Killer hat.

Will Graham (Edward Norton) hat sich vor einigen Jahren aus dem FBI-Dienst zurückgezogen, nachdem er die Festnahme des berüchtigten Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) beinahe mit seinem Leben bezahlt hatte. Als jedoch innerhalb kürzester Zeit zwei Familien bestialisch ermordet werden, bittet ihn Special Agent Jack Crawford (Harvey Keitel) darum, wieder aktiv zu werden. Obwohl seine Frau (Mary-Louise Parker) nicht gerade begeistert ist, willigt Graham ein. Jedoch will er bei den Ermittlungen im Hintergrund agieren.

Schon bald zeigt sich, dass es sich bei der "Zahnfee" um einen ganz besonderen Killer zu handeln scheint. Da die Zeit drängt, entschließt sich das FBI notgedrungen, auf die Kenntnisse eines ganz besonderen Fachmannes zurückzugreifen: Graham besucht Lecter im Gefängnis, um mit dessen Hilfe ein Profil des Täters zu erstellen. Tatsächlich scheint Hannibal wichtige Hinweise geben zu können, er stellt jedoch Bedingungen. Erst nach einer Weile wird Graham klar, dass sein ehemaliger Kontrahent bereits ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit ihm begonnen hat.

Nachdem "Das Schweigen der Lämmer" von Jonathan Demme 1992 seinen Siegeszug rund um den Globus angetreten hatte, war der Name Hannibal Lecter praktisch jedem ein Begriff. Die grandiose Darstellung des Serienkillers durch Anthony Hopkins wurde folgerichtig mit einem Oscar als Bester Hauptdarsteller belohnt.

Auch in der Fortsetzung "Hannibal" (2001) übernahm Hopkins wieder die Rolle des kultivierten Kannibalen, genauso wie ein Jahr später in "Roter Drache", der inhaltlich die Vorgeschichte zu "Das Schweigen der Lämmer" darstellt. Laut einer Umfrage des Fachblatts "Entertainment Weekly" wurde der geisteskranke Psychiater sogar als der berühmteste Verbrecher der Filmgeschichte eingestuft.

"Roter Drache", das erste Buch, in dem Thomas Harris den diabolischen Dr. Lecter präsentierte, wurde bereits 1986 für die Leinwand adaptiert. Trotz der Qualitäten von Michael Mann war "Blutmond" jedoch kein Erfolg beschieden. Vielfach wird dies auf die Änderungen zurückgeführt, die der Regisseur gegenüber dem Roman vornahm, denn handwerklich war der Film von hoher Qualität. Dieser möglicherweise entscheidende Fehler wurde 2002 von Dino De Laurentiis dann bewusst vermieden, schließlich hatte er auch die erste Verfilmung produziert. Er sorgte dafür, dass sich Drehbuchautor Ted Tally bei "Roter Drache" sehr eng an die literarische Vorlage hielt. Neben dem Produzenten war auch Kameramann Dante Spinotti bei beiden filmischen Umsetzungen mit von der Partie.



Darsteller:
Anthony Hopkins (Dr. Hannibal Lecter)
Edward Norton (Will Graham)
Ralph Fiennes (Francis Dolarhyde)
Harvey Keitel (Jack Crawford)
Regie: Brett Ratner

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