VERSCHOBEN! D-Premiere am 23. März 2020 im ZDF: Historiendrama mit Fritz Karl, Harald Windisch und Brigitte Hobmeier. „Ein Dorf wehrt sich“ im Altaussee des Jahres 1945 …

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs erhebt sich Fritz Karl als Bergarbeiter gegen das Regime und rettet dabei nicht nur die Salzmine, sondern bewahrt auch von den Nazis brutal zusammengeraubte Kunstwerke vor der Vernichtung. Im Mittelpunkt stehen die österreichischen Bergleute als Helden dieser – wahren – Geschichte. Neben Fritz Karl sind Harald Windisch und Brigitte Hobmeier als Widerstandskämpfer/innen sowie Verena Altenberger, Maresi Riegner, Gerhard Liebmann, Francis Fulton-Smith, Oliver Masucci, Philipp Hochmair, Rainer Wöss und Lucy Wirth zu sehen. Für Regie und Drehbuch zeichnet Gabriela Zerhau verantwortlich.

Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Während die Alliierten näher rücken, herrscht in Altaussee immer noch das unerbittliche Nazi-Regime. Weltberühmte Kunstwerke von unfassbarem Wert, allesamt NS-Raubkunst, werden im Salzbergwerk eingelagert, als Exponate für das geplante „Führermuseum“. Bewacht von Soldaten schleppen Bergleute kostbare Gemälde in den Stollen. Unter ihnen: Josef Rottenbacher (Fritz Karl), der auf das Ende des Krieges hofft und abseits davon versucht, sich aus allem herauszuhalten. Im Gegensatz zu seinem besten Freund Franz Mitterjäger (Harald Windisch) und dessen Frau Elsa (Brigitte Hobmeier), die heimlich den Widerstand unterstützen und im Gebirge Partisanen und Deserteure versorgen. Umso wütender macht Elsa das passive Verhalten Rottenbachers, dem sie Feigheit vorwirft.

Trotz aller Vorsicht gerät Mitterjäger ins Visier der Gestapo. Zwar kann Rottenbacher seinen Freund warnen, doch auf der Flucht wird er erschossen. Die Situation spitzt sich zu, als die Nazis Mitterjäger das Begräbnis verweigern. Endlich zeigt Rottenbacher Haltung, gemeinsam mit Elsa holt er die Leiche seines Freundes, immer mehr Dorfbewohner schließen sich an, und Mitterjäger bekommt ein würdiges Begräbnis. Der Zusammenhalt hat sie stark gemacht.

Nach der Trauerfeier überschlagen sich die Ereignisse: Kurz vor der Kapitulation ordnet der fanatische Gauleiter Eigruber (Philipp Hochmair) die Sprengung der Salzmine an, um die Kunstwerke lieber zu vernichten als dem Feind zu überlassen. Doch die Bergleute leisten aktiven Widerstand – angeführt von Rottenbacher, unterstützt von dem opportunistischen Gestapo Chef Dr. Ernst Kaltenbrunner (Oliver Masucci). Denn die Zerstörung des Bergwerks würde auch ihre Existenzgrundlage vernichten. Mutig stellen sich die Bergmänner gemeinsam mit den Partisanen dem Sprengkommando entgegen, um die Zerstörung ihrer Mine im letzten Augenblick zu verhindern.

Fritz Karl: „Ein Stück österreichische Geschichte!“

Fritz Karl, der selbst aus dem Salzkammergut stammt, über seine Rolle: „Josef Rottenbacher ist Bergarbeiter und Fischmeister, eigentlich ein sehr introvertierter Mann, der zurückgezogen lebt und zu Beginn gewissermaßen auch ein Mitläufer ist, der sich nicht committet, nicht anecken will und alles in sich hineinfrisst – bis er im Laufe der Geschichte geläutert wird, Farbe bekennt und sich für die Gemeinschaft und dafür einsetzt, dass die Bomben aus dem Bergwerk geschafft werden. Eine Figur, die eine richtige Wandlung mitmacht und eine große Herausforderung ist, weil Rottenbacher ein sehr stiller und wortkarger Mensch ist, so dass man viel mit Blicken und Konzentration spielen muss. Es ist ein sehr spannendes Projekt, ein Stück österreichische Geschichte.“

Regisseurin und Drehbuchautorin Gabriela Zerhau: „Es geht um Mut, um Zivilcourage“

Regisseurin und Drehbuchautorin Gabriela Zerhau über den Film: „Es geht um Mut, um Zivilcourage. Um die Rettung der geraubten Kunstschätze, die von den Nationalsozialisten für das geplante ,Führermuseum‘ vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Altausseer Bergwerk versteckt wurden. Während in Wien schon die Russen sind und die Amerikaner vor dem Pötschenpass stehen, herrschen im Ausseer Gebiet noch immer die Nazis. Dorthin haben sich auch wichtige Nazi-Bonzen zurückgezogen, um hier das Kriegsende abzuwarten bzw. vielleicht sogar den Amerikanern zu Diensten sein zu können. Die Bergleute wissen, dass in ihren Stollen Bomben gelagert sind, die das ganze Bergwerk auf Befehl des fanatischen Gauleiters Eigruber in die Luft sprengen sollen – nichts sollte dem Feind überlassen werden. Und dagegen wehren sich die Bergarbeiter, weil damit ihre Lebensgrundlage, das Salzbergwerk, zerstört werden würde. Also holen sie in einer tollkühnen Nacht-und-Nebel-Aktion die Bomben aus dem Berg und retten damit, quasi nebenbei, ein Weltkulturerbe von damals geschätzten 3,5 Milliarden Dollar.“

 

Harald Windisch (Franz Mitterjäger), Brigitte Hobmeier (Elsa Mitterjäger), Fritz Karl (Sepp Rottenbacher). Bild: Sender / ORF / Mona Film / Bernd Schuller
Harald Windisch (Franz Mitterjäger), Brigitte Hobmeier (Elsa Mitterjäger), Fritz Karl (Sepp Rottenbacher). Bild: Sender / ORF / Mona Film / Bernd Schuller