30 Jahre Mauerfall

Der vierte Mann Serienspecial von SOKO Wien und SOKO Leipzig

Fr, 08.11.  |  20:15-21:45  |  ZDF
Untertitel/VT Hörfilm/AD  Krimi/Thriller, Österreich/Deutschland 2019 Länge: 90 Min.

Der vierte Mann: Fr, 08.11.  |  20:15-21:45  |  ZDF

Ein entführter Musiker und seine verschwundene Geige bilden den Auftakt zu einer Mordserie, deren Opfer tief in Geschäftsverbindungen zwischen der DDR und Österreich verstrickt waren.

Zum ersten Mal arbeiten die Ermittler der SOKO Wien und SOKO Leipzig zusammen, um einen grenzüberschreitenden Fall aufzuklären, der in die Zeit der letzten Leipziger Messe kurz vor dem Mauerfall zurückführt.

Nach einem Konzert in Leipzig wird der umjubelte Stargeiger Philipp Baumgarten entführt. Der Täter hat auch die Geige seines Opfers mitgehen lassen. Sie stammt aus der Werkstatt eines Geigenbauers in Wien. Die SOKO Leipzig wendet sich an die Wiener Kollegen, um zu klären, ob der Wert des Instruments vielleicht eine Rolle bei dem Verbrechen spielen könnte. Doch als die Ermittler in Wien den Geigenbauer aufsuchen, finden sie ihn schwer verletzt vor und zu keiner Aussage über seinen Angreifer fähig.

Der Fall fordert ein gemeinsames Vorgehen der SOKO Wien und der SOKO Leipzig. Die Zusammenarbeit klappt bestens, bis auf Mentalitätsunterschiede und gelegentlich auftretende Abstimmungs- und Zuständigkeitsfragen.

Die Leipziger Chefin Ina Zimmermann hat zusätzlich das delikate Problem, dass sie sich wegen eines Filmrisses nach einer durchzechten Nacht während eines Interpol-Seminars in Wien nicht so recht daran erinnern kann, ob da etwas mit ihrem Wiener Kollegen Carl Ribarski gelaufen ist oder nicht.

Als die Ermittler den entführten Geiger lebend in Leipzig aufspüren, können sie mit dessen Aussage den Entführer identifizieren: Kurt Lehrmann. Er ist der Hausmeister des Leipziger Gewandhauses, der in der DDR eine langjährige Haftstrafe wegen eines Gewaltverbrechens verbüßt hat und der auch ohne Zweifel hinter dem Angriff auf den Geigenbauer in Wien steckt. Aber das Motiv des Täters erscheint rätselhaft. Die Ermittler vermuten, die Antwort darauf in dessen Strafakte zu finden. Doch in dieser sind alle relevanten Informationen geschwärzt - sogar der Name des Opfers.

Als in Wien ein pensionierter Bankier einem Mordanschlag zum Opfer fällt, passt die Täterbeschreibung ebenfalls auf Kurt Lehrmann. Die Ermittler befürchten, dass der Bankier nicht das letzte Opfer war - zu Recht.

Trotz fieberhafter Anstrengungen gelingt es nicht, einen weiteren Mord zu verhindern. Der Ermordete, ein hoch angesehener Kunstmäzen, war als Honorarkonsul der DDR in Österreich in die Abwicklung vieler Geschäfte zwischen den Ländern eingebunden.

Wie die anderen Ermordeten zählte auch er zum Kreis um die legendäre Wiener Geschäftsfrau Rudolfine Steindling, auch "Rote Fini" genannt, die eine zentrale Rolle bei der Abwicklung des Außenhandels der DDR spielte. Bis heute ist ein Millionenvermögen der DDR verschwunden. Auch dieses Mal hat es den Anschein, als wollte der Täter von seinem Opfer noch eine Information erhalten.

Doch dann lässt sich der Mann widerstandslos festnehmen. Er scheint am Ende seines Weges, der die Ermittler und den Täter zurück nach Leipzig führt - zurück in ein düsteres Kapitel der Vergangenheit, dessen Nachhall zur Todesmelodie für das letzte Opfer wird: einen ehemaligen hochrangigen Funktionär der DDR.



Darsteller:
Melanie Marschke (Hauptkommissarin Ina Zimmermann)
Stefan Jürgens (Major Carl Ribarski)
Brigitte Kren (Oberst Dr. Henriette Wolf)
Marco Girnth (Oberkommissar Jan Maybach)
Lilian Klebow (Gruppeninspektorin Penny Lanz)
Steffen Schroeder (Kommissar Tom Kowalski)
Amy Mußul (Kommissarin Kim Nowak)
Michael Steinocher (Bezirksinspektor Simon Steininger)
Maria Happel (Gerichtsmedizinerin Dr. Franziska Beck)
Helmut Bohatsch (Spurensicherer Franz Wohlfahrt)
Thorsten Merten (Kurt Lehrmann)
Hans-Maria Darnov (Michael Havranek)
Karl Fischer (Georg Emanuel Holzer)
Dominik Maringer (Philipp Baumgarten)
Susi Stach (Marion Holzer)
Wolfram Berger (Dr. Johannes Mayerhofer)
Maxine Kazis (Luna Steffens)
Hilmar Eichhorn (Walter Lobrecht)
Manfred Möck (Archivar)
Kamera: Kai Longolius
Schnitt: Marion Rettig
Buch:
Max Gruber
Markus Hoffmann, Uwe Kossmann
Regie: Erhard Riedelsperger
Musik: Andreas Hoge

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