Österreichs wunderbare Jahre: Neue Sendereihe: Forcher, Mangold, Podgorski und Co. bei ServusTV

6. und letzter Teil der der neuen ServusTV-Sendereihe – eine Zeitreise durch Österreich mit prominenten Zeitzeugen, immer freitags. Am 23. April 2021: "Unsere 2000er". Alle 6 Teile im Überblick! 

  1. Folge 1 - 19.03.: "Unsere 50er"
  2. Folge 2 - 26.03.: "Unsere 60er"
  3. Folge 3 - 02.04.: "Unsere 70er"
  4. Folge 4 - 09.04.: "Unsere 80er"
  5. Folge 5 - 16.04.: "Unsere 90er"
  6. Folge 6 - 23.04.: "Unsere 2000er"

"Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 50er", ab Fr., 19.03., ab 21:10 Uhr

Die erste große Liebe, ein toller Urlaub, beruflicher Erfolg: Der Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg folgen Jahre des Aufbaus, der Hoffnung und der Freiheit. Österreich wird zu dem lebenswerten und besonderen Land, das es heute ist. In einer sechsteiligen emotionalen Zeitreise durch die Jahrzehnte schildern Zeitzeugen ihre bewegendsten Momente.

Geschichten, gesponnen aus Staub und Asche
Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und der Unterzeichnung des Staatsvertrages erlebt Österreich ab dem Mai 1955 wunderbare Jahre. Freiheit und beginnender Wohlstand nach dem Wiederaufbau des zerstörten Landes prägen dieses Jahrzehnt. Leopold Figls Satz: "Glaubt an dieses Österreich!" lässt ein wahrlich neues "Österreich-Gefühl" entstehen. Die sechsteilige Dokumentations-Reihe von Servus TV entführt zum Auftakt an einen möglichen Wendepunkt zum Rückblick auf "Österreichs wunderbare Jahre". Die Geschichte des Landes wird im persönlichen und privaten Spiegel der erfolgreichen Zeit vieler Österreicherinnen und Österreicher erzählt. Menschen, die in diesem Jahrzehnt jung waren, den Erfolg suchten, ihr Glück und ihre Liebe fanden. Prominente und auch weniger bekannte Menschen, erinnern sich in der Dokumentation von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser-Schuöcker an die positiven Wendepunkte ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte, die immer auch den Zeitgeist widerspiegelt.

Die Welt von gestern im Bild von heute
Die Erzählungen und Geschichten der "Stars" werden durch diese Doku-Reihe lebendig. Sie erinnern sich, was wichtig war, an das, was blieb und an die großen Ereignisse. In jedem Fall aber auch an die sehr privaten kleinen Momente, die "Österreichs wunderbare Jahre" prägten. Privates Bild- und Filmmaterial zeigt neben Wochenschau-Aufnahmen und den ersten Fernsehbildern eine "Welt von gestern", die nicht immer nur bunt und schön war. Es entsteht das Panorama einer Zeit, die nach vorne blickte. Menschen, die nicht wussten, was die Zukunft bringt, die aber sicher waren, eine Zukunft zu haben.

Die Töchter und Söhne der 50er Jahre
Ernst Piëch, Enkel von Ferdinand Porsche, erlebte den Aufschwung der Autoindustrie in Österreich und ganz Europa unmittelbar mit. Schauspielerin Waltraut Haas erinnert sich an ihre erste Filmrolle, als süßes Mariandl spielte sie sich im ersten österreichischen Heimatfilm in die Herzen der Österreicher. Mit Skilegende Toni Sailer verband sie eine enge Freundschaft. Für seinen Bruder Rudi Sailer waren die wunderbaren Jahre als Toni durch seinen dreifachen Olympia-Sieg zum Ski-Star der Nation wurde. Maria Jakl, eine der ersten Stewardessen Österreichs schwärmt: "Es waren nicht nur wunderbare Jahre für mich, es waren wunderbare Jahre für Österreich."Selbst TV-Liebling Sepp Forcher blickt gerne auf die Fünfziger Jahre zurück: "Ohne diese Erfahrung wären wir nie das geworden, was wir heute sind."

"Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 60er", am Fr., 26.03., ab 21:10 Uhr

Im zweiten Teil "Österreichs wunderbare Jahre", von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser-Schuöcker, blicken Menschen auf ein widersprüchliches Jahrzehnt zurück. Sie erzählen von ihrer Jugend, ihren Hoffnungen und ihren Träumen. Insgesamt von einer Zeit, in der Vieles seinen Anfang nahm, was Österreich heute ausmacht. Ein ganz persönlicher Blick beim Streifzug durch die 1960er-Jahre, das von der Landung des ersten Menschen auf dem Mond "gekrönt" wurde.

Der Startschuss für Veränderung
Die Gesellschaft in Österreich wird in den 1960er-Jahren mutiger, moderner und frecher. Aufbruchstimmung liegt in der Luft und die Freizeit wird immer wichtiger. Der Wiederaufbau nach dem Krieg befeuert ein Wirtschaftswunder. Während Städte immer moderner werden, geht es auf dem Land noch gemächlich zu. Die Welt und auch, eventuell etwas langsamer, Österreich verändern sich.

Die Töchter und Söhne der 60er Jahre
Schauspielerin Erni Mangold weiß: "Es war ein Aufschwung". TV-Legende Sepp Forcher erinnert sich an ein einfaches Leben, das aber trotzdem viel Freude schenkte: "Wir haben das Leben nach unserem Vermögen in vollen Zügen genossen." Die junge, hübsche Gerda Jahn wird zum "PEZ-Gesicht". Ihr Foto lacht bald von jedem der zahlreichen Zuckerl-Automaten. Außerdem erzählen Österreichs einziger Astronaut Franz Viehböck, Automatenkönig Ferry Ebert, Unternehmerin Gitta Strauß und Schauspielerin Topsy Küppers von ihren Erfahrungen und Erinnerungen aus den 1960er-Jahren.

Humor und Tränen dieses Jahrzehntes
Promi-Fotograf Christian Skrein traf die Beatles bei den Dreharbeiten zum Klamaukfilm "Help" in Obertauern: "Die waren vollkommen gelöst und haben sich auch im privaten Bereich und die Leute auf die Schaufel genommen." Junge Intellektuelle in Tirol haben hingegen ein ernstes und brennendes Interesse an den Problemen der deutschsprachigen Südtiroler Minderheit in Italien. Sie werden politisch aktiv und wollen mit Gewalt auf die Sorgen der Südtiroler aufmerksam machen. Die Innsbruckerin Herlinde Molling erinnert sich: "Das war dann schon 1960… es wird jetzt ernst, die Leute wollen wirklich losschlagen dort und wir müssen ihnen helfen."

TV-Geschichte
Teddy Podgorski berichtet als junger Fernseh-Reporter 1968 von einer Demonstration am Ring. Er trifft sich mit den "Revolutionären" der Bewegung. "Ich habe ihnen dann gesagt, schaut, wenn ihr wollt, dass im Fernsehen etwas Ordentliches über eure Demonstrationsbewegung kommt, dann müsst ihr das machen, was ich sag.“ Der Ursprung einer legendären Aufnahmen, deren Existenz "Österreichs wunderbare Jahre" mitbestimmten.

"Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 70er", am Fr., 02.04., ab 21:10 Uhr

Der dritte Teil der ServusTV-Dokureihe, von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser-Schuöcker, zeigt das vielleicht bunteste Kapitel der zweiten Republik. Der Aufbau ist immer noch voll im Gange und mit dem Wohlstand wächst auch der Wunsch nach Freizeit und Freiheit. Mit dem eigenen Auto geht es auf Zelturlaub, der Sieg in Cordoba macht alle "narrisch" und ein starkes Trio dominiert die Formel 1.

Der Traum vom eigenen Haus und Garten
Familie Siedl kauft einen Grund bei Wiener Neustadt und dokumentiert mit der Super 8-Kamera den Baufortschritt. Es entsteht ein Zeitdokument, Häuslbauer und Heimwerker werden zum Wirtschaftsfaktor. In dieser Zeit gründet Karl Heinz Essl mit Baumaxx den ersten Baugroßmarkt Österreichs. Mit dem Wohlstand wächst auch der Wunsch nach Freizeit und nach Freiheit. Mit dem eigenen Auto auf Zelturlaub. An der Adria-Küste, aber auch an Österreichs Seen werden Wiesen und Ufer zu Camping-Plätzen. Der Fremdenverkehr wird in Österreich für ganze Regionen zum Arbeitgeber.

