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SUMMARY:"Betrifft: Geschichte" auf Ö1
DESCRIPTION:Wien in den Siebzigerjahren war eine öde Betonwüste für junge Menschen: Parks waren nur zum Anschauen, Musik gab es nur in klassischer Hochkultur (Oper, Musikverein, Konzerthaus), Freiräume waren rar. Doch ab 1970 reagierten die Wiener Festwochen mit einer alternativen Programmschiene für junge Menschen namens Arena. Diese war zunächst im 20er-Haus beheimatet und fand 1976 zum zweiten Mal im sogenannten „Auslandsschlachthof“ im Landstraßer Stadtteil St. Marx statt. Dort kam es nach dem Konzert der alternativen Musikband „Misthaufen“ zur spontanen Besetzung des Areals. Die „Arena“ war bis 6. Oktober 1976 der erste von jungen Menschen selbstverwaltete Ort der Kultur in Wien. Ab dem 12. Oktober wurde der Auslandsschlachthof abgerissen. Ein Teil der Besetzerinnen und Besetzer übersiedelte in den kleineren Inlandsschlachthof, der seither und bis heute in Selbstverwaltung eine wichtige Konzertlocation ist. In dieser Folge: Neben Raum für kulturelle Aktivitäten wurden in der Arena auch alternative Sozialprojekte vorangetrieben. Obdachlose, Ausgegrenzte und auch Kinder, viele aus städtischen Heimen, fanden dort Unterschlupf und Betreuung. Unter anderem wurde ein „Kinderhaus“ gegründet und betrieben, in dem die vielfach traumatisierten Kinder und Jugendlichen eine sichere Umgebung fanden. Die Galeristin Christine König war eine der Gründerinnen und Betreiberin des Kinderhauses.
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