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SUMMARY:"Ausgewählt" auf Ö1
DESCRIPTION:75 Jahre ist es her, dass Bayreuth nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs wieder seine Tore geöffnet hat. Doch „Neu Bayreuth“ bedeutete weit mehr als die bloße Wiederaufnahme des Festspielbetriebs: Mit entrümpelten Bühnenbildern, neuer Personenführung und einer bewussten Distanz zur ideologischen Vereinnahmung der Festspiele während der NS-Zeit haben Wieland und Wolfgang Wagner einen künstlerischen Neuanfang gewagt. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die Schallplatte. Internationale Labels nutzten die ersten Nachkriegsfestspiele, um den „Grünen Hügel“ auch klanglich neu zu positionieren. Dabei entstanden bereits 1951 Aufnahmen, die bis heute als Referenzen gelten: Hans Knappertsbuschs monumentaler „Parsifal“, der die Wiedereröffnung Bayreuths musikalisch geprägt hat, ebenso wie ein, lange Zeit unveröffentlichter Mitschnitt der „Götterdämmerung“. Auch Herbert von Karajan hat damals schon neue orchestrale Akzente gesetzt: Seine „Meistersinger von Nürnberg“ mit Elisabeth Schwarzkopf, Hans Hopf und Otto Edelmann sind ebenso Teil dieses frühen Schallplattenwunders geworden wie der mitreißende dritte Aufzug der „Walküre“ mit Leonie Rysanek und Astrid Varnay.
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