Neuer Schwung für den gemalten Strich
"Und dann kamen die berühmten 70er. Und in den 70er kam wieder besonders für uns Künstler ein großes Hochgefühl.", erinnert sich Erni Mangold. Die künstlerische Avantgarde der 1968er-Generation kommt mit Zeitverzögerung nach Österreich. Diese Künstlergeneration definiert das Jahrzehnt, darunter Namen wie Rainer, Nitsch, Hundertwasser und Attersee. Letzterer ist überzeugt: "Wir wissen, dass die Kunst heute, nach diesen dreißig, vierzig Jahren der Postmoderne sehr schwer, diese Lust und Leidenschaft erreichen kann, die wir in den 60er und 70er-Jahren gehabt haben, da war noch viel Platz für Neues."

Die Töchter und (überwiegend) Söhne der 70er Jahre
Eine Generation von schnellen Männern aus Österreich dominiert die Formel 1. Jochen Rindt, Niki Lauda und Helmut Marko: "Atmosphärisch war die damalige Zeit schon ganz was anderes, viel freundschaftlicher, meistens hat es irgendwo eine Party (nach dem Rennen) gegeben. Man konnte leben, wie man wollte." Österreich wird außerdem "narrisch" – Sieg in Córdoba über Deutschland. Österreich entzündet ein olympisches Feuer. Und: Österreich betet mit dem polnischen Papst.

Diese Hamburger brachte nicht die Elbe
In den 1970er Jahren verlieren die Burenwurst in Wien, der Leberkäse in Oberösterreich und die Bosna in Salzburg ihr Monopol auf die Stärkung für Zwischendurch. Österreich entdeckt die Frühlingsrolle und eine andere Art von Fleischlaberl. 1977 eröffnet nämlich McDonalds die erste Filiale am Wiener Schwarzenbergplatz. Überraschend spät, entdecken die Österreicher ihre Liebe zur Pizza. Ein Fladenbrot mit Auflage überschreitet Österreichs Südgrenze.

Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 80er Fr., 09.04., ab 21:10 Uhr

Die 1980er Jahre haben es in sich – vieles bewegt sich in Österreich. Manches davon prägt Generationen in ihrem Sein und Denken. Das Ende der „Kreisky-Jahre“ lässt lange ignorierte Probleme aufbrechen. Und im Sommer 1989 wird das Burgenland Schauplatz dramatischer Szenen: Tausende DDR- Bürger fliehen über Ungarn in den Westen.

Das Jahrzehnt, in dem Weltgeschichte geschrieben wird: Am Beginn der 1980er-Jahre scheint die Teilung der Welt in West und Ost unüberwindbar. In Österreich hat man sich an den Eisernen Vorhang längst gewöhnt. Das Ende der „Kreisky-Jahre“ lässt lange ignorierte Probleme aufbrechen. Die verstaatlichte Stahlindustrie gerät in eine existentielle Krise. Zehntausende Arbeitsplätze gehen verloren. Und dennoch: In vielerlei Hinsicht sind die Österreicher zu einer selbstbewussten Nation geworden.

