Neues Porträt: Angela Merkel

Der renommierte Dokumentarfilmer Torsten Körner („Schwarze Adler, „Die Unbeugsamen“) zeichnet eines der persönlichsten Porträts der ehemaligen Bundeskanzlerin. Neben Angela Merkel selbst kommen exklusiv internationale Gesprächspartner wie Barack Obama, Theresa May, Christine Lagarde und weitere prominente Wegbegleiter zu Wort.

Der Film nimmt sich Zeit, den langen Atem der Ausnahmepolitikerin Angela Merkel zu zeigen und spürt grundlegenden Fragen nach: War die Kanzlerin eine Stabilitätsgarantin in stürmischen Zeiten oder verantwortet sie politische Stagnation? Wie denkt sie über die Flüchtlingssituation 2015? Wie bewertet sie ihre Klimapolitik? Hat sie als Corona-Bekämpferin letztlich versagt? War sie als Krisenkanzlerin eher eine Anwältin des Augenblicks? Woher rührt ihre Widerstandskraft und was trieb sie an?

Fernsehpreisträger Torsten Körner begibt sich auf eine biografisch-politische Spurensuche, die von Templin bis Washington reicht, vom Mauerbau bis zum Mauerfall und darüber hinaus. Er zeichnet die Mentalitätsmuster und historischen Prägekräfte nach, die aus der jungen Physikerin aus der DDR in atemberaubender Geschwindigkeit eine führende Politikerin werden ließen? Mit welchen Mitteln und Tugenden setzte sie sich Anfang der 90er in der Bonner Männerrepublik durch? Warum gelang ihr – im Gegensatz zu den meisten anderen ostdeutschen Politikerinnen – dieser beispiellose Aufstieg, der sie letztlich bis ins Bundeskanzleramt führte?

Angela Merkel hat sich viel Zeit genommen für dieses weitgespannte Projekt und stand zwei Tage vor der Vereidigung ihres Nachfolgers für zwei ausführliche Interviews zur Verfügung, den letzten ihrer Amtszeit. Sie zeigt sich darin auch in sehr persönlichen Momenten und erlaubt Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Die tiefgründige und atmosphärische Charakterstudie bringt dem Publikum die Politikerin jenseits der großen Bilder nahe und macht den Mensch Angela Merkel sichtbar. Der Film zeigt zudem bislang kaum bekannte Archivaufnahmen.

Noch bis 25. Mai ist „Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“ in der ARD Mediathek abrufbar. Der MDR zeigt den Film von Torsten Körner am Mittwoch, 27. April, um 20:15 Uhr.

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“ ist eine Koproduktion von BROADVIEW Pictures und MDR in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW. Die Kamera führte Anne Misselwitz (DoP), Editor ist Martin Schröder, die Musik kommt von Stefan Döring (Die Unbeugsamen). Creative Producer ist Vera Bertram. Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch (Die Unbeugsamen, Schwarze Adler, Kroos, Nowitzki, Klitschko, Angela Merkel: Die Unerwartete). Die Redaktion hatten beim MDR Dr. Ulrich Brochhagen und bei ARTE Peter Gottschalk.

 

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“: „Ich habe mich der Atemlosigkeit entgegengestellt“. 

Noch immer steht die ehemalige Bundeskanzlerin auf Platz eins der beliebtesten Politiker Deutschlands. Der Dokumentarfilmer Torsten Körner („Schwarze Adler", „Die Unbeugsamen“) zeichnet eines der persönlichsten Porträts Angela Merkels.

„Ich bin durch diese Zeit nur gekommen, weil ich mich dieser Atemlosigkeit entgegengestellt habe. Sonst kann man – sonst hätte ich das nicht durchstehen können“, sagt Angela Merkel über die Corona-Krise. Zugleich scheint sie damit ihren Führungsstil in 16 Jahren Kanzlerschaft zu beschreiben.

Wie sehr sich nach diesen 16 Jahren der Blick auf die ehemalige Kanzlerin und ihre Politik unterscheidet, zeigen die weiteren Gesprächspartner des Films. So kommen internationale Politikgrößen wie Barack Obama, Theresa May und Christine Lagarde genauso zu Wort wie Vertreterinnen der „Generation Merkel“ – die in der Zeit ihrer Kanzlerschaft mit Digitalisierung, Migrations- und Klimakrise groß geworden sind – wie Aktivistin Luisa Neubauer, Grünen-Politikerin Aminata Touré und die 16-jährige Carla, die wenige Wochen nach Angela Merkels Amtsantritt geboren wurde.

Angela Merkel hat sich viel Zeit genommen für dieses umfangreiche Porträt. Nach dem Großem Zapfenstreich und vor der Vereidigung ihres Nachfolgers hat sie Torsten Körner zwei ausführliche Interviews gegeben, die letzten ihrer Amtszeit. Dabei lässt sie seltene Einblicke in ihre persönliche Gedankenwelt zu. Der Film zeichnet montageartig die wichtigsten Stationen Merkels nach und zeigt, welche Mentalitätsmuster und historischen Prägekräfte aus der ostdeutschen Physikerin die erste Kanzlerin der Bundesrepublik werden ließen.

Zudem spürt der Film - eine biografisch-politische Spurensuche, die von Templin bis Washington reicht – grundlegenden Fragen nach: War die Kanzlerin eine Stabilitätsgarantin in stürmischen Zeiten oder verantwortet sie politische Stagnation? Wie denkt sie heute über die Flüchtlingssituation 2015? Wie bewertet sie ihre Klimapolitik? Hat sie als Corona-Bekämpferin letztlich versagt?

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“ ist eine Koproduktion von BROADVIEW Pictures und MDR in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW. Die Kamera führte Anne Misselwitz (DoP), Editor ist Martin Schröder, die Musik kommt von Stefan Döring (Die Unbeugsamen). Creative Producer ist Vera Bertram. Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch (Die Unbeugsamen, Schwarze Adler, Angela Merkel: Die Unerwartete). Die Redaktion hatten beim MDR Dr. Ulrich Brochhagen und bei ARTE Peter Gottschalk.
Die Sendetermine

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“ – ab 20. Februar online first in den Mediatheken bei ARTE und ARD, am Dienstag, 22. Februar 2022, 20.15 Uhr bei ARTE, am Sonntag, 27. Februar 2022, 21.45 Uhr im Ersten sowie am Sonntag, 6. März 2022, 20.15 Uhr im MDR.

Angela Merkel im Gespräch zu „Angela Merkel - Im Lauf der Zeit“. Bild: Sender / Broadview TV
Angela Merkel im Gespräch zu „Angela Merkel - Im Lauf der Zeit“. Bild: Sender / Broadview TV