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SUMMARY:"Blaue Stunde" auf Ö1
DESCRIPTION:Khrystyna Kirik und Mark Bain untersuchen, wie sich die Gewalt des Krieges in der Ukraine in das Land einschreibt.Anhand von seismischen Daten, die während Raketenangriffen und Explosionen in Regionen wie Charkiw und Cherson aufgezeichnet wurden, sowie von Aufzeichnungen vom Moment der Zerstörung eines Staudamms, Umweltphänomene wie Erdbeben benutzen sie, um die Gewalt in Schwingungen und Klänge zu übersetzen. Das Duo schichtet unhörbare, aber physikalisch wirkungsvolle Niederfrequenzen, dichte Drones, Stimme und hochfrequente Texturen zu einem dichten intensiven Hörstück.  „The Core“ entfaltet sich als Reise durch fünf Akte, die von der Oberfläche in die Tiefen des Bodens hinabführt. Jeder Akt oder jede Ebene ruft nicht nur geologische, sondern auch emotionale Verschiebungen hervor – und fordert uns auf, mit unserem Körper den Spuren der Gewalt zu lauschen, die den Boden durchdringen.Der Klang hallt durch Wände, durch Körper, durch Erinnerungen. Die KünstlerInnen untersuchen, wie Gewalt über das Sichtbare und Berichtetete hinaus nachhallt und wie das Hören dieser Nachhallspuren eine Möglichkeit bietet, sich wieder mit den grundlegenden Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten zwischen Mensch und Natur zu verbinden – einschließlich des lebendigen Bodens, auf dem wir stehen. In dieser Arbeit geht es um Zerstörung. Anstatt jedoch als Reaktion auf das Trauma zu verkrusten, lädt diese Radioarbeit zu einer ehrlichen Auseinandersetzung ein – zu einem gemeinsamen Raum, um zu bezeugen, zu reflektieren und sich dem zu stellen, was oft ignoriert oder geleugnet wird. Es fragt: Was empfindet das Land – und können wir lernen, mit ihm zu fühlen? „The Core“ entstand im Rahmen des CTM Radio Lab in Zusammenarbeit von Deutschlandfunk Kultur, CTM Festival und ORF.
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