BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:http://www.tvbutler.at/
METHOD:PUBLISH
X-WR-TIMEZONE:Europe/Vienna
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Vienna
X-LIC-LOCATION:Europe/Vienna
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:19700329T020000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=3;BYDAY=-1SU
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:19701025T030000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=10;BYDAY=-1SU
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:43486634@tvbutler.at
DTSTAMP:20260710T093551
SUMMARY:"Punkt eins" auf Ö1
DESCRIPTION:Eine Boulevardzeitung brachte es letzte Woche auf den Punkt: „Österreich trocknet aus“. Schon die für die Grundwasserbildung wichtigen Winterniederschläge ließen heuer zu wünschen übrig, und auch die warme Jahreszeit brachte bisher neben extremen Temperaturen vor allem anhaltende Trockenheit in weiten Teilen des Landes. Die Folgen zeigen sich im aktuellen Monatsbericht „Wasserhaushalt Österreich“ – und sorgten für dramatische Schlagzeilen, die durchaus nicht unberechtigt sind. An rund 85 Prozent der Messstellen lagen die Flusspegel Ende Juni unter dem langjährigen Monatsmittel, bei den Grundwassermessstellen gibt es bei rund 80 Prozent niedrige oder sehr niedrige Stände. Der Hydrologe Günter Blöschl von der TU Wien sah die Lage im Gespräch mit der APA „am Rand einer Ausnahmesituation“. Und das sagt nicht irgendjemand: Der Professor an der TU Wien gilt über die Grenzen hinaus als Autorität auf dem Gebiet des Wasserhaushalts und wurde letztes Jahr mit dem Stockholm Water Prize, auch „Wassernobelpreis“ genannt, ausgezeichnet. Im Auftrag des Bundes betreut er auch das großangelegte Forschungsprojekt „Wasser im Klimawandel“, dessen Endergebnisse im Herbst vorliegen sollen.Schon zu Beginn des Sommers stehen die heimischen Gewässer massiv unter Stress. Viele heimische Flüsse zeigten im Juni eine deutlich unterdurchschnittliche Wasserführung: Zwischen rund 60 und über 80 Prozent weniger Wasser als im langjährigen Monatsdurchschnitt weisen die Daten des Umweltministeriums aus. Marie Pfeiffer, Fließgewässerökologin und Referentin für Flüsse und Gewässerschutz beim WWF Österreich, warnt in einer Aussendung: „Viele Flüsse haben kaum noch Reserven für die heißesten Wochen des Jahres.“ Vor allem Fischbestände würden massiv darunter leiden, bei kälteliebenden Arten wie dem Huchen seien mancherorts ganze Populationen bedroht. Pfeiffer, die sich unter anderem mit Renaturierungsmaßnahmen und ihren Effekten beschäftigt, fordert nun entschlossene und nachhaltige Schutzmaßnahmen.Ähnliches berichtet auch Martin Luger, Leiter der Abteilung für Seenkunde am Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft des Bundesamtes für Wasserwirtschaft, das direkt am Ufer des Mondsees gelegen ist. Die Folgen des Klimawandels in den heimischen Gewässern zu beobachten, gehört dort zum Tagesgeschäft – derzeit laufen außerdem die Vorbereitungen für die jährlichen Fischbestandsaufnahmen in verschiedenen Seen in ganz Österreich, die immer ab dem Spätsommer stattfinden. Luger erzählt von markanten Wasserverlusten und außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen in ganz Österreich – von der Alten Donau bis zum Bodensee, aber auch vor seiner eigenen Tür am Mondsee, wo letzte Woche schon rund 27 Grad Celsius gemessen wurden. Viele Gemeinden würden sich bereits auf Maßnahmen zur Wasserrationierung einstellen – sogar hier im Salzkammergut, das man sich eigentlich als wasserreich vorstellt. Weitet man den Blick auf ganz Österreich, zeigt sich der dramatische Rückgang der Gletscher, die viele unserer Quellen und Flüsse speisen. Die Auswirkungen des fehlenden Wassers reichen von der Versorgung über die Land-, Fischerei- und Transportwirtschaft bis zur persönlichen Lebensqualität. „Wenn das das neue Normal ist, dann können wir uns auf etwas einstellen“, sagt Martin Luger.Dass das Bewusstsein dafür langsam, aber sicher in der Bevölkerung ankommt, beobachtet Günter Blöschl: Mittlerweile sei deutlich zu sehen, wie der menschengemachte Klimawandel Österreichs Wasserhaushalt verändert. Wie zeigen sich die Auswirkungen von Trockenheit und Niedrigwasser in ganz Österreich? Wie werden wir uns darauf einstellen, und wie können wir noch gegensteuern? Günter Blöschl, Martin Luger und Marie Pfeiffer diskutieren darüber als Gäste bei Xaver Forthuber. Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at
CLASS:PUBLIC
DTSTART:20260720T130000
DTEND:20260720T135500
END:VEVENT
END:VCALENDAR