Jedermann-Premiere vom Salzburger Domplatz live-zeitversetzt am 1. August 2020 in ORF 2 und im BR!

Es ist so weit – das Spiel vom Sterben eines reichen Mannes wird auch im Sommer 2020 über die Bühne gehen können. Und es wird ein denkwürdiges Ereignis in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur, dass die Salzburger Festspiele 2020 ihr hundertjähriges Bestehen feiern, war auch lange unklar, ob sie nach den herausfordernden ersten Monaten des Jahres überhaupt stattfinden werden können. Ein wirklicher Grund zum Feiern also. Aus diesem Anlass überträgt ORF 2 am Samstag, dem 1. August, live-zeitversetzt um 21.15 Uhr als großen Auftakt die Premiere des „Jedermann“ vom Salzburger Domplatz. Für die Bildregie zeichnet André Turnheim verantwortlich.

In der Jubiläumsfassung zielt die Inszenierung von Michael Sturminger auf eine zeitgenössische Lesart. Sie holt die Menschen in der Gegenwart ab und versucht, sie mit einer Geschichte zu berühren, die zu jeder Zeit große Relevanz hat.

Tobias Moretti in der Titelrolle führt eine Riege namhafter Kolleginnen und Kollegen an: Edith Clever, Caroline Peters, Mavie Hörbiger, Gregor Bloéb und Peter Lohmeyer beweisen unter anderen ein weiteres Mal, dass das Spiel vom Sterben des reichen Mannes nicht nur eine spezifische Geschichte meint, sondern für alle Menschen von Bedeutung ist.

Nach mehr als 700 Vorstellungen in einem Jahrhundert ist der „Jedermann“ zentraler Bestandteil der Salzburger Festspiele und schreibt weiter an seiner Erfolgsgeschichte – das ist einzigartig im deutschsprachigen Theater. Premiere hatte der „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen am 22. August 1920 in der Inszenierung von Max Reinhardt. Reinhardts Idee war es, das Stück auf dem Platz vor dem Salzburger Dom aufzuführen, wo es nach Hofmannsthal seinen „selbstverständlichen Platz“ gefunden zu haben schien. Die Besetzungen reflektieren bis heute die deutschsprachige Theaterlandschaft und Filmszene.

Tobias Moretti ("Jedermann"), Christoph Franken (Mammon). Bild: Sender / ORF / Roman Zach-Kiesling
Tobias Moretti ("Jedermann"), Christoph Franken (Mammon). Bild: Sender / ORF / Roman Zach-Kiesling