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SUMMARY:"Menschenbilder" auf Ö1
DESCRIPTION:Man sollte alles mit der linken Hand anfangen, man sollte sich nicht zu leicht beeindrucken lassen, man sollte alles nicht so schwernehmen. Sehr brauchbarere Ratschläge waren es, die Peter Rosei da von seiner Großmutter bekommen hat.Am 17. Juni wird der Schriftsteller Peter Rosei 80 und heute noch ist die Großmutter für ihn der Mensch, von dem er am meisten gelernt hat. Wie man einen Apfel schält, wie man sich die Schuhe zubindet und wie man das Leben lebt.Peter Rosei hat nicht ein, er hat mehrere Leben gelebt. Er stammt aus einfachen Wiener Verhältnissen, hat Wurzeln in Böhmen und Kärnten. Der Vater war Eisenbahner, die Mutter besaß ein kleines Geschäft. Die Eltern wollten, dass aus dem Buben etwas wird. Also studierte Peter Rosei Jus, promovierte 1968 zum Doktor der Rechtswissenschaften.Bevor er mit 26 Jahren unter die freien Schriftsteller ging, war Rosei Sekretär des Malers Ernst Fuchs. Für ihn war er später mehrere Jahre im Kunsthandel tätig. Amerika und Japan waren ein guter Markt für die Künstler der Wiener Schule des fantastischen Realismus, Ernst Fuchs war damals ein aufsteigender Star.Roseis Bestimmung aber war eine andere. Im Lauf der 1970er-Jahre machte er sich einen Namen als Erzähler und Essayist. Er schrieb Gedichte, Theaterstücke, Reiseberichte und gesellschaftskritische Betrachtungen. Der Schwerpunkt seines Schreibens lag aber immer auf der erzählenden Prosa. Sein Credo: Nur in der Literatur lässt sich die komplexe Wirklichkeit unseres Daseins abbilden. Mit dem Romanzyklus der „Wiener Dateien“ erforscht Peter Rosei seit über 20 Jahren seine Heimatstadt. Er kennt jeden Bezirk, jedes Grätzel. Der Dichter Honoré de Balzac und seine „Menschliche Komödie“ sind ihm dabei Vorbild. Rosei ist der Ansicht: Als Schriftsteller musst du dich mit der Welt auskennen. Deshalb hört Peter Rosei nie auf, zu reisen, zu forschen, zu fragen. Lebenslanges Lernen ist sein Programm. Was ist das Wichtigste, das er gelernt hat? Natürlich das: „Je mehr man weiß, desto mehr weiß man auch, dass man nichts weiß.  Die Wahrheit geht immer den Schritt weiter von dir weg, wo du hinkommst."Gestaltung: Barbara Beer
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