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SUMMARY:"Ö1 Hörspiel" auf Ö1
DESCRIPTION:Jelinek misstraut der romantischen Vorstellung einer „reinen“ Natur. Der Wald ist nicht einfach Naturraum, sondern ökonomisch genutzt, medial inszeniert und ideologisch aufgeladen. In „Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr“ richtet sich die Satire auch gegen die österreichische Verbindung von Natur, Heimat, Besitz und Tourismus. Natur wird zur Ware – und zugleich zum scheinbar unpolitischen Raum, hinter dem gesellschaftliche Machtverhältnisse verschwinden können. Otto Brusatti hat Texte aus Jelineks 1985 erschienenem Roman zu einem Hörstück mit Musik vor allem von Franz Schubert gestaltet. „Es ist dieses Stück – als Klangerlebnis – aber vor allem als hohe Hörkunst intendiert. Es geht um das grassierende Natur-Dodeltum überfrachtet mit der totalen Gewinn- und Lust-Sucht daraus. Eine alte Frau (mit Pseudo-Landkunst, NS-Nostalgie und Bösartigkeiten), eine junge Managerin (scheiternd am Kapitalismus, an ihrer Gier), ein Arbeiter vom Land (mit all den Wünschen und schlimmen Macho-Süchten derer vom Land und aus dem Waldleben) … Die permanente Musik Franz Schuberts im Gewand der Gruppe Mischwerk verstört in ihrer Herrlichkeit so noch mehr als im Original“ (Otto Brusatti). „Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr“ von Elfriede Jelinek (80. GT am 20. Oktober). Mit Elisabeth Orth, Sylvie Rohrer und Karl Markovics, Ton: Fritz Trondl und Manuel Radinger, Musik: Mischwerk, Regie: Otto Brusatti (ORF 2019)
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