Der Burgenländische Wirt Heinz Luisser erinnert sich: „Für mich war es ein wunderbares Jahr, weil ich zum einen noch unbekümmert war, weil es ein Erlebnis war, und weil es eine Veränderung dargestellt hat der Geschichte.“ 1986 kämpft sich Jörg Haider als FPÖ-Obmann ins politische Rampenlicht - ein Mann, der polarisiert wie kein anderer. Kurt Waldheim wird Bundespräsident und Österreich diskutiert über seine Vergangenheit in der Nazi-Zeit. Viktor Frankl hält 1988 eine viel beachtete Rede am Heldenplatz: „Ich kenne nur zwei Rassen: Die der Anständigen und die der Unanständigen.“ Skispringer Toni Innauer triumphiert bei Olympia 1980: „Die Goldmedaille, natürlich, herzlich willkommen und wunderbar.“ Köchin Lisl Wagner-Bacher wird als eine der ersten Österreicherinnen vom Gault Milleau ausgezeichnet: „Das war eine spannende Zeit und da haben wir auch viel gelernt in der Zeit.“
Die Österreicher beginnen, der Umwelt mehr Aufmerksamkeit zu schenken: Die Besetzung der Hainburg Au 1984 ist einer der Grundsteine der Gründung der „Grünen“. Beatrix Neundlinger, Sängerin der Polit-Band „Schmetterlinge“ erinnert sich an das Konzert in der Au. „In der Au haben wir auch gespielt. Es war eines der kältesten Konzerte, uns ist die Flöte an den Lippen angefroren gewesen.“ Die Österreicher sind voller Hoffnung. Wirtschaftliche Krisen sind bewältigbar. Neue Chancen bieten sich an, auch wenn erstmals wieder eine tiefe Spaltung der Gesellschaft spür- und sichtbar wird.

Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 90er Fr., 16.04., ab 21:10 Uhr

In den 90ern startet der österreichische Techniker Franz Viehböck als erster – und bis heute einziger – „Austronaut“ mit einer russischen Sojus-Rakete ins All. Österreich träumt vom Frieden, wird aber Zeuge eines Krieges. Die Musik wird lauter, elektronischer und schneller, und die Vorfreude auf ein neues Jahrtausend geht spürbar durchs ganze Land.

Der österreichische Techniker Franz Viehböck startet als erster - und bis heute einziger - „Austronaut“ mit einer russischen Sojus-Rakete ins All. Er sieht eine Welt, die sich verändert hat. Wir träumen vom Frieden, werden jedoch Zeugen eines Krieges im zerfallenden Jugoslawien. Ein junges bosnisches Mädchen kommt mit ihrer Familie nach Wien. Alma Zadic erinnert sich an endlose Vielfalt von Schokoladen im Supermarkt und das Gefühl angenommen zu werden: „So schwierig auch die 90er-Jahre waren, waren das für mich dennoch wunderbare Jahre, weil ich für mich Kindheit entdeckt habe.“ Wir werden durch den EU-Beitritt ab 1995 Teil eines neuen Europas. Es gibt Ängste, aber schließlich erkennt eine große Mehrheit die Möglichkeiten, die sich eröffnen. Technologien beginnen unser Leben zu verändern, zu dominieren. Das Handy wird zum Allgemeingut. Es verändert die Art, wie wir kommunizieren. Im Gegenzug wird die Natur zum Sehnsuchtsort. Anfangs nur wenige, bald immer mehr entdecken die Qualität des Ursprünglichen.

Wie „Archebauer“ Thomas Strubreiter, der auf seiner Alm aussterbende Tierrassen züchtet: „Je schneller alles wird, umso wichtiger, dass man irgendwo ein Platz hat, wo man sich daheim fühlt.“ Die Sowjetunion zerfällt, Karten werden neu gezeichnet. Eine Prinzessin stirbt, die Welt trauert um Lady Diana. Im Sommer 1999 verdeckt der Mond für zweieinhalb Minuten unsere Sonne. Marwan Saba erfindet eine der ersten Social-Media-Plattformen, Jahre bevor Facebook online geht. Und die Snowboarderin Claudia Riegler erfüllt sich einen Traum, nachdem sie Jahre zuvor aus den Kadern flog: „Irgendwann war dann der Punkt, wo ich gesagt habe, ich will mehr.“ Sie alle formen ein Jahrzehnt, in dem sich die Weltordnung für immer verändert hat – Unsere 90er.

Österreichs wunderbare Jahre – Unsere 2000er Fr., 23.04., ab 21:10 Uhr

In einer sechsteiligen emotionalen Zeitreise durch die Jahrzehnte schildern Zeitzeugen ihre bewegendsten Momente.

Sep Forcher - Hüttenwirt. Bild: Sender / ServusTV
Sep Forcher - Hüttenwirt. Bild: Sender / ServusTV