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SUMMARY:"Punkt eins" auf Ö1
DESCRIPTION:PPWR (Packaging and Package Waste Regulation, Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle) – hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein Regelwerk der EU, das Warenverpackungen künftig weniger sperrig, recyclingfähiger, weniger umweltschädlich und generell nachhaltiger machen soll. Umsetzen müssen das alle Unternehmen, die Verpackungen herstellen, vertreiben oder für den Versand ihrer Waren nutzen – und zwar ab sofort, die Verordnung gilt seit 12. August und ist unmittelbar wirksam.Festgelegt werden unter anderem die Recyclingfähigkeit, das betrifft Material und Zusammensetzung; eine Kennzeichnungspflicht, die Verbraucher:innen über Materialzusammensetzung, Entsorgung und Wiederverwendbarkeit informiert; und künftig auch Mindestanteile an recyceltem Material für Kunststoffverpackungen. Leerraum „Unnötige“ und Einweg-Verpackungen werden stark eingeschränkt. Das Ziel: Einen großen Schritt weiter von der „Wegwerfwirtschaft“ hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu kommen.Das Inkrafttreten der Verordnung hat für Diskussionen und einige Nervosität in der Wirtschaft gesorgt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sehen überproportionalen Bürokratieaufwand auf sich zukommen, zudem herrscht in vielen Bereichen noch Unklarheit, wie genau die Regeln implementiert werden, berichtet Manfred Tacker, Geschäftsführer von Circular Analytics, einem Unternehmen, das unter anderem Beratung zur „PPWR-Compliance“ für Wirtschaftstreibende anbietet. Der Chemiker ist an der TU Wien habilitiert, leitete den Studiengang für Verpackungstechnologie an der FH Campus Wien und beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Umweltbewertung und Recyclingfähigkeit von Verpackungen.Die Forschung an Verpackungstechnologie und -materialien, die Prüfung von Recyclingfähigkeit und die Bestimmung und Reduktion von Schadstoffen in Verpackungen gehören beim Österreichischen Forschungsinstitut OFI zum Tagesgeschäft. Dort ist die PPWR nicht erst seit kurzem in aller Munde: Schon seit die Novelle auf dem Horizont der EU-Gesetzgebung erschien, organisiert das Institut immer wieder Informations- und Diskussionsveranstaltungen über Inhalte, Bedeutung, Chancen, Risiken und Umsetzungsstrategien. Michael Krainz vom Kompetenzbereich Verpackung und Recycling sieht in der Verordnung durchaus einen „sinnvollen ökologischen Ansatz“; er sieht aber auch die Herausforderungen, die je nach Unternehmensgröße, Branche und Position in der Lieferkette unterschiedlich und oft sehr speziell sein können.Ein wichtiger Schritt zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem und zusätzlich ein Innovationstreiber für ökologische Verpackungstechnologie? Oder doch nur eine weitere bürokratische Überregulierung mit zweifelhaftem Effekt? Diskutieren Sie mit Xaver Forthuber und seinen Gästen: live in der Sendung unter 0800 22 69 79 oder per Mail an punkteins(at)orf.at.
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