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SUMMARY:"Vorgestellt" auf Ö1
DESCRIPTION:Das Vokaltrio „La Néréide“ widmet sich auf dem Album „Le Cour et la Raison“ den Frauenfiguren des französischen Barock. Seit der Gründung ihres Ensembles im Jahr 2019 erzählen die Sopranistinnen Camille Allérat, Julie Roset und Ana Vieira Leite von mutigen, verletzlichen, leidenschaftlichen und geheimnisvollen Frauen. Im Mittelpunkt des neuen Albums steht die fiktive Geschichte einer jungen Adeligen, die bei den Demoiselles de Saint-Cyr erzogen wird. Dort prägen Gottesdienste und geistliche Musik ihren Alltag, darunter Werke von Louis-Nicolas Clérambault und Jean François Lalouette. Außerhalb der Klostermauern begegnet sie jedoch den populären Airs de Cour – Liebes- und Gesellschaftsliedern, die im Frankreich des 17. Jahrhunderts große Beliebtheit genossen. Zurück in Saint-Cyr werden diese weltlichen Melodien umgetextet und in fromme Meditationen verwandelt. Aus diesem Spannungsfeld zwischen „Herz und Vernunft“ entwickelt „La Néréide“ ein atmosphärisches Programm, begleitet von einem Instrumentaltrio, das die feinen Übergänge zwischen geistlicher Innigkeit und höfischer Eleganz hörbar macht.Ganz anders nähert sich das Album „Hourglass“ mit der Pianistin Simone Dinnerstein und dem Ensemble „Baroklyn“ der Verbindung von Musik und Erzählung. Im Zentrum stehen Werke von Philip Glass, jenem US-amerikanischen Komponisten, der gemeinsam mit Steve Reich die Minimal Music prägte. Charakteristisch sind die repetitiven Muster, die subtilen harmonischen Veränderungen und die hypnotische Wirkung dieser Musik. Zu hören ist unter anderem die Suite aus „The Hours“, basierend auf der Filmmusik zu Stephen Daldrys Verfilmung von Michael Cunninghams Roman „Die Stunden“. Die Musik bewegt sich zwischen Melancholie, Hoffnung und innerer Bewegung. Ergänzt wird das Album durch das „Tirol Concerto“, das Glass im Auftrag des Festivals „Klangspuren“ schrieb. Besonders die schnellen Sätze entfalten eine überraschend energische und rhythmisch bewegte Klangsprache, die auch auf Tiroler Kirchenlieder Bezug nimmt. Simone Dinnerstein betont dabei den organischen Charakter dieser Musik: nichts Mechanisches, sondern ein lebendiger Puls, getragen vom Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker.
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